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Das Start-Up „Mein mutiger Weg“: Berufsberatung - aber cool und auf Augenhöhe!

Das Start-Up bietet moderne Berufsberatung und agiert dabei auf Augenhöhe, motivierend und praxisnah.

Das Start-Up „Mein mutiger Weg“: Berufsberatung - aber cool und auf Augenhöhe!

Das Start-up bietet Berufsorientierung so an, wie es sich die Gründer und Mitstreiter damals selbst gewünscht hätten. Foto: Z/ANNIKA MARTIN

Wie soll es nach der Schule weitergehen? Für viele Jugendliche geht diese Frage mit Zukunftsängsten einher - sie sind unsicher bei der Berufswahl. Um die 15 Prozent der im Rahmen einer Azubi-Studie des Recruiting- und Testanbieters „u-form Testsysteme“ befragten Schülerinnen, Schüler und Azubis gaben an, überhaupt nicht zu wissen, was sie nach der Schule machen wollen.

Unternehmen aus der Region

„Angst und Unsicherheit im Zusammenhang mit der Berufswahl sind bei den Jugendlichen groẞs“, sagt Frederic Keller. Aufbauend auf der eigenen Erfahrung, den richtigen Beruf für sich zu finden, ist er einer der Gründer von „Mein mutiger Weg“. Das Start-up bietet Berufsorientierung so an, wie er und seine Mitstreiter es sich gewünscht hätten modern, auf Augenhöhe, motivierend und praxisnah. „Wir wollen mit unseren Mutmacher-Programmen die Jugendlichen frühzeitig für ihre Zukunft begeistern, bei ihnen die Bereitschaft wecken, sich für ihren ganz eigenen mutigen Berufsweg zu entscheiden und diesen zu planen“, betont Keller.

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Auch Ken Robin Völter, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Stuttgart, weiß: „Die Jugendlichen beschäftigen sich nicht gerne mit sich selber, vermeiden es im Hinblick auf die Berufswahl sich zu hinterfragen. Oft schieben sie die Entscheidung lange vor sich her, um sich schließlich an ,scheinbar sicheren' Berufen zu orientieren oder an dem, was gerade ,in' ist oder ,cool' scheint.“ Vielfach herrsche auch die Annahme vor, dass auf das Abitur ein Studium folgen müsse, keinesfalls eine Lehre. Dieses Vorgehen ist alles andere als Erfolg versprechend.

Die Programme, die „Mein mutiger Weg“ in Gymnasien, Real- und Gesamtschulen für Schülerinnen und Schüler von der 9. bis zur 12. Klasse anbietet, haben zum Ziel, Zuversicht zu vermitteln. Foto: z
Die Programme, die „Mein mutiger Weg“ in Gymnasien, Real- und Gesamtschulen für Schülerinnen und Schüler von der 9. bis zur 12. Klasse anbietet, haben zum Ziel, Zuversicht zu vermitteln. Foto: z

Berufe kennenlernen im Praktikum

Im besten Fall gilt es, genügend Zeit für die Berufsorientierung einzuplanen. Dies ermöglicht es, so manches Praktikum zu machen, um verschiedene Berufe in der Realität zu erleben. Über die Agentur für Arbeit gibt es beispielsweise im Herbst das Angebot, jeden Tag einen neuen Beruf im Umfeld eines Unternehmens kennenzulernen, und im Frühjahr heißt es„Fünf Tage-fünf Berufe“.„Nichts geht über die praktische Erfahrung“, sagt Ken Robin Völter. Und, ganz wichtig: Wer sich nicht auf den letzten Drücker mit seiner beruflichen Zukunft beschäftigt, dem bleibt auch die wichtige Zeit, um sich selbst besser kennenzulernen.

Die Programme, die „Mein mutiger Weg“ in Gymnasien, Real- und Gesamtschulen für Schülerinnen und Schüler von der 9. bis zur 12. Klasse anbietet, haben zum Ziel, Zuversicht zu vermitteln, die Jugendlichen anzuregen, sich zu hinterfragen: Wer bin ich, was kann ich, was sind meine Ziele und Träume? „Unsere Workshops haben Eventcharakter, die Schülerinnen und Schüler sollen Spaß an der Beschäftigung mit ihrer Zukunft haben. Und mit unseren jungen Trainerinnen und Trainern, die von ihrer eigenen Lebensgeschichte erzählen, wird eine Kommunikation auf Augenhöhe möglich“, erklärt Frederic Keller. Im großen Kreis der ganzen Jahrgangsstufe gewinnen die Jugendlichen im Verlauf eines Tages an jeder Menge Selbstvertrauen, um schließlich mit einer gestärkten Persönlichkeit ihre Entscheidung angehen, und auch die Verantwortung für den eigenen Weg ins Berufsleben übernehmen zu können. Ganz wichtig: Nach dem Event ist nicht Schluss. Über den Zeitraum von sechs Monaten können sich die Schülerinnen und Schüler noch an „Mein mutiger Weg“ wenden, um Hilfen und Mutmacher-Coachings zu erhalten.

Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit

Für alle Fragen rund um die Berufswahl stehen den Jugendlichen an den Schulen auch immer wieder Berufsberater und Berufsberaterinnen der Agentur für Arbeit zur Seite. „Wer ein umfassendes, individuelles Beratungsgespräch sucht, kann sich auf der Website der Bundesagentur für Arbeit online zur kostenlosen Berufsberatung anmelden“, erklärt Ken Robin Völter. Wer seine Stärken, Interessen und Verhaltensweisen Eigenregie erkunden möchte, dem bietet sich beispielsweise das Erkundungstool Check-U an. Wichtig sei es dabei durchweg, mit sich selbst ehrlich zu sein, betont Berufsberater Völter, nur so könne man vom Test-Ergebnis profitieren. Mit dem Wissen um die eigenen Möglichkeiten und Grenzen kann schließlich eine sinnvolle erste Auswahl unter den Berufen erfolgen, beispielsweise unter Berufe.net, wo sich dann auch alle wichtigen Informationen rund um Ausbildung und Praxisalltag finden. Ist die Vorbereitung noch so gut, ganz gefeit davor, dass sich mit der Zeit eine Berufs- oder Studienwahl als doch nicht passend herausstellt, ist man nicht. „Sich umorientieren ist legitim“, betont Frederic Keller, dürfe keinesfalls als Scheitern gesehen werden. Ken Robin Völter merkt an, kritisch sei es nur, wenn man sich für diese Entscheidung gar zu lange Zeit lasse.

INFO
www.mein-mutiger-weg.de
www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung
www.arbeitsagentur.de/bildung/studium