Der Neckar spielt in Stuttgart eine eher stiefmütterliche Rolle. Zwar gibt es immer wieder Pläne für mehr Aufenthaltsqualität am Fluss, doch bisher ist nicht allzu viel passiert. Allein die NeckarPersonenschifffahrt zeigt seit 70 Jahren, dass der Neckar mehr ist als nur ein Transportweg für die Schifffahrt. Umso mehr freut es das Team vom Neckar-Käpt'n, dass im Jubiläumsjahr ein längst verloren geglaubtes Schiff wiedergefunden wurde.
Die Geschichte klingt verrückt und beginnt mit einem Bericht in der Stuttgarter Zeitung anlässlich des 70-Jahr-Jubiläums der Neckar-Personen-Schifffahrt Berta Epple, auch als Neckar-Käpt'n bekannt. Ein altes Foto im Artikel zeigte die Jungfernfahrt der "MS Dorothea Epple". Das allererste Schiff der Flotte von Berta Epple war am 7. März 1957 feierlich von Yvonne Klett, der Frau des damaligen Stuttgarter Oberbürgermeisters Arnulf Klett, auf den Namen Dorothea Epple, der Mutter von Karl Epple, getauft worden.
Beim genaueren Betrachten der historischen Aufnahme stellte Neckar-Käpt'n-Inhaber Jens Caspar plötzlich fest, dass die "MS Dorothea Epple“ als "MS Neckar Fee“ in seiner Flotte fährt, seitdem das Schiff 2022 bei der Personenschifffahrt Stumpf in Heilbronn gekauft worden war. Es war ein Gefühl, als ob wir eine verlorene Tochter wieder gefunden haben“, sagt der Pressesprecher Heiko Volz. Zumal man vor Jahren vergebens versucht habe, die "MS Berta Epple", Baujahr 1958, zurückzukaufen, die als "Le Signac“ auf der Seine fährt.
Aktuell liegt die "MS Neckar Fee“ alias "MS Dorothea Epple“ in der Werft. Im Zuge der Arbeiten wird das Schiff wieder seinen ursprünglichen Namen erhalten. Es soll künftig am Anleger der wunderschönen Altstadt von Bad Wimpfen für 4-Burgen-Touren und mehr eingesetzt werden. Wenn es nach dem Schifffahrtsbetrieb geht, am liebsten noch im Jubiläumsjahr 2026.
eha