Der TÜV-Verband rät, bei über 30 Grad auf starke Steigungen, höchste Geschwindigkeiten und lange Fahrten zugunsten der Langlebigkeit des Rads möglichst zu verzichten. Fahrer und Fahrerinnen sollten außerdem versuchen, starkes Bremsen zu vermeiden. Durch die erhöhte Reibung greifen die Beläge schlechter und werden schneller abgenutzt.
Aus Sicherheitsgründen sollten der Luftdruck und das Profil der Reifen vor Fahrtantritt gemessen werden. Bei sehr hohen Außentemperaturen empfiehlt der TÜV-Verband, den Reifendruck um etwa 2–3 pound per square inch (PSI) oder 0,2 bis 0,3 bar zu verringern. Der Luftdruck in den Reifen erhöht sich bei heißem Wetter von selbst, vor allem, wenn längere Zeit gefahren wird. Die Batterie sollte nicht vollständig entladen und nicht über 30 Grad gelagert werden. Steht das Fahrrad ein oder zwei Stunden in der Mittagssonne, kann dies schon Schäden durch Überhitzung hinterlassen, so der TÜV-Verband.
Hitzetipp im Sommer: Damit sich der Akku nicht unnötig durch eine direkte Sonneneinstrahlung aufheizt, sollte man das Pedelec bei längeren Pausen am besten im Schatten parken oder einen abnehmbaren Akku etwa bei einem Restaurantbesuch mit ins Gebäude nehmen.
Helm und festes Schuhwerk bleiben übrigens auch bei sommerlichen Touren ein Muss: Gute Schuhe ist für einen festen Stand wichtig, denn kommt es zu einer Notbremsung, kommen Fahrer in Sandalen schnell ins Rutschen. Der Helm kann schwere Kopfverletzungen verhindern.
Beim Laden des E-Bike-Akkus kann man ein paar Dinge beachten, damit er länger hält: Generell sollte der Ladevorgang weder bei großer Kälte (unter dem Gefrierpunkt) noch bei großer Hitze (über 40 Grad Celsius) und auch nicht in direkter Sonneneinstrahlung stattfinden.
Speziell vor langen Ladevorgängen direkt nach einer ausgedehnten Tour sollte der Akku vom Pedelec abgekühlt sein, rät die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Am wohlsten fühlt sich der Akku in der Regel bei einem Überwachungs-Ladestand von 20 bis 80 Prozent, so Frank Reichert von der GTÜ. „Natürlich kann er vor langen Touren auch auf 100 Prozent geladen oder leer gefahren werden, doch die Regel sollte das nicht sein, wenn der Akku möglichst lange leben soll“, so Reichert. Denn die Vollladung des Akkus erhöhe den elektrochemischen Stress in den Batteriezellen – genauso wie eine Entladung unterhalb von 20 Prozent.