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Pia Lankes: Mit PS zum Meistertitel

Die KfZ-Meisterin hat für ihren Beruf Feuer gefangen.

Pia Lankes: Mit PS zum Meistertitel

Pia Lankes bei der Arbeit    Foto: z

Der Papa hatte ein wenig Bedenken, als ihm seine Tochter eröffnete, sie werde eine Ausbildung zur Kraftfahrzeugtechnikerin machen. "Aber ich war begeistert, hatte Feuer gefangen“, sagt Pia Lankes aus Esslingen am Neckar, und sie erinnert sich noch gut, wie es dazu kam: "Mein bester Freund - ihm bin ich sehr dankbar dafür - hat mich damals animiert, mit ihm an seinem Auto zu arbeiten, und schließlich habe ich auch bei meinem Auto so mache Reparatur selber gemacht.“ Jetzt ist sie eine von nur 3 Frauen unter den 86 Kraftfahrzeugtechnikmeisterinnen und -meistern des diesjährigen Jahrgangs.

Dass ein Studium für sie nichts ist, hat die heute 26-Jährige schon nach dem Abitur gewusst. Eine Ausbildung sollte es sein, etwas handwerkliches machen, wollte sie. Nach einem Praktikum, das Pia Lankes übrigens allen Ausbildungsinteressierten ans Herz legt, war die Lehrstelle gefunden. Bis heute hält sie der Schwabengarage in Stuttgart Ost die Treue.

Dort ist sie nun als Meisterin nicht nur in der Werkstatt tätig, sondern betreut zeitweise auch als Serviceberaterin die Kunden. Die Arbeit in beiden Bereichen macht ihr viel Spaß.

"Die Fahrzeuge von heute sind sehr komplex“, erzählt die Meisterin. Da gibt es neben den klassischen Verbrennern Elektroautos und Hybride. Da will die ganze Technik verstanden sein, bevor es ans Reparieren geht, und auch die Diagnoseverfahren erfordern ein profundes Wissen. Mit der Weiterbildung zur Meisterin konnte Pia Lankes tiefer in die Technik-Materie eintauchen. Zugleich bekam sie auch wichtige Einblicke in den wirtschaftlichen Teil eines Autohauses, dessen Organisation und das Personalwesen. Probleme mit den männlichen Kollegen kennt Pia Lankes nicht. "Die Zusammenarbeit ist klasse“, sagt sie. Auch als einzige Frau in der Meisterschülerklasse war alles gut. "Verwundert sind eher mal die Kundinnen und Kunden, wenn sie auf ,einen Techniker' warten und ich dann auf sie zukomme“, schmunzelt er Arbeit die Kraftfahrzeugtechnikmeisterin.



Von Julia Alber