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Stadtteilfest „Münster feiert“: Gemeinsam feiern – Zusammenhalt stärken

Buntes Programm mit Frühschoppen am Pflegezentrum, Jugendkapelle, Feuerwehr, Flohmarkt und Mitmachaktionen – organisiert von der Sozialen Stadt für mehr Gemeinschaft und Lebensqualität im Viertel

Stadtteilfest „Münster feiert“: Gemeinsam feiern – Zusammenhalt stärken

Bei„Münster feiert“ sind viele Einrichtungen aus dem Stadtteil dabei und bieten ein abwechslungsreiches Programm. Es startet um 14 Uhr auf der Festwiese. Foto: Soziale Stadt Münster

Im Gespräch verraten die Macher des Stadtteilfests, was die Gäste in diesem Jahr erwartet. Außerdem geben sie Einblick in die vielfältige Arbeit des Projekts „Soziale Stadt“.

Was ist dieses Jahr beim Stadtteilfest geboten?

Jana Ebeling: Am Vormittag ist Frühschoppen am Pflegezentrum mit Flohmarkt. Am Nachmittag geht es dann am Kultur- und Sportzentrum weiter. Es gibt einige neue Programmpunkte: Der TSV macht zum Jubiläum eine kleine Ausstellung und bespielt auch die Sporthalle. Neu dabei sind auch die Jugendkapelle, die Feuerwehr, der Jugendrat, das DRK und die Polizeiprävention.

Seit wann gibt es das Fest?

Andreas Böhler: Der erste Termin wäre 2020 gewesen - dann kam Corona. Wir haben damals stattdessen eine Stadtteilrallye entwickelt. Das erste Fest war dann 2021 und noch recht klein. Von Jahr zu Jahr ist es seitdem gewachsen.

Welche Rolle spielt das Team Soziale Stadt?

Das Team der Sozialen Stadt Münster: Franziska Laue von der Stadt Stuttgart (links) mit Jana Ebeling und Andreas Böhler vom Stadtteilbüro. Foto: Martina Fürstenberger
Das Team der Sozialen Stadt Münster: Franziska Laue von der Stadt Stuttgart (links) mit Jana Ebeling und Andreas Böhler vom Stadtteilbüro. Foto: Martina Fürstenberger

Böhler: Das Programm „Soziale Stadt“ startete in Münster im Jahr 2017, das Team besteht aus der Stadt Stuttgart und einem Stadtteilmanagement. Damit wurde das Institut Weeber+Partner beauftragt. Seit 2018 sind wir im Büro in der Austraße vor Ort. Eines der Themenfelder ist „Bildung, Kultur und Gesundheit“. Dabei geht es unter anderem um die Vernetzung und den Austausch zwischen den Institutionen im Stadtteil sowie die Stärkung des sozialen Zusammenhalts. Von der Bevölkerung war der Wunsch nach einem gemeinsamen Fest da. Das Team Soziale Stadt übernimmt die Organisation, das heißt wir kümmern uns unter anderem um Genehmigungen, den Standplan und die Öffentlichkeitsarbeit.

Das Programm „Soziale Stadt“ ist ja für eine bestimmte Zeit angelegt. Wie stellt man sicher, dass Dinge wie das Stadtteilfest auch langfristig funktionieren?

Ebeling: Das ist das Ziel, dass es irgendwann auch ohne uns weitergeht. Daran arbeiten wir noch. Wir haben bereits das Pflegezentrum und den Kinder- und Jugendtreff als Mitveranstalter. Eine wichtige Rolle spielen auch die Sponsoren: Der Handels- und Gewerbeverein (HGV) und die Baugenossenschaft sponsern den Kletterturm, die Allianz die Hüpfburg. Eine Herausforderung ist die Öffentlichkeitsarbeit. Wir verteilen momentan Flyer in alle Haushalte und plakatieren - das kostet natürlich Geld.

Was ist in den letzten Jahren noch neu entstanden?

Böhler: Zum ersten Mal haben wir dieses Jahr einen Hofflohmarkt organisiert - das kam sehr gut an. Seit einigen Jahren bereits gibt es den lebendigen Adventskalender im Dezember: Jeden Tag gibt es an einer anderen Stelle in Münster eine kleine Aktion. Als Teil einer Arbeitsgruppe haben wir auch das Gutscheinheft „Unsere Münsterschätze“ initiiert - auch das fördert die Sichtbarkeit und die Vernetzung der Einrichtungen im Stadtteil. Redaktion und Gestaltung werden inzwischen vom Bezirksamt organisiert.
Ebeling: Auch die Abendrunden sind eine Gemeinschaftsaktion mit der Arbeitsgemeinschaft der Vereine (ARGE), dem HGV, der städtischen Wirtschaftsförderung und Bezirksamt. Der nächste Termin ist am 15. Oktober.

Unternehmen aus der Region

Bei der Sozialen Stadt geht es auch um das Wohnumfeld, Mobilität und städtebauliche Verbesserungen. Wie sieht es hier aus?

Franziska Laue: Es gibt drei große Projekte im Stadtteil und einige kleinere. Bereits umgesetzt wurde die Neugestaltung der Grün- und Spielfläche „Alter Friedhof“. Das Einweihungsfest war voriges Jahr. Bei den drei großen Projekten geht es um die Umgestaltung der Freibergstraße, den Steg über die Bahngleise und die Sanierung des Bahnhofsgebäudes, und um den Grünzug. Dieser soll sich quer durch den Stadtbezirk von der Illerstraße am Neubau der Baugenossenschaft an der Moselstraße vorbei bis etwa zur Neckarstraße ziehen.

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Wie ist der Stand beim Grünzug?

Laue: Aktuell laufen die Vorbereitungen, um einen zusammenhängenden Masterplan auszuschreiben und zu entwerfen. Es geht darum, den Grünzug ökologisch und räumlich aufzuwerten und attraktiv für alle Altersgruppen zu machen. Dazu gehören auch eine bessere nicht motorisierte Mobilität und Sicherheit. Zum Beispiel durch die Aufwertung der Wege, Sitzmöglichkeiten oder einen anderen Bewuchs. Da die meisten Flächen im Besitz der Stadt sind, können wir hier viel machen.

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Und wie sieht es beim Steg aus?

Laue: Der Steg zwischen Münster und dem Hallschlag ist wichtig für die Bevölkerung, da Münster durch die Bahngleise abgeschnitten ist. Aktuell ist der Plan, dass der Steg auf Höhe der Lessingschulen gebaut wird. Die Stadt möchte dafür die Liegenschaften kaufen und auch das Bahnhofsgebäude sanieren. Diese städtebaulichen Vorhaben dauern natürlich länger und sind eher ein Marathon als ein Sprint. Das Programm der Sozialen Stadt ist deshalb auf 15 Jahre angelegt - es sind aber auch Verlängerungen möglich.

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Im Sanierungsgebiet gibt es Zuschüsse für Gebäudesanierungen. Wird das genutzt?

Laue: Wir haben seit 2018 über 70 Beratungen durchgeführt. Fünf Sanierungen wurden voll gefördert, einige weitere sind am Laufen. Damit liegen wir im Durchschnitt bei Sanierungsgebieten. Eine umfassende Modernisierung ist natürlich immer eine große Investition für die Eigentümer. Das Förderprogramm ist aber sehr attraktiv: Die Beratungen sind kostenlos, und es gibt zwischen 20 und 35 Prozent Zuschuss.

Das Gespräch führte Martina Fürstenberger.

Mehr Informationen

Stadtteilbüro
Das Stadtteilbüro Soziale Stadt Münster befindet sich in der Austraẞe 12. Andreas Böhler von Weeber+Partner ist seit Anfang an dabei, Jana Ebeling seit etwa zwei Jahren. Die städtische Ansprechpartnerin für das Programm der Sozialen Stadt ist Franziska Laue.

Öffnungszeiten: Dienstag 9.30 - 12.30 Uhr, Donnerstag 16-19 Uhr
Kontakt Telefon: 0711 95359819, E-Mail: stm-muenster@weeberpartner.de www.stm-münster.de

Programm „Soziale Stadt“ Mit dem Programm„Soziale Stadt“ (seit 2020 umbenannt in „Sozialer Zusammenhalt“) unterstützen Bund und Land die städtebauliche Aufwertung und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Stadt- und Ortsteilen. Das Programm verknüpft bauliche Investitionen der Stadterneuerung mit Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Stadtteil.
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