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Konditor-Bestmeisterin Jasmin Akers: Auf dem Weg zum eigenen Café

Die Konditor-Bestmeisterin freut sich jeden Tag, wenn sie das, was sie geschaffen hat, in die Hand nehmen kann - und sogar essen könnte.

Konditor-Bestmeisterin Jasmin Akers: Auf dem Weg zum eigenen Café

Jasmin Akers und ihr Baumkuchen. Foto: privat

War es der Pistazienbaumkuchen, waren es die Schwarzteepralinen oder doch vielleicht die orientalischen Gewürze bei ihrem Prüfungs-Buffet unter dem Thema „Tausend und eine Nacht“? Jasmin Akers kann nur rätseln, was schließlich den Ausschlag dafür gegeben hat, dass sie in diesem Jahr eine der Bestmeisterinnen ist. „Ich war total überrascht, hatte damit gar nicht gerechnet“, sagt die Konditoren-Meisterin aus Marbach und freut sich riesig. 

Im zweiten Anlauf hat Jasmin Akers den für sie richtigen Beruf gefunden. Tatsächlich hat die heute 28-Jährige zuerst einen Bachelor in Anglistik und Linguistik gemacht, bevor ihr Freunde mit zu der Erkenntnis verhalfen, dass für sie eigentlich etwas ganz anderes wie geschaffen wäre. „Im Gegensatz zum theoretischen Studium weiß ich jetzt nach einem Tag einfach, was ich konkret gemacht habe. Ich kann es in die Hand nehmen und könnte es gar essen“, umschreibt Jasmin Akers die Begeisterung für das Konditoren-Handwerk, in dem sie ihre Kreativität ebenso ausleben kann wie ihre Begeisterung für Rezepte aller Art. Zwischen drei und vier Uhr in der Frühe aufstehen, das schreckt die junge Frau nicht, auch einmal im Monat am Wochenende eine Nachtschicht ab 24 Uhr steckt sie weg. Man gewöhne sich daran, sagt sie, und mag es sehr, dass ihr vom Tag schließlich mehr bleibt.

Dass sie den Meister machen würde, war für die Jungmeisterin schon früh klar. Die Meisterschule in Stuttgart hat sie als überaus fordernd erlebt. Besonders gefallen hat ihr die vielfältige Praxis. Der Aufwand habe sich allemal gelohnt, ist sie sich sicher. Gut kann sie sich allerdings auch noch daran erinnern, wie sie sich an Tag drei des sich über vier Tage erstreckenden praktischen Teils der Meisterprüfung gefragt hat: „Warum tue ich mir das eigentlich an?“ Die einfache Antwort: Weil das Konditoren-Handwerk ihr Metier ist.

In der Zukunft würde Jasmin Akers gerne ein kleines Café ihr Eigen nennen. Dort mit den Kunden in direkten Kontakt kommen, gespannt das Feedback zu ihren Kreationen abwarten. Zunächst wird sie jedoch wieder in ihren Betrieb in Backnang zurückkehren. Dort übernimmt sie die Stelle als Backstubenleiterin und wird auch für die Auszubildenden zuständig sein. Darauf freut sie sich sehr, weiß sie doch selber, wie wichtig eine gute Ausbildung ist.

Von Julia Alber