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Vielfalt des Lebens auch bei Sterbebegleitung

Bunt in allen Bereichen: der Welthospiztag wird am 10. Oktober begangen. Dieses Jahr macht man auf Diversität aufmerksam.

Vielfalt des Lebens auch bei Sterbebegleitung

Menschenrechte, Respekt und Solidarität - das gilt auch für die Hospizarbeit, und zwar nicht nur am Welthospiztag. Foto: djd, Getty Images

Was ein Mensch braucht, wenn er stirbt, hat nichts damit zu tun, woher er kommt, was er glaubt oder wen er liebt. Seit den 1980er-Jahren setzt sich die Hospizbewegung dafür ein, schwerkranke und sterbende Menschen in dieser Phase zu unterstützen. Ihr Ansatz ist es, die Begleitung am Lebensende an die persönlichen Bedürfnisse jedes Einzelnen auszurichten, unabhängig von Biografie oder Lebensumständen. Vor diesem Hintergrund stellt der Deutsche Hospiz- und Palliativverband (DHPV) den Welthospiztag 2026 erneut unter das Thema Vielfalt“. Unter dem Motto „So bunt wie das Leben. Hospiz.“ lenkt er den Blick auf die unterschiedlichen Lebensgeschichten und Erfahrungen, die auch in der Hospizarbeit sichtbar werden. Susanne Kränzle, Vorsitzende des DHPV, formuliert es so: „Sterben ist ein Teil des Lebens, und die Vielfalt des Lebens spiegelt sich auch in der Hospizarbeit wider: in den Biografien und Erfahrungen der begleiteten Menschen ebenso wie in den Persönlichkeiten derer, die andere Menschen ehrenamtlich und hauptamtlich begleiten.“

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Unterschiede anerkennen und konstruktiv mit ihnen umgehen

Vielfalt, betont der DHPV, bedeutet nicht, Unterschiede einzuebnen. Vielmehr geht es darum, sie wahrzunehmen, auszuhalten und konstruktiv mit ihnen umzugehen. Haltung zu zeigen, nicht trotz der Unterschiede, sondern wegen ihnen. „Gefragt ist Mut zur Offenheit und eine klare Haltung – gerade in Zeiten, in denen Menschenrechte, Respekt und Solidarität zunehmend infrage gestellt werden“, so Kränzle. In der Praxis heißt das: hinschauen, wer in der Hospizarbeit und Palliativversorgung noch zu wenig vorkommt. Menschen mit internationaler Biografie, Menschen mit Behinderungen, queere Personen, Inhaftierte, Geflüchtete, Wohnungslose oder von Armut Betroffene sowie Angehörige nicht-christlicher Religionsgemeinschaften sind nach wie vor unterrepräsentiert. Dabei gilt für sie dasselbe wie für alle anderen: Sie erleben Krankheit, Abschied, Hoffnung, Angst und Trauer. Und sie haben – das ist der Kern der Botschaft – denselben Anspruch auf eine Begleitung, die ihre Lebensrealität mitdenkt.

Viele Angebote bundesweit am 10. Oktober

Der Welthospiztag wird jedes Jahr am zweiten Samstag im Oktober begangen, dieses Jahr am 10. Oktober. Bundesweit beteiligen sich Hospizdienste und -einrichtungen mit Infoständen, Tagen der offenen Tür, Filmaufführungen, Lesungen, Konzerten, Gottesdiensten und vielem mehr. Sie wollen so über die Möglichkeiten von Hospizarbeit und Palliativversorgung sowie das hospizliche Ehrenamt informieren. Aktionen in der Nähe sind über eine interaktive Deutschlandkarte unter www.dhpv.de zu finden. djd