Was wäre die Adventszeit in Bad Cannstatt ohne den Weihnachtsmarkt mit kulinarischen Köstlichkeiten und den traditionsreichen Niklasmarkt, auf dem sich Vereine, Unternehmen und Organisationen präsentieren? Sie machen die Marktstraße und den Marktplatz alle Jahre wieder zum Weihnachtswunderland mit Nikoläusen, Christbäumen, Lichterund Sternenglanz. Während der Niklasmarkt nur einen Tag dauert, stimmt der Weihnachtsmarkt die Cannstatterinnen und Cannstatter noch bis einschließlich 23. Dezember aufs Fest ein.
Die von Schulen, Kindergärten und Kitas geschmückten Tannenbäume, die festlich bunten Buden und weihnachtliche Musik wecken die Vorfreude. „Cannstatt weihnachtet“ sei eine tolle Sache, sagt Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler. Nicht nur wegen der leuchtenden Augen der Kinder, die mit der märchenhaften Bimmelbahn vor der Rathaustür durch eine weihnachtliche Winterlandschaft mit Nussknacker, Nikolaus und Schneemann fahren. „Und wenn wir den Niklasmarkt nicht hätten, wäre das ein herber Einschnitt.“ Er sei dankbar, dass so viele Vereine und Schulen mitmachten, so Löffler.
„Der Niklasmarkt ist eine Bereicherung, und ein bisschen Kunsthandwerk war dieses Mal auch dabei. Es war ein rundum großer Erfolg.“ Wie in jedem Jahr wurde auch wieder der schönste Stand gekürt. Die katholische Kirchengemeinde St. Martin und die italienische Gemeinde San Martino überzeugten Stadtteilschultes und den Cannstatter Büttel vom Kübelesmarkt alias Wolfgang Pfeffer mit viel Tannengrün, Christbaumkugeln und Sternenhimmel und ihrem bunten Angebot von Gebasteltem, Gestricktem und Selbstgemachtem.



In Bad Cannstatt werden auch diejenigen nicht vergessen, denen es nicht so gut geht. Am Wunschbaum vor der Stadtkirche hängen viele gelbe Wunschzettel. Ein 34-Jähriger hofft beispielsweise auf eine warme Winterjacke, eine alleinerziehende Mutter bittet um einen Gutschein von Zara, um für ihre zwei Kinder Winterbekleidung zu kaufen, und der Evangelische Verein wünscht sich kleine Geschenke für Alleinstehende und Ältere, die an Heiligabend in die Begegnungsstätte Cannstatter Brücke kommen.
Von Eva Herschmann