Zeige, wer du bist!
Sowohl in den Bewerbungsunterlagen, als auch beim Vorstellungsgespräch ist es wichtig zu zeigen, wer du bist. Lass etwas von deiner Persönlichkeit einfließen.
Zu den Bewerbungsunterlagen gehören deine Zeugnisse auf jeden Fall dazu – nicht nur das aus der Schule, sondern auch von Praktika, eventuell von einer früheren Ausbildung, aber auch Nachweise über Jobs, ehrenamtliche oder andere interessante Tätigkeiten. Hast du zum Beispiel in einem Ferienlager mitgeholfen oder sogar andere angeleitet, dann halte mit diesen Erfahrungen nicht hinterm Berg.
Im Vorstellungsgespräch können auch deine Hobbys und Interessen zur Sprache kommen, vor allem, wenn sie für den künftigen Job relevant sind.
Spielst Du in einer Mannschaft oder wirkst in einer mit, kannst du dich als teamfähig darstellen, betreibst du Wettkampfsport, kann das auch Beleg für Zielstrebigkeit und Ehrgeiz sein. Aber Vorsicht: Dein Freizeitengagement darf natürlich nicht die künftige Arbeit beeinträchtigen.
Check die Fakten!
Deine Bewerbungsunterlagen sind gut angekommen und du erhältst eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Jetzt bist du wahrscheinlich ziemlich aufgeregt, das ist normal. Was dir jetzt Sicherheit bietet, ist eine gute Vorbereitung.
Informier dich über deinen künftigen Arbeitgeber!
Fast jede Firma hat eine Homepage. Dort findest du jede Menge wichtige Fakten, etwa, was in der Firma gemacht wird, über Größe, Unternehmenswerte und Ziele. Wenn dein Gegenüber im Gespräch merkt, dass du dich im Vorfeld schlau gemacht hast, ist das ein riesengroßer Bonus.
Mach einen guten Eindruck!
Beim persönlichen Vorstellungsgespräch solltest du ein paar Regeln einhalten, um einen wirklich guten Eindruck zu hinterlassen: Komm etwas früher, um in Ruhe ankommen zu können, denn wer gehetzt ist, kann das kaum verbergen. Und wenn es doch mit der Pünktlichkeit nicht klappt, weil die Bahn verspätet war oder der Fahrradreifen geplatzt ist, solltest du auf jeden Fall anrufen und Bescheid geben. Bei der Begrüßung sollte man als Bewerber oder Bewerberin wissen, mit wem es zu tun hat. Also informier dich vorher über Namen und Position deiner Gesprächspartner und Gesprächspartnerinnen. Wird der oder die Namen nicht mitgeteilt, dann solltest du danach fragen, um dich vorbereiten zu können.
Ein guter Einstieg ist wichtig. Übe ruhig schon vorher „Guten Tag“ - mit oder ohne Hände schütteln. Und „Vielen Dank für die Einladung“.
Setz Dich erst, wenn Du dazu aufgefordert wurdest. Noch ein Tipp: Wenn du freie Platzwahl hast, dann suche den Platz so aus, dass du die Lichtquelle im Hintergrund hast, also zum Beispiel mit dem Rücken zum Fenster. Ein heller Hintergrund lässt einen sympathischer und offener erscheinen. Ein Bewerbungsgespräch ist erst vorbei, wenn man außer Sichtweise ist. Mach also weder Freudensprünge noch lass den Kopf hängen. Geh aufrecht und lächelnd raus.
Frag ruhig!
Ehrliches Interesse zeigst du im Bewerbungsgespräch, wenn du Fragen stellst. Also trau dich! Sei es zwischendurch, wenn du etwas genauer wissen möchtest oder am Schluss. Meistens fragt dich dein Gesprächspartner am Ende ausdrücklich, ob du noch Fragen hast. Nutze die Möglichkeit.
Am besten überlegst du dir schon vorher drei, vier Fragen. Es kann etwas Allgemeines sein wie: „Was gefällt Ihnen am besten an Ihrem Job in diesem Unternehmen?“. Oder du fragst etwas Spezifisches zum Unternehmen, was dir in der Vorbereitung aufgefallen ist.
DON'TS - SO BITTE NICHT!
Unaufmerksam sein
Als angehender Azubi oder wenn du nach dem Studium die erste Stelle antrittst, kann es sein, dass du im Vorstellungsgespräch Nervosität zeigst und aufgeregt bist. Da sind Personaler bei Anfängern normalerweise nachgiebig. Aber was nicht geht, ist unaufmerksam zu sein und nicht richtig zuzuhören. Zum Beispiel bekommst du im Lauf des Gesprächs vielleicht etwas über das Unternehmen erzählt, dass du dank guter Vorbereitung schon weißt. Dann gilt es aber nicht gelangweilt zusammen zu sacken, sondern interessiert zuzuhören. Sein Gegenüber anschauen, lächeln und nicken - das kommt in Bewerbungsgesprächen gut an. Und das kann am Ende entscheidend sein. Das gilt übrigens auch für den Videochat am Computer.
Verschlossen sein
Glaubt man vielen Ratgebern zu Bewerbungsgesprächen, dann schauen Personalfachkräfte auf die „richtige“ Körpersprache. „Nicht die Arme verschränken“, „nicht auf den Boden schauen“ usw.. Es stimmt zum Teil, dass die Körpersprache die Persönlichkeit widerspiegelt, aber sich fürs Bewerbungsgespräch bestimmte Dinge an- oder abzutrainieren klappt wahrscheinlich nicht. Das wirkt dann verstellt. Aber versuchen, offen zu sein, Blickkontakt zu suchen sowie ehrlich und authentisch zu antworten und sich nicht jede Antwort aus der Nase ziehen zu lassen - das kommt an. Das Gesamtbild zählt und oftmals ist die Eignung weniger wichtig als das Gefallen. Schließlich will man als angehender Azubi oder Berufsanfänger ja lernen und sich entwickeln.
Unvorbereitet sein
Ahnungslos ins Bewerbungsgespräch zu spazieren, ist ein No-Go. Deine Gesprächspartner wollen Gründe für deine Bewerbung hören, meistens testen sie Wissen über das Unternehmen und sie stellen gewisse Fragen. Zum Beispiel nach deinen Stärken und Schwächen. Natürlich ist es keine gute Idee, den perfekten Kandidaten vorzuspielen, genauso wenig wie „Sich-selberschlecht-machen“. Mit der Frage nach Stärken und Schwächen wollen Personaler herausfinden, wie selbstreflektiert du bist. Wichtig ist deshalb, die Frage ehrlich und authentisch zu beantworten. Stärken sollte man belegen können. Wenn Du zum Beispiel Handball spielst, kannst du dich als teamfähig darstellen. Auch bei den Schwächen ist Offenheit gefragt. Da ist es aber immer gut, zu erwähnen, dass man daran arbeitet. Auch eine häufig gestellte Frage: Warum wollen Sie ausgerechnet bei uns arbeiten? Mach dir hierüber vorab Gedanken. Denn bei der Frage geht es vor allem um eines: deine Motivation - und wie glaubwürdig du diese vermittelst.
Unhöflich sein
Ein Vorstellungsgespräch hat gewöhnlich so seine Rituale. Wenn Du ein Getränk angeboten bekommst, solltest Du es annehmen. Aber keine allzu außergewöhnlichen Wünsche äußern. Das kommt nicht gut an. Also lieber keinen Latte Macchiato mit Hafermilch bestellen. Die Klassiker sind Kaffee und Wasser. Das Getränk sollte bis zum Ende des Gesprächs dann auch konsumiert sein. Die Hälfte stehen zu lassen, ist unhöflich.