Freunde und Bekannte auf ein Schwätzchen bei einem Glas Wein treffen, gemütlich bei Zwiebelkuchen oder dem inzwischen legendären Winzerbraten zusammensitzen: Beim Erdmannhäuser Weindorf kann man am Freitag, 4. Oktober und Samstag, 5. Oktober jeweils ab 17 Uhr Feschtlesluft schnuppern, die Weine regionaler Winzer probieren und schwäbische Spezialitäten schlemmen. Organisiert wird das Erdmannhäuser Weindorf vom Förderverein des GSV Erdmannhausen. Vorsitzender Matthias Rogel und sein Team setzen auch bei der 13. Auflage auf die Mischung aus Bewährtem und Neuen: „Wir lassen uns immer etwas Neues einfallen, gleichzeitig gibt es einige Dinge, die so beliebt sind, dass wir sie nicht weglassen können!“ Neu ist in diesem Jahr unter anderem zudem, dass es am Freitag eine heiße Kartoffelsuppe gibt - wahlweise mit oder ohne Würstchen.
Sieben regionale Weingüter schenken aus
Zum ersten Mal beim Erdmannhäuser Weindorf dabei ist das Weingut Kleinle aus Poppenweiler, dazu kommen sechs weitere lokale Wengerter: das Wein Gut Schütz aus Höpfigheim, die Weingärtner Marbach, die Bottwartaler Winzer, die Weingärtner Cleebronn-Güglingen und die Felsengartenkellerei aus Besigheim, und auch Weine aus den Fässern der Käsbergkeller Mundelsheim/ Lauffener Weingärtner werden ausgeschenkt.
Neben regionalen soll es auch italienische Weine geben: „Ich bin mit einem Weinhändler vom Gardasee im Gespräch, wenn alles klappt, bringt er auch Amarone, einen schweren Rotwein, mit“, verrät Matthias Rogel. Er ist stolz auf den guten Ruf des Erdmannhäuser Weindorfs:„Weinzähne wissen, dass es bei uns nur gute Tropfen gibt, inzwischen kommen auch viele Gäste von außerhalb nach Erdmannhausen!“
Überdachte Plätze in der Ortsmitte
Das gemütliche Weindorf im Ortskern, wo man inmitten der Weinstände sitzt, sei fast wie ein zweites Straßenfest: „Viele, die früher in Erdmannhausen gewohnt haben und weggezogen sind, nutzen das Weindorf, um einen Abstecher in die alte Heimat zu machen und alte Bekannte zu treffen“, berichtet der Organisator. Einzig das Wetter bereitet ihm ein wenig Sorge, doch die Erfahrung lehrt ihn, dass auch bei schlechtem Wetter viele den Weg in den Ortskern finden und einfach auf den überdachten Sitzplätzen enger zusammenrücken. „Außerdem gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, schmunzelt er.
Große Auswahl an Speisen
Für die Verpflegung ist wieder der GSV-Förderverein zuständig, auf der Karten stehen Vesper wie Salzund Zwiebelkuchen, Griebenschmalzbrote, Käsewürfel und der begehrte „Von allem Ebbes“-Teller, die gemischten schwäbischen Häppchen sind der Renner auf dem Weindorf. Am Freitag gibt es neben der Kartoffelsuppe auch wieder Schupfnudeln. „Die Bubaspitzle sind im vergangenen Jahr so gut angekommen, die müssten wir einfach noch mal machen“, sagt Rogel. Auch der Kaffee- und Crêpe-Stand in einer dreirädrigen Ape ist wieder vor Ort. Weil die Crêpes im vergangenen Jahr reißenden Absatz fanden, gibt es einen zweiten Stand, der die feinen Pfannkuchen anbietet. Auch die Erdmannhäuser Firmen Huober Brezel und Bio Gourmet machen mit ihrem Oldtimer-Bus Station in die Ortsmitte und verkaufen dort ihre Leckereien.
Livemusik am Freitag mit DJ Kaba
„Die Mittelstraße wurde letztes Jahr zu Tanzfläche, das Bild werde ich nicht vergessen“, erinnert sich Rogel. Deshalb hat er DJ Kaba, der in Erdmannhausen wohnt und sonst im Aspacher Sonnenhof für Stimmung sorgt, wieder engagiert. „Der Freitag ist eher für die Jüngeren, da machen wir ein bissen Party“, sagt Rogel. „Am Samstag ist s ruhiger, da kann man besser schwätzen.“ Übrigens: Auf dem Erdmannhäuser Weindorf kann man nicht nur ratschen, Freunde treffen und genießen, man tut auch etwas Gutes: Die Einnahmen kommen den Jugendabteilungen des GSV Erdmannhausen zugute.