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Mineralbad Berg: Hoffen auf baldige Wiedereröffnung

Nach einem schweren Wasserschaden im Technikbereich bleibt das traditionsreiche Bad geschlossen, während die Außenanlagen, die Gastronomie sowie das Stadtbad Heslach offenstehen.

Mineralbad Berg: Hoffen auf baldige Wiedereröffnung

Badegäste und die Bäderbetriebe Stuttgart hoffen, dass das Mineralwasser bald wieder ungehindert in die Becken sprudeln kann und das Bad so bald wie möglich wieder öffnet. Foto: Leif Piechowski

Aufgrund eines Rohrbruchs vor dem Bad Ende Mai ist das Mineralbad Berg bis auf Weiteres geschlossen. Die Sommergastronomie lädt aber trotzdem ihre Gäste zum Verweilen ein. Hier kann man ein Getränk oder ein leckeres Gericht auf der modern eingerichteten Terrasse im Mineralbad Berg genießen oder Beach-Volleyball oder Tischtennis spielen. Geöffnet täglich ab 10 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die attraktive Außengastro steht zum Ausgleich allen offen, auch ein Teil der Liegewiese mit den 170 Jahre alten Ginkgo-Bäumen lädt zum Entspannen ein. Besucher können dort kostenfrei das Berg-Panorama genießen – samt Rosenpracht und den 170 Jahre alten Ginkgo-Bäumen.

Unternehmen aus der Region

Als Ersatz wurde das Heslacher Bad wieder geöffnet

Das Mineralbad Berg bleibt nach einem schweren Wasserschaden im Technikbereich monatelang geschlossen. Als Ersatz ist seit dem 9. Juni das Stadtbad Heslach während der Schließzeit wieder geöffnet worden.

Das Schwimmen im Mineralbad Berg ist bis auf Weiteres nicht möglich. Der von einem Versorgungsunternehmen verursachte Wasserschaden im Technikbereich ist so massiv, dass der Badebetrieb voraussichtlich in den nächsten Monaten nicht aufgenommen werden kann.

Grund für die Schließung ist ein von einem Versorgungsunternehmen verursachter Schaden an einer Hauptwasserleitung. In der Nacht vom 11. auf den 12. Mai 2026 flutete Wasser den Technikbereich des Bades und ein Kellerbereich von mehr als 1000 Quadratmetern stand zum Teil über einen Meter unter Wasser.

Nach einer ersten Einschätzung sind die Schäden an Gebäudestruktur und Badewassertechnik so umfangreich, dass eine Wiederinbetriebnahme vor Ende der Sommersaison nicht möglich ist. Viele Anlagen müssen gereinigt, getrocknet und größtenteils repariert oder komplett ersetzt werden; einzelne Ersatzteile sind spezieller Anfertigung. Ein konkreter Wiedereröffnungstermin kann derzeit noch nicht genannt werden.

Der Wasserrohrbruch vor dem Bad am 11. Mai hat das Mineralbad Berg hart getroffen. Foto: Mineralbad Berg
Der Wasserrohrbruch vor dem Bad am 11. Mai hat das Mineralbad Berg hart getroffen. Foto: Mineralbad Berg

An der Wiedereröffnung wird mit Hochdruck gearbeitet

„Die durch den Schaden verursachte Schließung unseres Mineralbads Berg über die Sommermonate tut uns und vor allem allen den ,Bergianern‘ weh. Wir arbeiten unter Hochdruck daran, das Mineralbad Berg schnellstmöglich wieder in Betrieb zu nehmen, hat Oberbürgermeister Frank Nopper versprochen. 

Technikbürgermeister Dirk Thürnau ergänzt: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mineralbads Berg werden in das Stadtbad Heslach entsandt, das während der Schließzeit geöffnet werden kann. Der Vorschlag, das LeoVetter-Bad zu nutzen, wird nicht umgesetzt, weil es während des Sommers sehr stark von Schulen und Vereinen genutzt wird. Mit der Sommeröffnung des Stadtbads Heslach erfüllen wir auch einem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger. Das Stadtbad Heslach eignet sich als Ersatz für das Mineralbad Berg aufgrund seiner zentralen Lage, einer erfolgreich abgeschlossenen Teilsanierung, einem Saunaangebot zu sozialverträglichen Preisen, seinen drei unterschiedlichen Becken und einem kleinen Außenbereich mit Liegewiese besonders gut.“

Unternehmen aus der Region

Die Stuttgarter Bäder stehen in engem Austausch mit Sachverständigen und der Versicherung des Versorgungsunternehmens. Weitere Prüfungen und Kostenschätzungen laufen. Sobald belastbare Zeitpläne für Reparatur und Wiedereröffnung vorliegen, werden diese umgehend veröffentlicht.

Wer jemals ins „Neuner“ und seine Atmosphäre eingetaucht ist, der ahnt, wie sich Bergianer auf dem Trockenen fühlen. Was kümmerte es sie, dass Stuttgart keine Badeseen hat und nur eine Möchtegern-Stadt-am-Fluss ist? Sie hatten ja ihr Berg, waren dort buchstäblich mit sich im Reinen und saugten Lebensfreude aus dem unerschöpflichen Mineralwasserschatz!

Allerdings mussten auch die Bergianer in der Vergangenheit schon Durststrecken überbrücken. Vier Jahre lang, von 2016 bis 2020, wurde das 1856 gegründete, älteste Stuttgarter Bad von Grund auf saniert. In dieser Zeit fanden die Bergianer Aufnahme im benachbarten Mineralbad Leuze. Umso größer die Freude bei der Wiedereröffnung. Die Bergianer blühten auf; allein im Juni 2025 zählte die Stadt 47 000 Badende.

Von Christian Günther