Der Studieninformationstag an der Universität Stuttgart bietet Schülerinnen und Schülern einen informativen Einblick in die über 60 Bachelor Studiengänge und zeigt, dass Studieren auch durchaus viel mit Praxis zu tun hat. Mit 35 Vorträgen, 18 Workshops und Führungen sowie 13 reinen Online-Vorträgen wartet der Studieninformationstag auf. „Wir freuen uns sehr, dass wir ein so tolles Programm auf die Beine stellen konnten“, sagt Claudia Berardis von der Hochschulkommunikation und verweist auf das große Engagement aller Beteiligten, insbesondere auch der Studierendenvertretung Stuvus und den Fachgruppen. Zentraler Treffpunkt für alle Interessierten ist der Campus Vaihingen. Ab 9 Uhr starten die Vorträge zum Studienangebot an der Universität Stuttgart: Das Spektrum reicht dabei von Ingenieurwissenschaften über Naturwissenschaften bis hin zu Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprach- und Kulturwissenschaften. Um einen umfassenden Einblick in das jeweilige Studienfach zu bekommen, empfiehlt es sich, zuerst den Vortrag der präferierten Studienrichtung anzuhören und dann bei einem Workshop oder einer Führung mitzumachen.
Einen Besuch wert sind auf jeden Fall die Infostände der Studiengänge, die sich rund um die S-Bahn-Station in den Foyers der Gebäude Pfaffenwaldring 9, 7, 53 und 57 finden. Nicht zu vergessen: Pfaffenwaldring 47 mit der Zentralen Studienberatung, dem MINT-Kolleg, der School for Talents und der Studierendenvertretung. Für alle, die nicht vor Ort sein können, gibt es die Möglichkeit der Online-Teilnahme an den Studiengangs-Vorträgen.
Workshops sind der Renner
„Der Studieninformationstag im letzten Jahr hat gezeigt, dass die Führungen sehr gefragt sind und die Workshops unheimlich gut angenommen werden“, erzählt Claudia Berardis. Führungen gibt es in diesem Jahr beispielsweise durch die Institute und Labore der Chemie; bei der Elektrotechnik und Informationstechnik ist Anfassen erlaubt, und eine Campusrallye lädt ein, den Campus Stadtmitte zu erkunden. Eines der Highlights: Im Fach Kunstgeschichte kann man sich einer Museumstour anschließen und lernt dabei zugleich einen möglichen späteren Arbeitsplatz nach dem Studienabschluss kennen.
Unter den Workshops ist die Filmvorführung des Studiengangs Romanistik ein ganz neues Angebot. Zu sehen gibt es - im italienischen Original - „Io Capitano“. Bei den Ingenieurwissenschaften kann man beim Laserscanning den Weg von der Realität ins virtuelle Modell verfolgen, und bei den Sprach- und Kulturwissenschaften beispielsweise der Frage nachgehen: „Wie spricht eigentlich Meister Yoda?“ Damit sich die Schülerinnen und Schüler bei all der Informationsflut auch stärken können, werden zwei Foodtrucks und die Studierendenvertretung auf dem Campus Vaihingen für das leibliche Wohl sorgen.
Info speziell für Eltern
Ein überaus wichtiger Part des Studieninformationstages läutet um 18 Uhr dessen Abschluss ein:„Studienorientierung aus Elternsicht“ - der Onlinevortag speziell für Eltern von der Zentralen Studienberatung ist ein Angebot, das viele Eltern schätzen. Gut 100 Eltern haben im letzten Jahr diese Informationsmöglichkeit wahrgenommen, die es ihnen leichter macht, ihrem Nachwuchs mit dem einen oder andern Rat rund um das angestrebte Studium zur Seite zu stehen.
Mehr Infos zur Veranstaltung gibt es unter: www.uni-stuttgart.de/studieninfotag und auf der Veranstaltungs-App:. https://universitaet-stuttgart.lineupr.com/studieninfotag/
Von Julia Alber
Wie der Studienstart gelingt
Wer neu an seiner Uni ist, findet zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten.
Die ersten Wochen an einer Universität sind oft aufregend und anstrengend: neue Leute kennenlernen, sich auf dem Campus orientieren, erste Vorlesungen besuchen, den Studienort erkunden. Viele Hochschulen bieten deshalb Orientierungswochen für neue Studierende an auch Ersti-Wochen genannt.
Idealerweise macht man sich schon vor dem Start des Studiums mit seiner neuen Hochschule und dem Studienort vertraut, insbesondere, wenn man sein Studium in einer neuen Stadt beginnt. Denn in den ersten Semestertagen gibt es viel zu organisieren - da hält es enorm auf, wenn man die vielen neuen Abkürzungen nicht versteht oder erst herausfinden muss, wo sich welcher Hörsaal befindet.
Erste Anlaufstelle bei Fragen zum Campus, zum Studienfach und zum Ablauf des Studiums finden Studierende auf der Hochschulseite sowie bei der Allgemeinen oder Zentralen Studienberatung der jeweiligen Hochschule. Über die Fachschaft erhalten sie zudem von Mitstudierenden detaillierte Einblicke in das Fach- und zwar aus studentischer Perspektive. Professionelle Beratung, unabhängig von der Hochschule, gibt es beim Studierendenwerk - etwa zu Themen wie Wohnen, Studienfinanzierung, Studienplanung oder Studium mit Kind. Auch eine psychologische Beratung bieten die Studierendenwerke an. Überdies gibt es etwa auch bei der Arbeitsagentur eine Übersicht zur finanziellen Unterstützung in Form von Stipendien, Studienkrediten und Bafög.
Wer nicht weiß, wo er Hilfe erhält, konkrete Fragen hat oder einfach ein offenes Ohr braucht, kann sich an sogenannte Nightlines wenden - ein Zuhör- und Informationstelefon von Studierenden für Studierende. Infos und verfügbare Terminen für die jeweilige Stadt steht online unter„nightlines.eu“. Eine Übersicht zu weiteren Beratungsangeboten - passend zu bestimmten Problemen und Fragestellungen - gibt es zudem auf der Internetseite „abi.de“.
Die Zentrale Studienberatung informiert auch über zusätzliche Kursangebote zum Semesterstart zum Beispiel die Einführung der Bibliotheksnutzung. Zudem bieten viele Hochschulen Soft-Skill-Trainings an - etwa zum wissenschaftlichen Arbeiten, zu Lern- und Arbeitstechniken oder zur Prüfungsvorbereitung. Davon können besonders Studierende im ersten Semester profitieren, weil sie dort Grundsätzliches lernen, etwa effektives Mitschreiben, Referate halten, Thesenpapiere erstellen, Literaturrecherche und Datenverwaltung.
dpa/tmn