"Wenn man wenig Wohnraum hat, ist Platz kostbar. Da will man nicht in der Ecke Stühle für den Besuch stapeln", erzählt der Schreinermeister aus Waiblingen, den schlussendlich ein Klappstuhl inspirierte.
Für sein besonders Sideboard wählte der 28-Jährige die Kombination von Holz und Metall. Zum einen, weil er es schön findet, verschiedene Materialien zusammenzuführen, zum anderen, weil er für die Hocker gerade mal vier Millimeter dicken Stahl benötigt. Das Meisterstück, ein Hingucker mit Aha-Moment, wird bald im Haus der Wirtschaft bei der Ausstellung Schreiner Werke zu sehen sein. "Ich hätte nicht erwartet, dass es so gut ankommt“, freut sich der Schreinermeister.
Nach dem Abitur war Dominik Schüttler etwas planlos. "Ich dachte an Architektur, Innenarchitektur, wusste aber nicht so recht", erinnert er sich. Da brachte der Papa à die Idee auf, es doch mit der Schreinerei zu versuchen. Der Vorschlag gefiel. "Im elterlichen Betrieb lernen, das fanden dann allerdings weder ich noch mein Vater gut", betont Dominik, der gar ein Jahr in Neuseeland als Schreinergeselle tätig war.
Mit Meisterehren ausgestattet und zugleich den Abschluss als„Gestalter für Möbel und Innenraum“ in der Tasche - zwei Jahre hat er für diese Kombi nochmals die Schulbank gedrückt - steigt Dominik Schüttler jetzt bei der Schreinerei Raum 42 in Waiblingen ein.
Für Arbeitsvorbereitung, -Planung und -Steuerung zuständig, wird er dort mehr im Büro tätig sein. Für die Zukunft gäbe es den elterlichen Betrieb. "Das ist eine große Chance“, weiß der Schreinermeister, der es aber auch sehr schätzt, angestellt zu sein, Feierabend zu haben.
Von Julia Alber