Präsentiert von

Anzeige

Stuttgart lokal

Robuster Retro-Charme

Sie lassen cleane Räume wärmer wirken, sind gemütlich und nicht erst seit gestern Trend: Sofas aus Cord bleiben wohl noch eine Weile angesagt.

Robuster Retro-Charme

Cord hat eine lange Geschichte. Foto: dpa

Ein wenig sehen sie aus, als hätte man sie für die Wohnzimmerlandschaft einer 70er-Jahre-Serie gecastet, die Cordsofas und Cordsessel, die derzeit in den Möbelhäusern ausgestellt werden. Mit ihren kastigen Formen und breiten Armlehnen laden sie zum Draufsetzen, Drauflegen, Ausruhen ein. Cordmöbel wirken immer irgendwie gemütlich. „Es ist vor allem die markante Haptik durch die aufgeschnittenen Florfäden“, sagt Stefanie Trevisan, Dozentin für Textiltechnologie und Materialtechnologie an der AMD Akademie Mode & Design in München. „Durch diese besondere Struktur hat der Cord so eine samtige, warme Oberfläche, die Komfort vermittelt, und etwas angenehm Kuscheliges.“ Und: Cord ist äußerst strapazierfähig, hält einiges an Poporutschen aus und ist pflegeleicht. 

Unternehmen aus der Region

„Erlässt sich gut absaugen, reinigen und wenn er hochwertig verarbeitet ist das ist natürlich die Voraussetzung, dann bilden sich auch kaum Druckstellen“, sagt Materialexpertin Trevisan. Ihr zufolge ein weiteres Plus des Stoffs mit den klassischen Längsrippen: „Wenn es ein naturbasierter Cord ist, dann hat er eine schöne Atmungsaktivität.“ Eine wahre Lobeshymne also. Kein Wunder, dass Cord, eine lange Geschichte voller Hochs hat - sein Ursprung reicht bis ins Alte Ägypten zurück. Tiefs gab es wenige – vor allem in den 80er- und 90er-Jahren, als man im Einrichtungsbereich eher auf glatte Oberflächen und minimalistische Optik setzte.

In den 60er- und 70er-Jahren war Cord ein Liebling der Hippie-Bewegung und ein Stoff, auf dem ein ungezwungen intellektueller Lebensstil ausgesessen wurde. Heute ist er mitten in unseren Wohnzimmern angekommen. Dort bringt er auf Sofas oder Sesseln „Textur in die Raumgestaltung“, erklärt die Einrichtungsberaterin Angelika Hinz. Sie empfiehlt, Cordmöbel als Kontrastpunkte einzusetzen etwa zu cleanen Möbelstücken und glatten Materialien, zu Lederhockern oder zu Beistelltischen aus pulverbeschichtetem Stahl. Mit Cordmöbeln kann man Wärme in den Raum bringen. Eine gute Idee etwa für Zimmer mit kühlen Fliesenböden. „Das tut auch der Wohnakustik etwa Gutes“, so Hinz.

Farblich setzt die Einrichtungsberaterin gern auf Cordsofas und -sessel in warmen Neutraltönen wie Beige und Sand. Oder auf Pastelltöne wie ein softes Rosé oder Mintgrün: „Das wirkt bei Cord tatsächlich sehr edel.“ Wer hingegen die Vintage-Optik von Cordmöbeln in den Vordergrund rücken will, der wählt am besten Stücke in Rostorange oder Petrol, in Senffarben oder Moosgrün. Den Retro-Charme kann man Hinz zufolge dann mit Kissen aus Samt oder einer gemütlichen Grobstrickdecke verstärken. Tapeten mit geometrischen Mustern, der gute alte Flokati, Leuchten und Tische aus Rauchglas oder mit glänzenden Metallfüßen tun ihr Übriges. dpa