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Der neue StZ-Wein ist endlich auf der Flasche

Die neue Edition der StZ-Weine 2024 präsentiert exklusiv Riesling und Merlot aus Untertürkheim, streng limitiert und charaktervoll, geprägt vom renommierten Weingut Wöhrwag.

Der neue StZ-Wein ist endlich auf der Flasche

Weinberg mit Ausblick aufs Neckartal: Hier sind die Trauben für den StZ-Wein gewachsen. Foto: Lichtgut/Zophia Ewska

Das Warten hat ein Ende. Gut ein Jahr nach der Ernte im Herbst 2024 kommt nun die neue Edition der StZ-Weine auf den Markt. Exklusiv für die Leserinnen und Leser der Stuttgarter Zeitung haben der Stuttgarter Top-Winzer Hans-Peter Wöhrwag und sein Kellermeister Jakob Bittner einen Riesling und einen Merlot gefüllt. Beide Weine des hochdekorierten Weinguts aus Untertürkheim hat es so noch nie gegeben; sie sind streng limitiert auf 1200 Flaschen pro Sorte und garantieren einen individuellen und höchst spannenden Genuss.

Seit Jahrzehnten führt Wöhrwag nicht nur das einzige Weingut in der Landeshauptstadt, das den Adler des Verbands der Prädikatsweingüter (VDP) auf dem Etikett tragen darf. Zusammen mit Jakob Bittner, der übrigens nicht nur in Geisenheim Önologie, sondern auch in Tübingen vier Semester Theologie studiert hat, zählt Wöhrwag zu den besten Winzern der Republik mit einem besonderen Faible für Riesling. Exklusiv für die Leserinnen und Leser der Stuttgarter Zeitung hat das Parade-Duo erstmals einen Riesling aus einer kleinen Parzelle am Untertürkheimer Herzogenberg ausgebaut.

„Der Wein hat jetzt schon Frucht und Substanz, eine unglaubliche Kraft, gleichzeitig Frische und Lebendigkeit.“
Jakob Bittner, Kellermeister im Weingut Wöhrwag in Untertürkheim

„Der Wein hat jetzt schon Frucht und Substanz, eine unglaubliche Kraft, gleichzeitig Frische und Lebendigkeit“, sagt Kellermeister Bittner. „Eins zu eins wie unser Groẞes Gewächs“ habe er den StZ-Riesling behandelt. Auf Ton und Mergelgestein im mittleren Gipskeuper wachsen die 1990 gepflanzten Reben. Von dem Südwesthang aus sieht man wunderbar auf das Mercedes-Museum und das Stadion, am oberen Ende der Zeilen thront auf 290 Metern ü.NN das pittoreske Türmle der Familie Wöhrwag – und bildet so eine Landmarke für Wengerter und Spaziergänger. Der Ertrag in dem Weinberg ist auf 35 Hektoliter pro Hektar reduziert. Ausgebaut wurde der StZ-Riesling ausschließlich im Edelstahl – „so, wie wir es auch mit unserem Großen Gewächs machen“, sagt Jakob Bittner.

Das Ergebnis ist ein typischer Wöhrwag: nicht reduktiv, ohne Holz und mit klarem Augenmerk auf eine elegante Frucht – in diesem Fall von Apfel und Pfirsich. Mit diesem Stil prägt der Betrieb aus Untertürkheim die Riesling-Szene in Württemberg im Allgemeinen und in Stuttgart im Besonderen seit Dekaden - kaum ein Spitzenrestaurant führt nicht mindestens einen Wöhrwag-Riesling auf der Weinkarte, oft die Goldkapsel, die längst als der Referenzriesling schlechthin gilt, bisweilen aber auch das Große Gewächs, das die absolute Spitze markiert.

Dass die Macher des StZ-Weins als roten Bruder zum traditionellen Riesling eine ungewöhnliche Wahl getroffen und sich für einen Merlot entschieden haben, liegt ebenfalls am charakteristischen Wöhrwag-Stil. „Wir wollen den Wein nicht mit Holztönen erschlagen, sondern elegant bleiben“, sagt Jakob Bittner und erklärt, dass der 2024er StZ-Merlot nach seiner knapp einjährigen Lagerung in neuen und gebrauchten 300-Liter-Fässern mit seiner klaren Kirschnote jetzt schon sehr zugänglich sei: „Er ist klar definiert und mit seinem Cool-Climate-Charakter aufs Wesentliche konzentriert.“

www.shop711.de/stz-wein
www.shop711.de/stz-wein

Gewachsen sind die Trauben auf einer 19 Ar kleinen Parzelle im Untertürkheimer Mönchberg. Auch dort prägen Ton und Mergelgestein im mittleren Gipskeuper das Terroir. Der Weinberg liegt auf 300 Meter ü.NN, also einen Tick höher als der Riesling-Wengert, die Reben wurden 2001 gepflanzt, sind also ein paar Jahre jünger als die des weißen StZ-Weins. Der Ertrag wurde auf 46 Hektoliter pro Hektar reduziert, was dem Merlot eine ungeheure Tiefe und Kraft verleiht. Dies umso mehr, als die Trauben aus einer vollen Südlage stammen.

„Das dürfte einer der wärmsten Weinberge Stuttgarts sein“, sagt Hans-Peter Wöhrwag. Genau deswegen hat er sich vor gut zwanzig Jahren entschieden, dort keine traditionell-schwäbische Sorte zu pflanzen, sondern als einer der Ersten in Stuttgart Merlot zu wählen. Und genau deswegen wurde dieser Merlot nun zum ersten Mal eigenständig ausgebaut.

„Dass wir diese zwei Weine exklusiv für die Stuttgarter Zeitung machen und damit auch noch die bisherige Tradition brechen durften, ehrt uns sehr.“
Hans-Peter Wöhrwag, einer der renommiertesten Winzer aus Württemberg

„Dass wir diese zwei Weine exklusiv für die Stuttgarter Zeitung machen und damit auch noch die bisherige Tradition brechen durften, ehrt uns sehr“, sagt Hans-Peter Wöhrwag. Tatsächlich hatten sich die Macher der beiden ersten StZ-Wein-Jahrgänge – die Aldinger-Brüder aus Fellbach und Christian Dautel aus Bönnigheim – jeweils für Chardonnay und Lemberger als Grundlage der StZ-Weine entschieden. „Wir haben es jetzt andersherum gemacht“, sagt Jakob Bittner, „wir haben einen traditionellen Weißen und einen neuen Roten genommen.“ Das Ergebnis spricht jeweils für sich.

Von Holger Gayer