
Der Max-Eyth-See ist das Wohnzimmer von Wolfgang Zwinz. Dem 66-jährigen Ortshistoriker, Fluss-und Gewässerguide aus Stuttgart-Hofen dient der 575 Meter lange und 345 Meter breite Stausee vor seiner Haustüre, der in diesem Juli 90 Jahre alt wird, aber nicht - wie vielen Stuttgartern für Erholung und Freizeit, sondern als Forschungsobjekt.
Am heutigen Donnerstag, 24. Juli, Beginn 19 Uhr, hält Wolfgang Zwinz einen Vortrag im Haus am See unter dem Motto „,90 Jahre Stausee Hofen - von der Kiesgrube zum Naherholungsgebiet“ und an diesem Sonntag, 27. Juli, nimmt er Interessierte mit auf einem Rund-gang um den Max-Eyth-See.
Einst eine Kiesgrube
Mehr als 100 historische Fotos vom See hat Wolfgang Zwinz in seinem Besitz, und eine der ältesten bekannten Aufnahmen des heutigen Geländes zeigt den Blick von den Mühlhäuser Weinbergen auf erste Kiesgruben, die um das Jahr 1930 vom Unternehmer Karl Epple angelegt wurden. Aus diesen Gruben entwickelte sich der Stausee Hofen, der am 24. Juli 1935 feierlich eingeweiht wurde und damals als Süddeutschlands modernste „Volkserholungsstätte“ galt. Wer tief in die Geschichte des Max-Eyth-Sees eintauchen will, kann das am Sonntag, 27. Juli, tun. Dann führt der Ortshistoriker und Gewässerguide Interessierte auf einen drei Kilometer langen barrierefreien Rundgang um den See.
→ Treffpunkt ist um 15 Uhr an der Stadtbahnhaltestelle Max-Eyth-See, die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro.
Anmeldungen per E-Mail an: wolfgang.zwinz@neckarguides.de.