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Werbung in eigener Sache

Ob analog oder digital - die Bewerbung folgt der klassischen Bewerbungsmappe. Das heißt: wichtig bleibt nach wie vor, dass Bewerber und Bewerberinnen ihre Motivation herausstellen und dass die Unterlagen fehlerfrei sind. Dafür sollte man Zeit und Mühe investieren.

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Vorstellungsgespräche können auch online absolviert werden. Foto: YURII Seleznov - stock.adobe.com

Die Bewerbungsmappe, egal ob per Post oder per E-Mail verschickt, ist so etwas wie die Eintrittskarte oder eine erste Arbeitsprobe. Digitale Bewerbungen sind inzwischen Standard. Die Bewerbung sollte nur schriftlich eingereicht werden, wenn ausdrücklich danach gefragt wird. Konzerne wie die Deutsche Bahn oder Henkel setzen sogar auf „Slim Recruiting“. Das heißt: Die Bewerbung bleibt so unkompliziert wie möglich. Lebenslauf und Zeugnisse hochladen, fertig. Wie motiviert jemand ist, wird bei einem persönlichen Gespräch bemessen.

Die Motivation herausstellen

Ein Klick und die Bewerbung ist raus. Foto: oatawa - stock.adobe.com
Ein Klick und die Bewerbung ist raus. Foto: oatawa - stock.adobe.com

Die meisten Firmen halten aber an der klassischen Variante fest. Je nach Branche kommt also ein Motivationsschreiben oder ein Bewerbungsvideo in Frage. Egal wie die Bewerbung auf den Weg geschickt wird – grundsätzlich kommt es darauf an, eine Variante zu finden, über die herüberkommt, warum ein Unternehmen infrage kommt. Es ist ganz wichtig ist, dass Jugendliche ihre Motivation herausstellen, also begründen, warum sie bei dem gewählten Unternehmen anfangen, beziehungsweise den gewünschten Beruf erlernen wollen. Dafür sollte man Zeit und Mühe investieren, weil es für den ersten Eindruck keine zweite Chance gibt.

Bewerben per Smartphone

Flapsige Anschreiben sind tabu – das gilt auch für Videobewerbungen oder Selfies, die vor allem bei kreativen Berufen oder in der Medienbranche erwünscht sind. Bei Videos sollte man sich an Vorgaben halten und die gewünschte Sekunden- oder Minutenzahl einhalten. Ein Trend ist die sogenannte One-Klick-Bewerbung – hier kann sich jeder sogar von unterwegs per Smartphone supereinfach bewerben. Das dauert maximal fünf Minuten. Die Daten werden automatisch aus dem bei Xing oder LinkedIn hinterlegten Profil an den Wunsch-Arbeitgeber übertragen. Worauf man hier unbedingt achten sollte: Der Steckbrief, also die persönlichen Daten und die bisherigen Karriereschritte (Schulbildung und Praktika), sollten lückenlos und auf dem aktuellen Stand sein.

Lebenslauf anpassen

Bei großen Unternehmen lesen immer häufiger Computer den Lebenslauf eines Bewerbers. Spezielle Algorithmen durchforsten die Unterlagen gezielt nach Keywords – nach Begriffen, die das Unternehmen als relevant vorgegeben hat und die sich genau auf die zu besetzende Stelle beziehen. Deshalb sollte wie das Anschreiben auch der Lebenslauf jeweils an die ausgeschriebene Stelle angepasst werden. Private Interessen oder Aktivitäten sollten genannt werden, wenn sie einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle haben. Mit der Fähigkeit ein Instrument spielen zu können, lässt sich zum Beispiel bei kreativen Jobs punkten. Mannschaftssport vermittelt Teamfähigkeit. Wer soziales oder ehrenamtliches Engagement zu bieten hat, sollte dies unbedingt anführen, denn das kommt immer gut an. Das Wort Bewerbung impliziert schon um was es geht: Werbung in eigener Sache zu machen.

Check vor dem Versand

Vor dem Abschicken sollten Bewerber und Bewerberinnen prüfen, was im Netz über einen selbst zu finden ist. Dazu gehört auch das Checken der eigenen Social-Media-Profile. Die eigene Online-Präsenz lässt sich aber auch geschickt und kreativ als Chance nutzen, um positiv aufzufallen. Beispielsweise mit einem eigenen Youtube-Kanal, Hinweisen auf ehrenamtliches Engagement oder die Mitgliedschaft in einer sozialen Organisation. Und natürlich müssen die Bewerbungsunterlagen fehlerfrei und korrekt sein. Gut ist es, die Unterlagen gegenlesen zu lassen.

Das Bewerbungsvideo

In manchen Branchen ist ein Bewerbungsvideo gewünscht. Das braucht zunächst ein Drehbuch. Und ähnlich wie beim Motivationsschreiben stellt man sich zuallererst vor, sagt, wofür man sich bewirbt und warum man für das Unternehmen arbeiten will. Man kann seine Stärken nennen und diese möglichst untermauern, zum Beispiel mit dem Hobby, bei dem man sich engagiert. Wenn keine Vorgaben über die Länge des Videos gemacht werden, sollte es zwei bis drei Minuten dauern. Dann sollte man sich bei der Aufnahme ins rechte Licht setzen, also so, dass man gut im Bild zu sehen ist, und Schatten vermeiden. Der Hintergrund sollte unauffällig sein und nichts Peinliches zeigen, zum Beispiel Plakate oder Party-Schnappschüsse mit Freunden. Ganz wichtig ist auch der rechte Ton. Man sollte Hintergrundgeräusche vermeiden, zum Beispiel das Fenster zu schließen, um Straßenlärm oder auch Vogelgezwitscher draußen zu lassen. Und man sollte ungestört sein, also der Familie Bescheid sagen. Am wichtigsten: Verständlich, laut genug und frei sprechen. So sollte der Clip gelingen. dpa