Urlaub zu Hause ist keine verschwendete Freizeit. Auch wer nicht verreist, kann freie Tage so gestalten, dass man ausgeruht und erholt wieder durchstarten kann. Gerade in Zeiten voller Termine, ständiger Erreichbarkeit und dicht gepackter Wochenpläne entdecken viele Menschen die „kleine Auszeit“ neu. Es muss nicht immer die Fernreise oder der Wellnessurlaub sein, um Körper und Geist neue Energie zu geben. Oft reichen schon bewusst freie Tage in den eigenen vier Wänden oder kurze Ausflüge in die nähere Umgebung, um etwas Abstand vom Alltag zu gewinnen.
Ein langes Frühstück auf dem Balkon, ein Nachmittag im Park, ein Besuch in der Sauna oder ein ruhiger Abend ohne Verpflichtungen können sehr erholsam sein. Entscheidend ist vor allem, die freie Zeit bewusst anders zu gestalten als den normalen Alltag. Viele lassen sich unkompliziert in den Alltag integrieren. Thermalbäder, Day-Spas oder Saunalandschaften sind oft nur wenige Kilometer entfernt und bieten die Möglichkeit, für ein paar Stunden abzuschalten. Wellnessangebote
Auch zu Hause kann man sich kleine Wohlfühlrituale schaffen: Eine Gesichtsmaske, beruhigende Musik, Duftöle oder ein warmes Bad sorgen dafür, dass sich der Körper entspannt und der Kopf zur Ruhe kommt Ein einfacher Wegweiser ist das DRAMMA-Modell – anders als der Name es vermuten lässt, ist das ein Konzept aus der Erholungsforschung. Es zeigt zentrale psychologische Bedürfnisse, die während der Freizeit erfüllt werden sollten, damit Erholung und Wohlbefinden nachhaltig steigen.
→ Dwie Detachments Wer abschalten will, muss geistig Abstand von der Arbeit gewinnen. Was dabei hilft? Bewusst Grenzen ziehen. Also: Abwesenheitsnotiz einschalten, Arbeitsplatz im Homeoffice aufräumen oder ganz aus dem Blickfeld schaffen, den Dienst-Laptop und das berufliche Handy am besten einschließen. Gerade bei einem Urlaub zu Hause verschwimmen die Grenzen zwischen Freizeit und Beruf schnell. Deshalb ist es wichtig, sich bewusst kleine Inseln der Ruhe zu schaffen und nicht ständig „nur mal eben“ berufliche Nachrichten zu lesen.
→ R wie Relaxation Körperliche und geistige Entspannung sind für unsere Urlaubszeit wichtig. Wie das aussehen kann? Hören Sie Ihre liebsten Songs, gehen Sie spazieren, meditieren Sie, gönnen Sie sich eine Massage, eine heiße Dusche oder ein entspannendes Bad. Viele Menschen entdecken inzwischen auch Yoga, Atemübungen oder Achtsamkeitstraining für sich. Schon wenige Minuten bewusster Entspannung am Tag können helfen, innere Ruhe zu finden. Wer möchte, kann sich zusätzlich kleine Wellnessmomente gönnen – etwa einen Besuch im Spa, eine Rückenmassage oder einen Wellnesstag mit Freunden.
→ Awie Autonomie Dieses Gefühl entsteht, wenn wir selbst darüber bestimmen können, wie wir unsere Freizeit gestalten. Heißt: Legen Sie am besten keine Termine auf die freien Tage, nur damit die endlich mal erledigt sind. Sprechen Sie zudem mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin oder der Familie Zeitfenster ab, die Sie für sich nutzen können. Gerade diese bewusst geschützten Stunden machen aus freien Tagen oft echte Erholungstage.
→ M wie Mastery Stricken, Klavier spielen, zum Töpferkurs gehen oder die Inlineskates wieder auspacken: Wer sich erholen will, sollte auch Aktivitäten einplanen, die dazu beitragen, eine neue Fähigkeit zu beherrschen, etwas Neues zu erlernen oder eine Herausforderung zu meistern. Solche positiven Erlebnisse stärken das Selbstvertrauen und schaffen Abstand zum Alltag.
→ M wie Meaning Auch wenn wir oft denken, stundenlanges Scrollen oder Binge-Watching sei entspannend: Ein Bestandteil für Wohlbefinden sollten Aktivitäten sein, die das Gefühl geben, etwas Sinnvolles zu tun. Ideen? Etwa einen Ausflug mit den Großeltern in deren Heimatort oder den Sportverein bei der Organisation des Sommerfests zu unterstützen. Sinnvolle Tätigkeiten können viel zufriedener machen als passiver Medienkonsum.
→ A wie Affiliation Hier geht es darum, Dinge zu tun, die Verbundenheit und Beziehungen mit den Menschen um uns herum fördern. Das geht etwa mit wertschätzenden Gesprächen mit lieben Freunden oder bei Brettspielen mit der Familie oder dem Partner. Gemeinsame Zeit ohne Hektik und Zeitdruck wird von vielen Menschen als wohltuend empfunden. Die wichtigste Erkenntnis dabei: Oft sind es gerade die kleinen Auszeiten, bewusste Ruhephasen und einfachen Wohlfühlmomente, die helfen, neue Kraft zu tanken. red/dpa