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Stuttgart lokal

Sanierungen schreiten voran

In Steinhaldenfeld geht es voran: Die Turn- und Versammlungshalle soll im Februar fertig sein, die Sanierung der Helene-Schoettle-Schule dauert noch bis Sommer 2027.

Sanierungen schreiten voran

Die Helene-Schoettle-Schule ist mit einem Gerüst eingekleidet. Foto: Martina Fürstenberger

Mehrere große Sanierungsvorhaben laufen aktuell im Stadtteil Steinhaldenfeld. Am weitesten fortgeschritten ist die Turn- und Versammlungshalle. Seit Anfang 2025 wird das Gebäude kernsaniert. Einen guten Teil machen die energetischen Modernisierungen und die Erneuerung der Gebäudetechnik aus. An der Fassade sind Photovoltaikpaneele geplant, die dann zusammen mit der PV-Anlage auf dem Dach einen Überschuss an regenerativem Strom erzeugen sollen. Bereits 2022 hat die EnBW Fernwärmeleitungen in der Schmollerstraße verlegt.

Für den Veranstaltungsbetrieb wird die Küche erweitert und eine Lüftungsanlage eingebaut. Durch die Neuorganisation der Nebenräume entsteht ein großzügiges, barrierefreies Foyer mit Aufzug und Rampe. Das ist vor allem für die Helene-Schoettle-Schule wichtig. Nach der Fertigstellung sollen auch die Außenflächen überarbeitet werden.

Laut Auskunft der Stadt Stuttgart ist der Anbau für die Umkleide, Nebenräume und Foyer bereits fertig, die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen. In Kürze beginnen die Arbeiten an der Fassade, das Gerüst steht bereits. Auch das Dach wird abgedichtet. Parallel laufen die Installationsarbeiten der elektrotechnischen Gewerke. Verzögerungen haben sich aufgrund der Insolvenz eines Schlüsselgewerks (Fensterbau) und der erforderlichen Neubeauftragung ergeben. „Die Fertigstellung ist nun für Februar 2027 geplant“, so Oliver Hillinger von der Pressestelle. „Das Projekt liegt derzeit im vorgesehenen Kostenrahmen.“ 11,6 Millionen Euro sind insgesamt veranschlagt.

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Der TSV Steinhaldenfeld hat die Zeit ohne Halle bisher gut überbrückt. So konnten die Turngruppen in die Sporthallen in Neugereut ausweichen, auch Räume der Kirchengemeinden und das ökumenische Zentrum werden genutzt. „Die Tischtennis-Abteilung hat mit dem Ausweichquartier in der Eichendorffschule den weitesten Weg“, berichtet Simon Honegg, der Leiter der Turnabteilung. Andere Abteilungen spielen immer schon in größeren Hallen oder im Sommer natürlich auch auf dem Sportplatz. Im Winter fanden einige Kurse auch in der Traglufthalle statt. Trotzdem ist die Vorfreude auf die neue Halle natürlich groß.

Unternehmen aus der Region

Auf dem Asphaltplatz neben der Turnhalle sind derzeit in Containerbauten mehrere Klassen und die Verwaltung der Helene-Schoettle-Schule untergebracht. Denn auch diese war in einem schlechten Zustand und wird aktuell für rund 13,5 Millionen Euro generalsaniert. Dabei wird die Schule um vier Differenzierungsräume, Toiletten sowie zusätzliche Lagerräume erweitert.

Rohbauarbeiten sind abgeschlossen

Auch hier informiert die Stadt: „Die Generalsanierung des Hauptbaus der Helene-Schoettle-Schule schreitet voran. Die Abbruch- und Erweiterungsmaßnahmen, wie beispielsweise der Anbau eines Aufzugs, sind zusammen mit den Rohbauarbeiten abgeschlossen.“ Mit der Fertigstellung von Dach- und Fensterflächen sei die Außenhülle nun vollständig geschlossen, sodass parallel zu den abschließenden Fassadenarbeiten der Innenausbau mit den Rohinstallationen der Haustechnik beginnen könne. „Im Anschluss folgen die Ausbaugewerke, gefolgt von der Fertigstellung der Außenanlagen.“ Geringfügige Verzögerungen gab es, da nach dem Freilegen der Gesamttragkonstruktion klar wurde, dass zusätzliche statische Ertüchtigungen sowie Arbeiten zur Betoninstandsetzung notwendig waren. „Die Fertigstellung ist für den Sommer 2027 geplant. Das Projekt liegt derzeit im vorgesehenen Kostenrahmen.“ Auch für die Helene-Schoettle-Schule ist eine PV-Anlage geplant.

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Ein Schulbetrieb ist auf der Baustelle in der Kolpingstraße derzeit nicht möglich. Deshalb sind fünf Klassen der Hauptstufe und die Verwaltung in ein Interimsgebäude aus Containern neben der Turn- und Versammlungshalle gezogen. Einige Klassen waren bereits vorher schon aus Raumnot ins Ferienwaldheim Steinhaldenfeld ausgelagert. Die Grundstufe mit fünf Klassen ist aktuell im neuen Bildungshaus am Neckar in Bad Cannstatt untergebracht. „Die Räume dort sind toll und es haben sich gute Kooperationen vor Ort entwickelt“, erzählt Konrektor Thomas Mörgenthaler. „Wir hoffen, dass wir dort dauerhaft bleiben können.“ Zunächst ist die Lösung für fünf Jahre vorgesehen. Grundsätzlich nehmen die Schülerzahlen bei den sonderpädagogischen Schulen zu, sodass die Raumnot ein längerfristiges Thema ist. Am Hauptstandort in der Kolpingstraße sind auch die Nebengebäude sanierungsbedürftig - ob und wie hier investiert wird, ist allerdings noch in der Planungsphase.

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Großes Neubauvorhaben

Eine größere Baumaßnahme bahnt sich im Bereich Steinhaldenfeld-/Zuckerberg-/Falchstraße an. Dort will die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) bestehende Gebäude abreißen lassen und neu bauen. Dadurch soll deutlich mehr Wohnraum entstehen, geplant sind rund 300 bis 345 Wohnungen. Im vorigen Jahr wurde dafür ein Wettbewerb ausgelobt. „Derzeit arbeitet die Stadt gemeinsam mit der BIMA daran, das Wettbewerbsergebnis vom 19. September 2025 weiter auszuarbeiten“, informiert die Pressestelle der Stadt. Für eine Neubebauung braucht es allerdings einen neuen Bebauungsplan. Am 10. Juni soll der Bezirksbeirat Bad Cannstatt darüber beraten. Anschließend geht es in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik. Martina Fürstenberger


Ferienwaldheim sucht Ehrenamtliche

Die Turnund Versammlungshalle in Steinhaldenfeld nimmt Form an. Foto: Martina Fürstenberger
Die Turnund Versammlungshalle in Steinhaldenfeld nimmt Form an. Foto: Martina Fürstenberger

Bereits seit diesem März können Eltern ihre Kinder für das Ferienwaldheim anmelden. Der erste Abschnitt dauert in diesem Jahr vom 10. bis zum 22. August, der zweite Teil vom 24. August bis zum 5. September. Aktuell werden noch Betreuer und Küchenhelfer gesucht. Für die Ausbildung zum Betreuer oder zur Betreuerin sollte man mindestens 15 Jahre alt sein, ab 16 Jahren darf man eine eigene Gruppe leiten. Eltern, Rentner/-innen oder andere Interessierte können im Küchenteam mitarbeiten und erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung.

Jedes Jahr in den Sommerferien stürmen ungefähr 250 Jungs und Mädels das evangelische Ferienwaldheim Steinhaldenfeld. Gemeinsame Ausflüge und spannende Abenteuer stehen auf dem Programm. Der Preis für zwei Wochen liegt bei regulär 240 Euro, mit Familiencard 192 Euro. Bonuscard-Kinder müssen keinen Beitrag zahlen. fb

https://fwh-steinhaldenfeld.de/