Präsentiert von

Anzeige

Stuttgart lokal

Kessel Festival calling: Highlights 2025

Vielfältiges Musikprogramm mit nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern wie Call Me Brutus, Max Herre und Joy Denalane, Deichkind, Kontra K, Esther Graf, Meute und mehr

Kessel Festival calling: Highlights 2025

Max Herre und Joy Denalane Foto: dpa

Zwei Tage lang verwandelt sich das Stuttgarter Neckarareal wieder in ein pulsierendes Musikuniversum. Mit einem internationalen Line-Up, Newcomer-Entdeckungen und Festivalveteranen ist das Kessel Festival 2025 so bunt, lebendig und vielseitig wie eh und je. Hier kommen die Highlights der Hauptbühne.

Zum Auftakt am Freitag sorgen Call Me Brutus für die erste geballte Ladung Energie. Die Stuttgarter Band, die 2024 den Newcomer Contest gewann, bringt einen wilden Mix aus Punk, Pop und Rock auf die Bühne nicht perfekt geschliffen, aber voller Leidenschaft und mit einer Attitüde, die nach Aufbruch und Leben schreit. Wer sie erlebt, spürt sofort: Diese Band steht erst am Anfang, aber ihre Musik gehört schon jetzt auf die großen Bühnen. Am Nachmittag betritt mit Ennio ein weiterer Senkrechtstarter die Bühne. Der junge Münchner, benannt nach dem Filmkomponisten Ennio Morricone, verbindet Indie-Sensibilität mit Pop-Melodien und einer guten Portion Zeitgeist. In seinen Songs treffen Melancholie und Euphorie aufeinander – eine Mischung, die ihm nicht nur Auftritte auf großen Festivals, sondern auch eine wachsende Fanbase im Radio, Fernsehen und Netz eingebracht hat. Zudem ist Ennio live ein Erlebnis: sensibel, modern und mitreißend.

Für emotionale Tiefe sorgen am frühen Abend Max Herre und Joy Denalane, eines der musikalisch wie persönlich eindrucksvollsten Duos der deutschen Musikszene. Ihr Zusammenspiel ist geprägt von einer langen gemeinsamen Geschichte, gegenseitigem Respekt und einem fein abgestimmten Mix aus Rap, Soul und Pop. Ihre Musik erzählt Geschichten von Liebe, Leben und Haltung – mit Texten, die klug sind und Melodien, die bleiben. Ein Auftritt mit Seele, Gefühl und beeindruckender Klasse.

Dann ein radikaler Stimmungswechsel. Tut auch mal gut. Deichkind übernehmen das Kommando – und das bedeutet Eskalation. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Techno, Pop, Punk und Rap reißen sie jedes einzelne Bein im Publikum mit. Ihre Shows sind spektakulär, anarchisch, überdreht und bis ins letzte Detail durchdacht. Songs wie „Remmidemmi“ oder „Bück dich hoch“ sind längst Hymnen einer Generation, die das Feiern zur Kunstform erklärt hat. Wer Deichkind live erlebt, bekommt mehr als ein Konzert – es ist ein Ereignis, das sich schwer in Worte fassen lässt. Muss man live spüren, um es zu verstehen.

Mitreißende Bühnenpräsenz

Der Samstag startet ruhiger, aber nicht weniger eindrucksvoll. Paul Wetz bringt um die Mittagszeit seine melancholisch-sanften Indie-Songs auf die Bühne. Seine Musik erzählt vom Zauber der kleinen Momente, von Sehnsucht und Leichtigkeit, immer mit einem feinen Gespür für Atmosphäre. Der junge Songwriter schafft es, schon früh am Tag eine warme Festivalstimmung zu erzeugen-zurückgelehnt, ehrlich und berührend. Mit Alli Neumann wird es anschließend lauter und bunter. Die Flensburgerin ist eine Ausnahmeerscheinung: Musikerin, Schauspielerin, Aktivistin – und in allem konsequent eigenständig. Ihre Shows sind eine Mischung aus cleverem Pop, Haltung und mitreißender Bühnenpräsenz.

Später am Nachmittag übernehmen die Donots das Ruder. Seit über drei Jahrzehnten stehen die Punkrocker aus Ibbenbüren Rock City für ehrlichen, mitreißenden Gitarrensound und klare Haltung. Mit zwölf Alben und weit über 1000 Konzerten weltweit wissen sie genau, wie man ein Publikum abholt – ob im Club oder auf dem Festival. Ihre Konzerte sind schweißtreibende Gemeinschaftserlebnisse, voller Wucht, Herz und Haltung. Kurz: Punkrock in Bestform. Wenn der Abend näher rückt, wird es Zeit für Ski Aggu, der mit Skibrille, Berliner Schnauze und unverschämt guter Laune die Bühne entert. Seine Songs sind ein Hoch auf den Hedonismus, auf Freundschaft, Feiern und Kiezkultur. Der Rapper schafft es, Leichtigkeit mit Ohrwurm-Qualität zu verbinden, ohne je banal zu wirken. Hits wie „Denk mal drüber nach...“ haben ihn zu einer der spannendsten Stimmen im neuen deutschen Rap gemacht. Live liefert er nicht nur eine Party, sondern auch ein Lebensgefühl - direkt, ehrlich, gut drauf.

Unternehmen aus der Region

Zum krönenden Abschluss betritt dann ein echtes Schwergewicht die Bühne: Kontra K. Seine Musik ist kraftvoll, direkt und trägt stets eine Botschaft in sich von Disziplin, Selbstreflexion und Überwindung. Der Lohn: zwölf Alben, davon acht auf Platz eins, Millionen verkaufter Tonträger und Milliarden Streams. Doch trotz dieser Superlative bleibt er ein Künstler, der sich stetig weiterentwickelt vor allem live. Seine Shows sind große, bildgewaltige Erlebnisse, bei denen Musik, Performance und Inhalt zu einem Ganzen verschmelzen. Wenn er das Kessel Festival beschließt, tut er das mit Nachdruck – und mit einer Stimme, die noch lang nach dem Wochenende nachhallt.

Das gesamte Programm und Tickets unter kesselfestival.de

Von Björn Springorum