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Kessel Festival am Cannstatter Wasen: In dem Open-Air-Event steckt ein Jahr Arbeit

Aufbau, Zahlen, Sicherheit und Highlights: Ein Blick hinter die Kulissen der Großveranstaltung in Stuttgart. Neben Musik, Sport und Mitmachangeboten warten auch Attraktionen auf die Besucher

Kessel Festival am Cannstatter Wasen: In dem Open-Air-Event steckt ein Jahr Arbeit

Hinter den Kulissen des Kessel Festivals sind insgesamt rund 4000 Menschen daran beteiligt, das Festival zu dem zu machen, was es heute ist, und den Besucherinnen und Besuchern zu ermöglichen, sorgenfrei zu feiern. Fotos: Veranstalter (oben), Dennis Duddek (unten)

Noch ist auf dem Cannstatter Wasen schweres Gerät unterwegs, Gabelstapler fahren über das Gelände, Bauzäune werden gesetzt und Bühnen wachsen Meter für Meter in den Himmel. Doch in wenigen Tagen wird aus einer Großbaustelle wieder eine der größten Erlebnisplattformen Süddeutschlands: das Kessel Festival.

Seit dem heutigen Mittwoch laufen die Aufbauarbeiten auf Hochtouren. Wenn am Festivalwochenende die ersten Besucherinnen und Besucher durch die Eingänge strömen, steht auf einer Fläche von 170 000 Quadratmetern eine beeindruckende Infrastruktur bereit. Was viele nicht wissen: Die eigentliche Arbeit beginnt nicht erst mit dem Aufbau - sondern nahezu unmittelbar nach dem Ende des vorherigen Festivals.

„Wir arbeiten praktisch zwölf Monate am nächsten Kessel Festival“, erklärt das Organisationsteam. Planung, Genehmigungen, Sicherheitskonzepte, Logistik und Programmgestaltung greifen dabei wie Zahnräder ineinander. Allein der Aufbauplan wurde rund 903 Mal überarbeitet, bevor die finale Version feststand. Auf dem Gelände entstehen innerhalb weniger Tage rund 150 Stände für den Übermorgen Markt, Sportvereine, Institutionen, Partner und Food Trucks. Unterstützt wird das Festival von etwa 20 spezialisierten Dienstleistern, die Bühnen, Technik und Infrastruktur errichten. Insgesamt sind rund 4000 Menschen daran beteiligt, das Festival zu dem zu machen, was es heute ist.

Auch die Zahlen hinter den Kulissen beeindrucken: Rund 1500 Bauzäune strukturieren das Gelände, knapp 200 Toilettenmöglichkeiten stehen den Gästen zur Verfügung - darunter barrierefreie Rollstuhl-WCs, eine „Toilette für alle“ sowie zwei sogenannte Lapees, spezielle Frauen-Pissoirs. Wer das komplette Festivalgelände umrunden möchte, legt dabei etwa 3200 Schritte zurück.

Neben Musik, Sport und Mitmachangeboten warten auch außergewöhnliche Attraktionen auf die Besucherinnen und Besucher. So ermöglicht eine Seilbahn spektakuläre Fahrten bis zu 70 Meter über das Festivalgelände. Die Marvin-Puchmeier-Stiftung lädt mit „Guitar Hero“ zum Mitmachen ein, während der SWR am Samstag live vom Gelände sendet und mit seinem Festivalradio die besondere Atmosphäre direkt zu den Zuhörern transportiert.

Fokus auf Sicherheit und Wohlbefinden

Dass ein Festival dieser Größenordnung funktioniert, ist auch den zahlreichen Partnern und Sponsoren zu verdanken. Sie schaffen mit dem Organisationsteam die Grundlage dafür, dass viele Tausend Menschen ein Wochenende voller Musik, Sport, Kultur und Begegnungen erleben können.

Großen Wert legen die Macher des Kessel Festivals zudem auf Sicherheit und Wohlbefinden. Ein umfassendes Awareness-Konzept sorgt dafür, dass sich alle Gäste auf dem Gelände wohlfühlen können. Wer sich in einer unangenehmen Situation befindet oder Unterstützung benötigt, kann sich jederzeit - mit oder ohne Codewort - an Security, Sanitätsdienst, die Kessel Crew oder das Barpersonal wenden. Diese verständigen unmittelbar das Awareness-Team, das ohne weitere Rückfragen Hilfe leistet und Betroffene unterstützt.

Und wenn die letzten Konzerte gespielt sind, beginnt bereits der nächste Blick hinter die Kulissen. Denn nach dem Festival bleiben regelmäßig Ausweise, Powerbanks, Trinkflaschen, kleine Campingstühle, Rucksäcke voller Kleidung und sogar Handys zurück. Während die Fundsachen sortiert werden, startet für das Team bereits die Vorbereitung auf die nächste Ausgabe. Denn hinter zwei Tagen Festivalerlebnis steckt vor allem eines: ein ganzes Jahr Leidenschaft, Planung und Teamarbeit.
red