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Stuttgarter Philharmoniker: 100 Jahre Tradition und Innovation

Die „Große Reihe“ bietet Meisterwerke wie Beethovens 5. Sinfonie und Händels „Wassermusik“. In der Abo-Reihe „Terzett“ genießen Musikliebhaber Rachmaninoffs 2. Klavierkonzert.

Mit 18 Konzerten, aufgeteilt auf drei verschiedene Abonnementreihen, möchten die Stuttgarter Philharmoniker ihr Publikum zu spannenden musikalischen Entdeckungen verleiten. Zum 100. Geburtstag des Orchesters der Landeshauptstadt gibt es noch weitere Präsente.

Seit genau 100 Jahren gibt es die Stuttgarter Philharmoniker. Im neuen Saisonprogramm zum Jubiläum ist ebenso Platz für historische Genussmomente wie für neue Projekte, die ins Hier und Heute passen und in die Zukunft weisen. Als Orchester der Stadt gestalten sie drei spannende Abo-Reihen. Und sie sind als Kulturbotschafter der Stadt unterwegs - wie unlängst zum Beispiel in Amsterdam (Foto).
Seit genau 100 Jahren gibt es die Stuttgarter Philharmoniker. Im neuen Saisonprogramm zum Jubiläum ist ebenso Platz für historische Genussmomente wie für neue Projekte, die ins Hier und Heute passen und in die Zukunft weisen. Als Orchester der Stadt gestalten sie drei spannende Abo-Reihen. Und sie sind als Kulturbotschafter der Stadt unterwegs - wie unlängst zum Beispiel in Amsterdam (Foto).

Zu einem 100. Geburtstag darf man sich auch etwas Besonderes gönnen. Und gefeiert werden muss ein solcher Anlass natürlich! Keine Frage also, was die neue Saison der Stuttgarter Philharmoniker bestimmt, und klar ist auch, dass gemeinsam mit dem Publikum gefeiert wird. Denn die Philharmoniker sind das Orchester der Landeshauptstadt Stuttgart - das Orchester der Menschen, die hier wohnen.

Um die 20-er Jahre soll es, dem Anlass entsprechend, in der neuen Saison gehen - allerdings um die 20-er in vier Jahrhunderten. Und so stehen Lieblingswerke der Abonnenten aus dem 18., 19., 20. und 21. Jahrhundert auf dem Programm. Fulminant wird der Auftakt der „Großen Reihe“ am 5. Oktober mit Alexander Zemlinskys „Lyrischer Sinfonie“, Starbariton Thomas Hampson und der Sopranistin Johanna Winkel. Andrey Boreyko dirigiert diesen Abend, an dem auch Beethovens 5. Sinfonie musiziert wird. Die „Große Reihe“ bietet zahlreiche beliebte Meisterwerke: feierliche, wie die „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel, romantische, wie Felix Mendelssohn Bartholdys „Sommernachtstraum“ oder Franz Schuberts„Unvollendete“, klangfarbenprächtige, wie die Sinfonie Nr. 7 von Jean Sibelius, oder jazzige, wie George Gershwins „Concerto in F“.

Als kleine Uraufführungen erklingen wieder„Minutenstücke“ von Kompositionsstudenten aus Stuttgart und Freiburg. Eine große wird am 17. Mai das Akkordeonkonzert „Freiheit“ von Dobrinka Tabakova, gespielt von Ksenija Sidorova - ein Auftragswerk in Kooperation mit dem Bodenseefestival. Weitere Solistinnen und Solisten der „Großen Reihe“ sind unter anderem die Cellistin Raphaela Gromes, Trompeter Simon Höfele und Pianist A Bu.

Schon am 22. September beginnt die erste Veranstaltung der Abo-Reihe „Terzett“ mit Rachmaninoffs 2. Klavierkonzert und dem Solisten Alexander Malofeev. Diese Reihe ist mit ihren drei Terminen übrigens das perfekte Einstiegsformat, denn jedes Konzert wird moderiert, und es gibt Tipps zum Zuhören - so lassen sich in der Musik spannende Entdeckungen machen. Weitere Gäste in der Reihe„Terzett“ sind die Pianistin Lise de la Salle und der Violinist Linus Roth.

Nomen est omen, das gilt für die Reihe „Sextett“, deren Programme unter dem Motto „Feiern“ stehen. Gefeiert werden Ereignisse unterschiedlichster Art. Über ein Jahrhundert Filmmusik plaudert etwa am 11. März der Schauspieler Axel Prahl. Schwelgen kann das Publikum im Dezember beim „Symphonischen Ring“ von Richard Wagner in der Bearbeitung Friedmann Dresslers, im Februar„Glückliche Fahrt“ aufnehmen mit Mendelssohn Bartholdy und Griegs Klavierkonzert (Solist: Simon Trpčeski). Im November erklingen unter anderem Schostakowitschs 1. Violinkonzert (mit Anna Tifu) und Brahms' „Akademische Festouvertüre“ - zur Feier seines Ehrendoktortitels komponiert. Die Reihe „Sextett“ beginnt bereits am 11. Oktober mit einer Totenfeier: Verdis Requiem für den Dichter Alessandro Manzoni. Beim letzten Konzert im Mai feiert sich die Musik schließlich selbst: innig und stürmisch mit Mahlers 1. Sinfonie und Mozarts Klarinettenkonzert.

Ein runder Geburtstag ist auch die perfekte Gelegenheit, um nach vorn zu schauen. Und das machen die Stuttgarter Philharmoniker: mit neuen Projekten und Formaten, wie beispielsweise Konzerten in Kooperation mit dem Forum der Kulturen, der Bachakademie, der Stadtbibliothek, der Kulturgemeinschaft, der Südwestdeutschen Konzertdirektion Russ und dem Bix Jazzclub.

Die Beethoventage nehmen, zusammen mit dem Forum am Schlosspark Ludwigsburg, immer an den Tagen ab Himmelfahrt ab 2025 eine Tradition der Philharmoniker wieder auf - ein kleines, feines Festival. Und für Kinder und Familien erklingt im Dezember noch eine Uraufführung: „Pünktchen und Anton“nach Erich Kästner.
red


Eine weitere Jubilarin feiert 100. Geburtstag

JUBILÄUM. Zeitgleich und teilweise gemeinsam mit den Stuttgarter Philharmonikern feiert eine zweite Kulturinstitution den 100. Geburtstag: die Kulturgemeinschaft. Das Orchester der Landeshauptstadt Stuttgart und die Kulturvermittlerin verbindet eine langjährige Partnerschaft: Seit 1951 veranstalten sie gemeinsam Konzerte unter anderem das Neujahrskonzert in der Liederhalle und das Konzert am Vorabend des 1. Mai.

Lust und Laune wecken für Konzert und Theater, Kunst, Tanz und Literatur, das ist das Ziel der Kulturgemeinschaft. Dazu bietet sie rund 50 Abos quer durch alle Sparten, ein umfangreiches Angebot an Kunstführungen sowie Last-Minute-Tickets zum halben Preis. Abwechslungsreich ist auch das Jubiläumsprogramm: Gefeiert wird im Geburtstagsmonat über zwei Wochenenden hinweg vom 14. bis 21. September. Ein Höhepunkt ist dabei sicherlich die Lichtperformance von Laurenz Theinert, der die Außenfassade des Gewerkschaftshauses, in dem sich die Kulturgemeinschaft heute befindet, an beiden Samstagen zum Leuchten bringt.

Details zum Programm gibt es unter kulturgemeinschaft/100-Jahre.
red