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Intelligente Ladeinfrastruktur für E-Autos von Emobility aus Heiningen

Emobility aus Heiningen bietet maßgeschneiderte Lösungen im Bereich Elektromobilität, spezialisiert auf die Planung, Installation und Wartung intelligenter Ladeinfrastruktur für Elektroautos.

Intelligente Ladeinfrastruktur für E-Autos von Emobility aus Heiningen

Sebastian Scheffel geht neue Wege. Foto: Eva Herschmann

Sebastian Scheffel ist von Elektromobilität überzeugt, seitdem er 2014 für ein großes Industrieunternehmen einem Projekt zur Reduzierung des CO2Fußabdrucks gearbeitet und den gesamten Fuhrpark für den innerbetrieblichen Verkehr auf E-Mobile umgestellt hat. 2022 gründete Scheffel die Firma Team Emobility in Heiningen, die E-Ladestationen plant, installiert und betreibt. Dabei setzt der 40-Jährige auf ein umfassendes und innovatives Konzept mit dem Ziel, Elektromobilität mit intelligenter Ladeinfrastruktur nachhaltiger zu gestalten und Autofahrern einen einfacheren Zugang zu bieten.

Es braucht innovative Ansätze für die Mobilität von morgen, die für Sebastian Scheffel ganz klar elektronisch ist. Allein schon wegen des Wirkungsgrades. „Ein Benziner kommt auf 26 Prozent, der Rest ist Wärme, ein Diesel liegt etwas besser bei 30 Prozent, ähnlich wie Wasserstoff, aber ein E-Motor erreicht einen Wirkungsgrad von mehr als 99 Prozent.“ Damit sei E-Mobilität schlicht und ergreifend„das Effizienteste, eben das Ding der Dinge“. Doch das Suchen und Finden von Ladestationen sei gar nicht ohne, so Scheffel. „Es ist eher ein bisschen wie Jugend forscht.“ Aber nicht jeder brauche und könne sich eine eigene Ladestation anschaffen oder anbringen.„Man baut sich ja auch keine Tankstelle, nur weil man einen Benziner fährt.“ Der Staat habe also dafür zu sorgen, dass es genug Ladestationen gebe, erklärt Sebastian Scheffel. Doch weil der Staat selbst auch keine Tankstellen betreibt, bietet das Team Emobility den kompletten Service an. „Wir bauen, vertreiben, bewirtschaften, warten und rechnen die Ladestationen ab.“ Mit dem Kauf von Ladestationen bekämen die Kunden auch noch einen Betriebs- und Wartungsvertrag mit seinem Unternehmen.

Unternehmen aus der Region

Aktuell gibt es ungefähr 1700 Ladepunkte in ganz Deutschland, was natürlich viel zu wenig sei, so Scheffel. Zumal einige Regionen, wie der Schwarzwald, besonders gut bestückt seien, während E-Autofahrer anderswo lange nach einer Steckdose suchen müssten.„Wir bräuchten bundesweit insgesamt sicherlich an die 100 000 Ladestationen und zwar schnelle und langsame“, erklärt Sebastian Scheffel. Um mehr Ladegeräte in die Fläche zu bringen, geht das Team Emobility neue Wege. „Wir installieren Ladestationen auf einem öffentlich zugänglichen Bereich eines Autohauses, an öffentlichen Gebäuden, die tagsüber für das Personal und abends für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen“, sagt Sebastian Scheffel. Natürlich taugten ihre Ladegeräte für alle Steckervarianten und könnten mit der EC-Karte, dem Handy oder anderer elektronischer Zahlungsmittel bezahlt werden.

Unternehmen aus der Region

Für sein strategisches Gespür und die Innovationsfreude wurde der Unternehmer aus dem Kreis Göppingen bei der Award-Verleihung des Wettbewerbs „Top Gründer im Handwerk“ im Herbst vergangenen Jahres in der Kategorie „Top Geschäftsidee“ ausgezeichnet. Das notwendige Wissen für die Gründung eines erfolgreichen und innovativen Unternehmens sammelte Scheffel durch vielfältige berufliche Stationen. Nach der Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik spezialisierte er sich auf die Gebäude Automation und wirkte unter anderem als Projektleiter am Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart mit. In führender Position verantwortete er den Bereich Elektro- und Energietechnik eines großen Industrieunternehmens, bevor er gemeinsam mit einem Partner im Jahr 2022 die Team Emobility GmbH gründete. Für die Entscheidung habe er viel Zeit gebraucht, denn er müsse schließlich auch eine junge Familie ernähren, verriet Sebastian Scheffel. Doch gemeinsam mit seiner Frau habe er entschieden, dass der Traum von der Selbstständigkeit das Risiko wert sei. Das Unternehmen startete mit vier Mitarbeitenden, heute sind es bereits 21. „Und wir sind auf dem besten Weg, noch größer und erfolgreicher zu werden.“ Allen motivierten Handwerkerinnen und Handwerkern, die sich mit dem Thema Selbstständigkeit beschäftigen, rät Scheffel deshalb, mutig zu sein und den Schritt zu wagen: „Ich kann heute mit großem Stolz sagen, dass es die richtige Entscheidung war.“

“Wir bauen, vertreiben, bewirtschaften, warten und rechnen die Ladestationen ab.“
Sebastian Scheffel, Gründer Emobility

Die Kundschaft vom Team Emobility besteht hauptsächlich aus Stadtwerken, Firmenkunden und Kommunen, die Bedarf an einer Ladeinfrastruktur für Elektroautos haben. Zunächst würden die Wünsche der Auftraggeber analysiert werden, wobei die umfangreiche Praxiserfahrung enorm helfe, erläutert Sebastian Scheffel.„Viele denken anfangs zu groß. Oft ist es die bessere Lösung, in kleinerem Umfang zu starten und auf eine intelligente Ladeinfrastruktur zu setzen.“ Bei der werde gleichermaßen auf das Fahrzeug und das Netzwerk geachtet und beides in Einklang gebracht.„Somit kann der Akku deutlich mehr Leistung aufnehmen und der Fahrer schneller vom Ladepunkt wegfahren.“ Verantwortlich für das erfolgreiche Konzept von Team Emobility, so Scheffel, sei eine Kombination aus ausgezeichneten handwerklichen Fähigkeiten, langjähriger Erfahrung und innovativen Ansätzen.