Anzeige

Stuttgart lokal

Stiftungen: Gutes tun wollen. Und Gutes tun können.

Die BW-Bank gehört zu den besten Stiftungsmanagern in Deutschland, "Wir finden für jede Idee passende Lösung“ sagt Mirjam Schwink

Stiftungen: Gutes tun wollen. Und Gutes tun können.

Mirjam Schwink, Leiterin Stiftungsmanagement BW-Bank Foto: BW-Bank/John Haupt Fotografie

Viele bürgerschaftlich Engagierte setzen ihr Vermögen ein, damit es etwas Positives bewirkt. Das Mittel zum Zweck: die Stiftung. Die Funktionsweise ist einfach. Das Kapital der Stiftung wird eingesetzt, um Erträge zu erwirtschaften. Diese Erträge werden – minus Verwaltungskosten – für den jeweiligen Stiftungszweck eingesetzt. Je besser mit dem vorhandenen Vermögen gewirtschaftet wird, desto mehr Gutes kann getan werden. In Deutschland ist die Robert Bosch Stiftung die größte: Mit einem Eigenkapital von mehr als 5 Milliarden Euro fördert sie Projekte in Gesundheit, Bildung und globalen Fragen. 

Stiftungen mit Milliarden-Vermögen sind in Deutschland allerdings die absolute Ausnahme, es gibt nur eine Handvoll. Über ein Kapital von mehr als 1 Million Euro verfügen nur 17 Prozent, während mehr als ein gutes Drittel mit einem Stiftungsvermögen im fünfstelligen Bereich arbeitet. „In der Gründungsphase ist es daher wertvoll, gemeinsam zu überlegen, welches Stiftungsformat passt, um wirklich Sinnvolles zu leisten“, sagt Mirjam Schwink, Leiterin des Stiftungsmanagements der BW-Bank. 

Wer Gutes tun will, rät Expertin Schwink daher, müsse nicht unbedingt eine eigene Stiftung gründen. Häufig ist es sinnvoller, das Vermögen als sogenannte Zustiftung an eine bereits bestehende Stiftung mit sehr ähnlichen Zielen zu übertragen. Als Alternative schlägt Schwink die Gründung einer Treuhandstiftung vor. Dabei wird das Stifter-Vermögen treuhänderisch von einer rechtsfähigen Stiftung verwaltet. „Damit sinken die Verwaltungskosten“, sagt die Stiftungsmanagerin, „und mehr von den Erträgen kann für die Stiftungsziele verwendet werden.“ Überhaupt Erträge zu erwirtschaften, war in den vergangenen Jahren keineswegs selbstverständlich. Stiftungen sind traditionell risikoscheu und verlassen sich gern auf Rentenpapiere. Diese Tradition hat während der Null-Zins-Phase für Probleme gesorgt. Staatsanleihen, Bundesschatzbriefe und ähnlich sichere Papiere notierten dicht am Null-Prozent-Zins. „Ausreichende Erträge ließen sich so nicht erwirtschaften“, sagt Mirjam Schwink. 

Was die Stiftungsmanager der BW-Bank für eine Stiftung tun können, hängt immer von der Stiftung selbst ab. „Wir finden für jede Idee die passende Lösung“, sagt Mirjam Schwink. Mit dem „Bohren dicker Bretter“ vergleicht Mirjam Schwink ihre Aufgabe. Stiftungsmanagement ist langfristig, auf Jahrzehnte, angelegt. Es geht schließlich darum, mit dem verwalteten Geld möglichst viel und möglichst lange Gutes zu tun. Denn aufgelöst werden können die wenigsten Stiftungen: Sie sind angelegt für die Ewigkeit.