Cremeweiß oder Ivory: Solche Farben sind in diesem Jahr im modern bestückten Garten zu sehen, wenn es nach dem Verband der Deutschen Möbelindustrie geht. Der sieht solche hellen Töne bei Polsterbezügen für Gartenmöbel im Trend - ebenso wie eine markante Blockstreifen-Optik in maritimen Blau-Weiß.
Überhaupt: Streifen. Auch laut dem Magazin „Schöner Wohnen“ sind die jetzt angesagt im Garten und kommen als breite, vertikale Cabana-Streifen auf Sonnenschirmen, Poolliegen, Handtüchern und Sitzkissen nach draußen. Außerdem farblich im Trend: erdiges Braun und Terrakotta-Orange. „Der Retrotrend sprießt 2026 in allen nur möglichen Seventies-Farben auf unseren Terrassen und Balkonen und in unseren Gärten“, schreibt das Magazin.
Fliesen für den Tisch
Aus früheren Jahrzehnten dürfte auch der Fliesentisch bekannt sein, wie er vielleicht im Wohnzimmer der Großeltern stand. Jetzt ziehen Beistelltische oder Konsolen mit gefliester Oberfläche in die Gärten. „Sie wirken reduziert, fast skulptural, und bringen eine subtile Strenge mit sich“, schreibt „Schöner Wohnen“. Das sei „ein toller Kontrast vor allem für wilde Gärten und Balkone“.
Wer keine Fliesen mag, aber dennoch etwas Neues sucht: Laut dem Verband der Deutschen Möbelindustrie liegen runde Gartentische mit einem eleganten Säulenfuß aus beschichtetem Aluminium“ im Trend. Angesagt sind demnach auch gepolsterte Stühlen auf zierlichen Gestellen. Luftige Seilgeflechte aus wetterfesten Fasern für die Arm- und Rückenlehnen sorgen für „ein angenehmes Urlaubsflair“. dpa
Beim Hausbau durch kompakte Planung sparen
Wer bauen will, für den ist die Platzfrage entscheidend. Wie man aus der vorhanden Fläche viel herausholen kann.
Wie will ich wohnen? Das ist die entscheidende Frage. Denn: „Wer das weiß, kann sein Haus effizient planen oder sanieren - und dabei Kosten sowie Energie sparen“, so Sandra Queißer, die das Berliner Regionalbüro des Verbandes Privater Bauherren (VPB) leitet. Zunächst kann es helfen, sich über die künftige Nutzung und die persönlichen Prioritäten genauer Gedanken zu machen. Queißer rät, sich etwa zu fragen: Ist ein Gästezimmer oder ein Hobbyraum wirklich nötig? Oder steht der Raum die meiste Zeit dann vermutlich leer? Übrigens: Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von Suffizienz. Dabei geht es darum, sich auf das Notwendige zu konzentrieren - also Gewohnheiten zu hinterfragen und so im Sinne der Nachhaltigkeit durch eine entsprechend angepasste Größe weniger Ressourcen zu verbrauchen.
Form, Höhe und Größe des Hauses festlegen
Wer die Grundfläche seines Hauses kompakt plant, kann den Verbrauch von Baumaterial reduzieren. Zudem kann sich dies später positiv auf den eigenen Energieverbrauch auswirken. Denn es braucht beispielsweise mehr Energie, große Räume mit hohen Decken zu heizen als kleine Zimmer. „Ein Haus mit quadratischer Grundfläche ist flexibler als ein L-förmiges“, so Queißer, denn es lasse eine größere Freiheit beim Schnitt der Zimmer zu.
Ein Klassiker ist der Bungalow. Hier liegen alle Wohnbereiche auf einer Ebene - Vorteile: Man braucht keine Treppe und kein Treppenhaus, außerdem erleichtert das den Alltag, insbesondere für Familien mit kleinen Kindern, Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie ältere Bewohner. Barrierefreiheit ist von Anfang an gegeben und muss nicht, wie in mehrgeschossigen Häusern, bei Bedarf umgesetzt werden, schreibt der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Allerdings muss dafür die Grundstücksfläche entsprechend groß sein.
Dann geht es darum, die vorhandene Grundfläche des Hauses schlau zu nutzen. Durch eine intelligente Raumaufteilung kann man auch aus wenig Quadratmetern viel herausholen. Sandra Queißer nennt ein Beispiel: Wer einen offenen Küchen-Ess-Wohnbereich wählt, kann man sich einen Flur als Laufweg zwischen den Räumen sparen. Wichtig bei der Planung: Nicht nur an die aktuelle Situation zu denken. Die Bedürfnisse können sich verändern. Idealerweise lässt sich der Grundriss anpassen - und funktioniert so auch noch später, wenn sich die Lebensumstände ändern. „Sind die Räume eher quadratisch und ähnlich groß, kann man sie besser auf unterschiedliche Art nutzen“, etwa als Kinder-, Arbeits- oder Wohnzimmer, rät Queißer.
Ihr Tipp: Damit man später mit einer Trennwand einen Raum in zwei Zimmer teilen kann, sollte man genügend Elektroanschlüsse, Belichtung und Belüftung für beide Räume einplanen. Reicht der Platz im Haus nicht mehr aus, kann man anbauen, erweitern oder aufstocken. Durch modulare Bauelemente kann die Wohnfläche laut BDF erweitert werden, ohne dass das Wohnen im Haus stark beeinträchtigt wird. dpa