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Wenn es zieht und die Heizkosten steigen...

Wenn Zugluft durch die Räume zieht und die Heizkosten in die Höhe klettern, rücken die Gedanken an eine energetische Sanierung näher. Vielfach wird das Thema energetische Sanierung aber auf die lange Bank geschoben.

Wenn es zieht und die Heizkosten steigen...

Bei der energetischen Sanierung einer Immobilie stehen sie im Fokus: Fassade, Kellerdecke, Dach, Fenster, Türen, die Heizung. Ziel ist es, den durch sie bedingten Energieverbrauch zu reduzieren und zugleich mehr Wohnqualität zu gewinnen.

Für viele unserer Kunden ist tatsächlich die letzte Heizkostenabrechnung der entscheidende Auslöser“, sagt Timo Schmidt, Bezirksleiter der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG. „Die Menschen sind einfach verunsichert, wissen nicht, wo anfangen“, so die Erfahrung von Joshua Notdurft, Geschäftsführer des Energieberatungszentrums Stuttgart e. V.

Ein wichtiger Punkt, um die energetische Sanierung fehlerfrei und nervenschonend anzugehen, ist die Beratung durch einen qualifizierten Energieberater bzw. eine qualifizierte Energieberaterin. Diese Fachleute schnüren nicht nur für die jeweils individuelle Situation das passende Maßnahmenpaket, sie wissen auch um mögliche Förderungen.„Als gemeinnütziger Verein ist die Erstberatung ist bei uns durch die Förderung der Stadt Stuttgart kostenlos“, merkt Joshua Notdurft an. Wer sich im Rahmen der Energieberatung für einen Sanierungsfahrplan entscheidet, erhält, für seine Immobilie vom Dach bis zum Keller genau aufgelistet, welche energetische Sanierungsmaßnahme wann sinnvoll ist. Über 15 Jahre hat dieser Plan Gültigkeit, und das Besondere: Wer ihn hat, bekommt bei Einzelmaßnahmen on top noch fünf Prozent hinzu. "Imallerbesten Fall können so beispielsweise bei einer neuen Heizung bis zu 70 Prozent der Kosten bezuschusst werden“, betont Timo Schmidt.

Energieberatung ist das A &O für das richtige Vorgehen

Es ist nicht immer machbar, aber wer die Sanierung vorausschauend angeht, kann die Reihenfolge einhalten, die das beste Ergebnis verspricht. So sollten Fassade und Dach zuerst gedämmt werden, darauf die neuen Fenster folgen, und zum Schluss der Heizungsaustausch. Auf diese Weise kann die Heizung nämlich optimal an die Gegebenheiten angepasst werden, für Wärme sorgen und zugleich Energie einsparen.

Besonders viel Wärme geht über Fassade und Dach verloren, wenn diese ungedämmt sind. Ist der Dachboden nicht ausgebaut, ist es schon hilfreich, die oberste Geschossdecke zu dämmen. Gleiches gilt für den Keller. Wird dieser nicht beheizt, ist es ausreichend, die Kellerdecke zu dämmen. Um zu verhindern, dass die Wärme ins Erdreich verloren geht, sollten ansonsten die Innenwände und der Fußboden gedämmt werden. Ein besonderes Wärmeleck stellen alte Fenster dar, die schlecht isoliert sind und schlecht schließen. Die alten Einfachverglasungen weichen bei der Sanierung gut dämmendenden zwei oder dreifach verglasten Fenstern - im Winter halten diese die Wärme im Haus, im Sommer halten sie diese ab. Alte Heizungen wandeln den Brennstoff weit weniger effizient in Heizenergie um, als die neue Heizsysteme vermögen. Ein erster Schritt, um die alte Heizung etwas energieeffizienter werden zu lassen, kann schon der Einsatz einer Hocheffizienzpumpe sein. Sinnvoll auch, ein hydraulischer Abgleich, um sicherzustellen, dass alle Heizkörper gleichmäßig mit Wärme versorgt werden. Die Wärmepumpe in Kombination mit einer Solarthermieanlage auf dem Dach ist heutzutage auch für die meisten Altbauten eine sinnvolle Lösung, setzt keineswegs voraus, dass man auf eine Fußbodenheizung umsteigt. Auch eine Pelletheizung ist eine Alternative.

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Keine Förderung auslassen

Damit man mit Fördermitteln rechnen kann, ist es ganz entscheidend, dass der Antrag für sie gestellt wird, bevor Aufträge an Bau-unternehmen und Handwerksbetriebe vergeben werden. Energieberater wissen um dieses Prozedere und das richtige Vorgehen. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es für die Sanierung eines Altbaus Förderungen. Ein zinsgünstiges Darlehen kann von der KfW erhalten. Auch beim Austausch einer alten, fossilen Heizung gegen eine Heizung mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien gibt es einen Investitionszuschuss von der KfW. Und im Rahmen einer Sanierung durchaus interessant: Gefördert werden auch Maßnahmen zum barrierefreien Wohnen oder dem Einbruchschutz. Bei der BAFA gibt es Gelder für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und für die Anlagentechnik. Einen Zuschuss erhält man auch für die Optimierung von Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden.