Im High-End-Immobilienmarkt wird nicht nur auf maßgeschneiderte Architektur und Privatsphäre gesetzt. Exklusive Ausstattung allein reicht nicht mehr. Käufer von Luxusimmobilien legen zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit und Smart-Home-Technologie, kurz durchdachte Lebensräume, die Komfort, Stil und Umweltbewusstsein vereinen.
Exklusivität und Einzigartigkeit gefragt
Wie sagte noch Oscar Wilde? "Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden." Das gilt auch für den Markt der Luxus-Immobilien, der sich trotz aller Krisen bemerkenswerte Resilienz an den Tag legt.
So zeigen die Daten von Luxusmaklern, dass nach wie vor in High-End-Immobilien investiert wird, sei es in die Topwohnung als sicherer Hafen für das Kapital oder in die Villa, um eigene Träume zu verwirklichen. Dabei wird demnach zunehmend auf allerbeste Lagen, Exklusivität und Einzigartigkeit geachtet, wie beim Kauf eines Kunstwerk, also ob man Stück kulturelles Erbe erwerben würde. Gemäß Baden-Württemberg Sotheby's International Realty wird beispielsweise bei der Architektur von Luxusimmobilien in der Landeshauptstadt Stuttgart oft moderne Eleganz mit traditionellen Elementen vereint. Liebevoll restaurierte historische Fassaden gingen mit zeitgemäßen Strukturen eine Liaison ein und kreierten so einen faszinierenden Mix aus Alt und Neu.
„Dieser Trend reflektiert nicht nur die reiche Geschichte der Region, sondern schafft auch ein einzigartiges architektonisches Erbe“, heißt es. Aber jeweils persönliche Art, den individuelles Design habe eine der Hauptrollen. „Vom maßgeschneiderten Mobiliar bis zu einzigartigen architektonischen Elementen wird jedes Detail sorgfältig ausgewählt, um den Charakter der Immobilie und die Persönlichkeit der Bewohner zu unterstreichen. Dazu gehörten verstärkt offene Grundrisse, die nahtlos Innen- und Außenbereiche integrierten. Große Fensterfronten und Terrassen schafften beeindruckende Panoramen und ließen Licht und Natur in die Wohnräume fließen, bezögen die Umgebung ein und vermittelten den Bewohnenden ein Gefühl von Weite und Freiheit.
Allerdings reicht bei Luxusimmobilien heute, gleich ob sie sich in Stuttgart oder in Singapur befinden, exklusive Ausstattung allein nicht mehr. Neben maßgeschneiderter Architektur, Individualität, Personalisierung und Privatsphäre setzten Käuferinnen und Käufer vor allem auch auf Nachhaltigkeit, SmartHome-Technologie und grüne Ideen. Gefragt sind längst durchdachte Lebensräume, die Komfort, Stil mit Umweltbewusstsein vereinen. „Die fortschreitende Sensibilität für Umweltfragen hat auch die Architektur von Luxusimmobilien beeinflusst“, ist bei vielen internationalen Maklern zu erfahren. Im Fokus stünden nachhaltige Baustoffe, energieeffiziente Technologien und umweltfreundliche Konzepte. Bewohnerinnen und Bewohner suchten nach einem ökologisch bewussten Lebensumfeld aus Verantwortung gegenüber der Natur.
Die Nachfrage nach nachhaltigen, umweltfreundlichen und innovativ ausgestattete Immobilien wächst. Beispiel: der ikonische Ort Punta del Este auf einer schmalen Halbinsel im Südosten von Uruguay. Dort bestätigen Luxusmakler, dass sich die wohlhabende Kundschaft für Häuser und Wohnungen interessieren, die aus recycelbare und umweltschonende Materialien hergestellt wurden, zudem energieeffiziente Technologien wie Solarmodule integrieren und so gestaltet sind, dass natürliches Licht und Belüftung maximal genutzt werden.
Intelligente Heimautomatisierungssysteme seien in die architektonische Planung integriert, ist auch bei Baden-Württemberg Sotheby's International Realty zu erfahren. „Dieser Trend spiegelt die steigende Nachfrage nach intelligenten Wohnlösungen wider und bietet Bewohnern ein Höchstmaß an Komfort und Sicherheit.“
Von Petra Mostbacher-Dix
Baubeschreibung genau prüfen
Bei Schlüsselfertigbauten haben private Bauherren noch vor Vertragsschluss das Recht auf eine Baubeschreibung. Anhand derer können sie prüfen, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt oder nicht. Bauherren sollten sich dafür Zeit nehmen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Nur anhand eingehender Prüfung der jeweils beinhalteten Arbeiten und des Preises können sie abschätzen, ob ein Angebot attraktiv ist oder nicht. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten die vorvertragliche Baubeschreibung daher auch nicht als endgültig, sondern sie vielmehr als Auftakt für die eigentlichen Verhandlungen verstehen. Vorvertraglich bedeutet dem VPB zufolge also ausdrücklich nicht: kurz vor Unterschriftsreife. Selbst wenn eine Baubeschreibung klarer Favorit ist, sollte man sich mit dem Vertragsschluss so lange Zeit lassen, bis alle Formalitäten in Ruhe geklärt und ausgehandelt sind. Denn ist die Tinte unter dem Vertrag erst einmal getrocknet, ist kaum noch eine Weichenstellung möglich.
dpa/tmn