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Klempnermeisterin Franziska Dangel aus Lenningen: Begeisterung für Blech

Den Familienbetrieb mit der Schwester leiten und fürs Handwerk begeistern - die 27-jährige Meisterin hat große Pläne.

 Klempnermeisterin Franziska Dangel aus Lenningen: Begeisterung für Blech

Franziska Dangel hat viel vor. Foto: privat

 Klempnermeisterin Franziska Dangel möchte gemeinsam mit ihrer Schwester Elena in den nächsten Jahren das Familienunternehmens übernehmen. Zusätzlich möchte sie auf Social Media junge Menschen für den Klempnerberuf gewinnen.

Dass ihr Karriereweg ins Handwerk führen würde, war dabei nicht immer klar: „Meine Eltern haben mir den Freiraum gegeben, meinen eigenen Weg zu gehen“, erzählt die 27-jährige Meisterin aus Lenningen. Nach dem Studium BWL-Immobilienwirtschaft entschied sie sich recht spontan für die Klempnerausbildung, und die Begeisterung für Blechbearbeitung hat dann nicht lange auf sich warten lassen: „Als Klempnerin ist man häufig draußen an der frischen Luft und arbeitet an ganz vielfältigen Baustellen und Häusern. Es ist ein schönes Gefühl, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen und am Ende das Ergebnis zu sehen.“

Unternehmen aus der Region

Den vielfältigen Klempnerberuf bekannter zu machen, ist eine Herzensaufgabe von Franziska Dangel: „Viele wissen gar nicht, was wir überhaupt machen“, betont sie. Als Handwerkschwestern werben Franziska und Elena deshalb auf Social Media für die Branche. Sie geben Einblicke in den Betrieb und die Baustellen - mit Erfolg: über 35 000 User folgen den beiden schon auf Instagram.„Wir wollen etwas gegen den Fachkräfte- und Nachwuchsmangel tun und auch mehr Frauen für den Beruf begeistern.“ Diese möchte Franziska Dangel zu einer Karriere im Handwerk ermutigen: „Wenn man etwas wirklich machen möchte, sollte man es einfach ausprobieren und sich nicht davon abhalten lassen, was andere sagen.“

In der Meisterausbildung sei vor allem das Meisterstück herausfordernd gewesen: Franziska Dangel fertigte eine moderne Kaminuhr aus Kupfer. Den modernen Look bekam diese durch minimalistische Kreise, die als Ziffernblatt dienen. „Spannend herzustellen war die zwölfteilige strahlenförmige Front“, erläutert die Handwerkerin. Das Thema Zeit sei auch in ihrer aktuellen Rolle als angehende Betriebsübernehmerin bedeutend: „Ein guter Umgang mit Zeit ist entscheidend, um eine Struktur im Arbeitsalltag zu haben - dabei dürfen aber die anderen wichtigen Dinge im Leben nicht vernachlässigt werden.“ Der Prozess der Unternehmensnachfolge bringt einige Herausforderungen mit sich: „Die größte Veränderung ist, dass ich nun viel mehr und bewusster in der Verantwortung bin, beispielsweise für Mitarbeiter, Kunden oder Prozesse“, erklärt Franziska Dangel. Eine große Hilfe sei dabei das großartige Team im Familienunternehmen.„Ich bin froh über die tolle Unterstützung und dass meine Schwester und ich in die neue Aufgabe gut reinwachsen können.“

Von unserer Redaktion