Eine schwarz-weiß gescheckte Kuh, ein braunes Pferd und ein graues Nashorn sind die neuen Lieblinge der Kinder in der Stadtteilbibliothek Freiberg. Die tierischen Hocker sind viel mehr als reine Sitzgelegenheiten. „Einmal standen abends alle im Häuschen drin, wie in einem Stall“, erzählt Julia Wilhelm, die die Bücherei im Kaufpark Freiberg gemeinsam mit Hannah Dworschak leitet. Seit Jahrzehnten ist die Stadtteilbibliothek im Kaufpark Freiberg ein beliebter Treffpunkt für Familien und Menschen jeden Alters. Mit rund 25 000 Medien, die über drei helle und großzügige Ebenen verteilt sind, bietet sie ein vielfältiges Spektrum an aktuellen Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, Spielen, Filmen und Musik-CDs für alle Altersgruppen. Bei einer Tasse Kaffee oder Tee kann im kleinen Lesecafé mit Blick ins Grüne geschmökert werden. Tischgruppen laden zum Verweilen, Spielen oder Lesen ein, und seit März gibt es die neue Kinder- und Elternecke, einen inspirierenden Ort für das gemeinsame Lesen, Vorlesen und Spielen.
Lust aufs Lesen und Entdecken

Die Aufenthaltsqualität für Familien sei mit der Kinderund Elternecke deutlich erhöht worden, sagt Elke Brünle, stellvertretende Direktorin der Stadtbibliothek Stuttgart. „Dabei war es uns wichtig, eine Umgebung zu gestalten, die sowohl gemütlich als auch anregend ist.“ Der Raum spreche Kinder an, wecke ihre Neugierde, mache Lust aufs Lesen und aufs gemeinsame Entdecken. Und zudem sei gleich nebenan, ein Bücherregal mit Ratgeberliteratur für Eltern, erklärt Julia Wilhelm. „Da können sie in Ruhe stöbern und sind in Sichtweite ihrer Kinder.“
Die Kinder- und Familienecke war vorher die PC-Zone in der Stadtteilbibliothek. Wo Metallregale vorherrschten, ist jetzt Farbe eingezogen. Auf rund 40 Quadratmetern können kleine Bücherwürmer und Nachwuchsleseratten lesen, lachen und lernen. Es gibt eine Lümmelecke, weiße Bücherregale in Häuserform mit drei Lesekojen und ein offenes Haus, das eben auch mal als Stall für die Tiere dient. „Insgesamt haben wir 14 laufende Meter Bücherregale in diesem Bereich“, sagt Hannah Dworschak. Bestückt sind sie mit Bilderbüchern, Erstleseliteratur, Tonies – einem extra für Kinder entwickelten Tonabspielgerät in Würfelform mit einfacher Bedienung - und Kindersachbüchern. Die Wand trägt bunte Kreise, die Bilderbuchtröge und -träger sind in perfekter Kinderreichweite. Und während die kleine hölzerne Sitzgruppe mit Tisch schon von ein paar Generationen genutzt wurde, wurden zwei gemütliche Elternsessel neu angeschafft. Rund drei Monate hat der Umbau gedauert, und möglich wurde er mit Geld von der C.+G. Hausch-Stiftung. Die Stifter sind der Stuttgarter Carl Hausch und die gebürtige Pforzheimerin Gertrud Hausch, die in Leonberg unter dem Label „Royalty“ ein erfolgreiches Textilveredelungsunternehmen hatten, das Badetextilien herstellte, die international auf Modenschauen unter anderem in Mailand und Paris präsentiert wurden.
Jahrelang hatten sich die kinderlos gebliebenen Eheleute damit beschäftigt, wie sie ihr Vermögen einer sinnvollen Verwendung zuführen könnten. Sie waren sich einig, dass die Erträge des Erbes der Allgemeinheit zugutekommen sollten, und riefen eine gemeinnützige Stiftung ins Leben. 2001 verstarben beide innerhalb weniger Monate. Seitdem fördert die C.+G. Hausch-Stiftung, gemäß ihrem Stiftungszweck die medizinische Forschung im Bereich Pneumologie und die Allgemeinbildung, etwa durch „finanzielle Unterstützung bei Aufbau und Erhalt öffentlicher Bibliotheken“. Nicht erst seit dem Umbau habe die alteingesessene Stadtteilbibliothek eine totale Veränderung erfahren, sagt Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann. „Da steckt auch das neue Leitungsteam dahinter. Dank ihnen ist die Bibliothek ein bekannter Fixpunkt.“ Und Julia Wilhelm und Hannah Dworschak haben schon ein neues Projekt ins Auge gefasst. Ein Lesecafé im Freien. Ralf Bohlmann und der Bezirksbeirat unterstützen das Vorhaben und haben Geld für die Umsetzung beantragt.
Veranstaltungen im April und Mai
Freiberg
25. April, 13.30 bis 16.30 Uhr, Wir für Freiberg u.a., Nachbarschaftsfest mit PflanzenGemeinschaftsgarten am tauschbörse, Treffpunkt Wallerie 26. April, 18 Uhr, Kulturkreis Freiberg/ Mönchfeld, „Die Drahtzieherinnen“, Marionettentheater, Bürgerhaus Freiberg/Mönchfeld 7. Mai bis 10. Mai, 19 Uhr, Citizen.KANE.Kollektiv e. V., "70437 WOYZECK“, Audiowalk, U-Bahn Himmelsleiter 8. Mai, 14 bis 17 Uhr, HFK Kinder und Jugend, FunPark-Fun, kostenlose Spielstraße für Kinder, FunPark-Gelände
Evangelische Kirchengemeinde
10. Mai, 10 Uhr„,50 Jahre Michaelshaus - Jubiläumsgottesdienst, Evangelisches Michaelshaus 14. Mai, 10 Uhr, „Familiengottesdienst an Christi Himmelfahrt - Kirche Kunterbunt“, Jugendfarm Freiberg
Mönchfeld
Caritas Stuttgart
23. April, 15 Uhr, „Bingo“, gemeinsames Spielen, Haus St. Ulrich 7. Mai, 14.30 bis 16 Uhr Uhr, „Technik - Café“ mit Michael Wisst, Haus St. Ulrich 7. Mai, 15 Uhr, „Gemeinsames Singen“ mit Richard Floess, Haus St. Ulric 17. Mai, 15 Uhr, „Musik am Sonntag“ mit Ehepaar Trummer - Walzer im 3/4 - Takt, vierhändig gespielt“, Haus St. Ulrich 21. Mai, 15 Uhr, „Vögel in unserer Region“, Vortrag mit Bernd Hausdorf, Haus St. Ulrich Mönchfeld 3. Mai, 10 Uhr, Katholische Kirchengemeinde St. Johannes MV., Familiengottesdienst, katholische Kirche
Evangelische Kirchengemeinde
3. Mai, 9.30 bis 10.30 Uhr, „Sing-Gottesdienst“, evangelische Kirche 5. Mai, 19 Uhr„,Meditativ-musikalische Gottesdienste“, evangelische Kirche
Mühlhausen
Bezirksamt
28. April, 18.30 Uhr, Bezirksbeiratssitzung, Bezirksamt 19. Mai, 18.30 Uhr, Bezirksbeiratssitzung, Bezirksamt 30. April, 17 Uhr, Vereinigung Mühlhausener Vereine (VMV), Maibaumaufstellung, Festplatz
Verein für Schutzund Wachhunde
1. Mai, 8.30 Uhr, Turnierhundesport, Weidenbrunnen 139 9. Mai, 10. Mai, 8.30 Uhr, „Agility Turnier“, Weidenbrunnen 139 14. Mai, 11 bis 22 Uhr, Schloßgeister Mühlhausen „Vatertagshocketse“, Rigaer Straße
Hofen
Bühne
Ü14/2 25. April, 15 Uhr und 19.30 Uhr, „Shakespeare: Die lustigen Weiber von Windsor, Komödie, Katholisches Gemeindehaus St. Barbara 26. April, 15 Uhr, „Shakespeare: Die lustigen Weiber von Windsor“, Komödie, Katholisches Gemeindehaus St. Barbara. eha