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Birkach - Kleiner Ort, großer Sport

Verein spielt für die Gemeinschaft eine wichtige Rolle: Birkach ist einer der kleinsten Stadtbezirke Stuttgarts. Doch so klein der Stadtteil ist, so groß ist der Sportverein TSV Birkach.

Birkach - Kleiner Ort, großer Sport

Das Team des TSV Birkach, das zum Interview bereitstand von links: Alexander Krümmel, Trainer in der Volleyball-Abteilung, Siegfried Bauer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Michael Bäuerle, Leitung Fußballjugend (zusammen mit Markus Däumling, nicht im Bild) und Wolfgang Rosskopf, Volleyball-Abteilungsleiter für Jungen. Foto: Friederike Pfeffermann

Mit seinen über 1000 Mitgliedern ist der TSV Birkach bereits seit 1888 ein fester Bestandteil des Gemeindelebens. Dabei bietet der Verein ein vielseitiges Angebot an sportlichen Aktivitäten und Kursen, sowohl für Mitglieder als auch für Nicht-Mitglieder. Besonders beliebt sind im Verein die Sportarten Fußball und Volleyball. „In den Abteilungen finden sich die meisten jungen Menschen“, erklärt Sigfried Bauer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit. Doch auch von älteren Menschen werde das Angebot des Vereins gerne angenommen, wie etwa beim Nordic Walking: „Hier ist das gesellige Beisammensein besonders wichtig, zum Beispiel auf Ausflügen oder hier in unserer Vereinsgaststätte.“

Das Ehrenamt hat eine hohe Bedeutung

Im Herbst sind internationale Volleyball-Turniere geplant. Foto: z
Im Herbst sind internationale Volleyball-Turniere geplant. Foto: z

Trotz des großen Angebots und der hohen Mitgliederzahlen hat der Verein mit dem Rückgang von Engagement zu kämpfen, bedauert Bauer: „Immer weniger wollen natürlich wirklich ehrenamtlich arbeiten.“ Besonders im Fußball werden Trainer oftmals von anderen Vereinen abgeworben, bei denen die Trainertätigkeit nicht rein ehrenamtlich ist. Doch das sei keine Entmutigung, erklärt Wolfgang Rosskopf, Volleyball-Abteilungsleiter: „Wir haben die Möglichkeit, durchgängiges Training anzubieten und das motiviert natürlich. Wenn es Trainer wie uns nicht gibt, könnten wir das alles nicht ermöglichen.“ Das Ehrenamt bedeute den Trainern viel, findet auch Alexander Krümmel, Trainer in der Volleyball-Abteilung: „Mit Geld könnte man das Engagement nie aufwiegen, aber mit dem, was man zurückbekommt und mit dem was man beiträgt auf jeden Fall.“

Hoffnung auf neue Sporthalle in Plieningen

Eine weitere Herausforderung für den Verein sei die fehlenden Sportstätten. „Die Trainer tun ihr Bestes, aber wir brauchen mehr Sportstätten“ ergänzt Sigfried Bauer. Besonders im Winter seien die fehlenden Hallen ein großes Problem, findet auch Michael Bäuerle, Leiter der Fußballjugend. „Wir können im Winter kein Hallentraining anbieten, besonders für die Kleinen. Das ist natürlich sehr schade.“ Der Verein hoffe daher auf die neue, geplante Sporthalle in Plieningen.

Nun blickt der TSV Birkach jedoch auf die geplanten Sommerfeste der verschiedenen Abteilungen sowie die Turniere, die ab Herbst wieder beginnen. Besonders seien hierbei die geplanten internationalen Turniere im Volleyball, beispielsweise in Wien. Die Fußballabteilung plant unterdessen die Gestaltung der Bandenwerbung auf dem Platz, ein Projekt das schon länger im Gespräch ist. Passend zur Fußball-EM soll für die Kinder der Grundschule außerdem ein Turnier mit den Jugendtrainern des TSV angeboten werden. Durch die Kooperation mit der lokalen Grundschule und dem Kinderhaus werden unter anderem Schnuppertrainings angeboten, vor allem um den Kindern die verschiedenen Sportarten und den Verein näherzubringen.

Der Verein spielt für die Gemeinschaft eine wichtige Rolle, doch auch persönlich hat der TSV eine große Bedeutung für seine Mitglieder. „Besonders sportlich war ich nie, aber früher bin ich gern wandern gegangen“, lacht Bauer. „Aber für mich bringt die Arbeit im Verein für den Geist sehr viel. Es hält mich jung.“ Und auch Michael Bäuerle hat einen ganz persönlichen Bezug zum Verein: „Ich habe als Kind hier beim TSV gespielt und habe das als sehr schönen Teil meiner Kindheit in Erinnerung. Was man im Mannschaftssport lernt, das lernt man so eigentlich nirgends. Es ist einfach schön, wenn man so eine Gemeinschaft hat.“ Friederike Pfeffermann