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Vom Einsatz nachhaltiger Energiequellen bis zur Quartiersarbeit

Die EWB schärft mit ihren modernen Projekten seit Jahren ihr ökologisches und ihr soziales Profil.

Vom Einsatz nachhaltiger Energiequellen bis zur Quartiersarbeit

Die Gebäude in der Karl-Pfaff-Straße vor der Aufstockung. Fotos: Matthias Matthai

Nicht zuletzt mit der Erzeugung von eigenem grünem Strom rückten ökologische Belange bei der Esslinger Wohnungsbaugesellschaft in den 1980er-Jahren immer stärker in den Vordergrund. So konnten von 1986 an 125 Miet- und Eigentumswohnungen mithilfe einer eigenen Wasserkraftturbine, der „Bäckermühle“, mit grünem Strom versorgt werden. Auch die Nutzung der Sonnenenergie wurde immer wichtiger und so installierte die EWB auf ihren Immobilien immer mehr Photovoltaikanlagen. Im Jahr 2011 wurde für dieses Geschäftsfeld die Tochtergesellschaft EWB Energieerzeugung GmbH & Co. KG gegründet.

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Ein neues Kapitel mit Blick auf bezahlbaren und klimagerechten Wohnraum hat die EWB im Stadtteil Pliensauvorstadt aufgeschlagen. Dort sind in den Jahren 2008 bis 2023 unter der Überschrift „Grüne Höfe“ rund 300 erschwingliche Eigentumswohnungen in gemeinschaftlichen Baugruppenprojekten auf einer Fläche von 2,5 Hektar entstanden. Diese privaten Baugruppen haben zusammen mit der EWB in drei Hofquartieren Häuser mit großzügigen Wohnungen und Terrassen oder Balkonen errichtet. Und bei der nachhaltigen Energieversorgung wird in dem Quartier teilweise auf Geothermie gesetzt. Die Wärme aus dem Boden spart 16 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein und versorgt insgesamt 50 Wohnungen mit Wärme im Winter und Kälte im Sommer. Alle anderen Wohnungen in den „Grünen Höfen“ sind an das nachhaltig betriebene Fernwärmenetz der Stadtwerke Esslingen angeschlossen, das die Abwärme der Stromproduktion aus verschiedenen Kraftwerken der Region nutzt.

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Mehr barrierearmer Wohnraum

Weil innerstädtische Grundstücke rar und außerdem sehr teuer sind, nutzt die EWB neuerdings den Weg der Aufstockung, um zusätzlichen Wohnraum in Esslingen zu schaffen. So sind in der Karl-Pfaff-Straße im vergangenen Jahr auf diese Weise bereits vier neue Wohnungen gebaut worden und in diesem Jahr sollen sechs weitere entstehen. Die laut EWB umweltschonende Holz-Hybrid-Bauweise verringere außerdem bei diesen Aufstockungen die Bauzeit. Neben dem ressourcenschonenden Neubau und dem Einsatz erneuerbarer Energien hat sich das Unternehmen auch die Schaffung von mehr barrierearmem Wohnraum auf die Fahnen geschrieben.

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In den kommenden Jahren will die Wohnungsbaugesellschaft weitere spannende Projekte vorantreiben. Dazu gehört in Hohenkreuz das Tobias-Mayer-Quartier, wo die EWB gemeinsam mit weiteren Akteuren soziale und zukunftsweisende Wohnformen anstrebt. Rund um die Palmstraße soll das bestehende Quartier in einem kooperativen Verfahren teilweise abgerissen und nachverdichtet werden, um Wohnraum für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu schaffen. Ziel ist die Entwicklung eines inklusiven und lebendigen modernen Wohnquartiers.

Neben der Erweiterung um ein Stockwerk in Holz-Hybrid-Bauweise haben die Mehrfamilienhäuser Aufzüge erhalten.
Neben der Erweiterung um ein Stockwerk in Holz-Hybrid-Bauweise haben die Mehrfamilienhäuser Aufzüge erhalten.

Die ambitionierten Pläne haben dazu geführt, dass das Tobias-Mayer-Quartier in den Kanon der IBA-'27-Projekte aufgenommen wurde und damit Teil der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart geworden ist. Außerdem ist im LandhausQuartier in Oberesslingen für das Jahr 2028 der Beginn des Baus von 60 Eigentumswohnungen vorgesehen.

Ein weiteres ambitioniertes EWB-Projekt ist im vergangenen Jahr mit dem Neubau-Quartier Flandernhöhe abgeschlossen worden. In zehn Gebäuden hat die EWB rund 200 Miet- und Eigentumswohnungen errichtet. Aus Sicht der Esslinger Verwaltungsspitze hat das Quartier Modellcharakter für die Stadt, da dort erstmals das städtische Wohnraumversorgungskonzept angewandt wurde. Es sieht vor, dass mindestens die Hälfte des neu gebauten Wohnraums gefördert und zu ermäßigten Mieten angeboten wird.

So sind die 33 Wohnungen im zuletzt gebauten Haus „Luna“ für Mieter mit mittlerem Einkommen bestimmt. Elf Wohnungen sind für Mitarbeitende der Sozialstation und der Städtischen Pflegeheime Esslingen vorgesehen, die sich dank der attraktiven Wohnungen Vorteile bei der Personalgewinnung erhoffen. Bei der Schlüsselübergabe im vergangenen Jahr zeigte sich EWB-Geschäftsführer Hagen Schröter froh und stolz darüber, dass sein Unternehmen „dieses große und anspruchsvolle Projekt erfolgreich zum Abschluss führen konnte – durch teilweise wirtschaftlich bewegte Zeiten“. Und er ergänzte, wie auf der Flandernhöhe sollten mehr innerstädtische Grundstücke zur Verdichtung genutzt werden.

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Zusammenleben in den Quartieren

Nach eigenen Angaben versteht die EWB ihre gesellschaftliche Verantwortung aber nicht nur in der Versorgung mit gutem und bezahlbarem Wohnraum, sondern das Unternehmen möchte auch das Zusammenleben der Menschen in den jeweiligen Quartieren unterstützen. Stichwort dafür ist das Sozialmanagement, das die EWB in der Gemeinwesenarbeit und den Nachbarschaftstreffs etabliert hat.

Bereits seit 2002 gibt es in Esslingen-Brühl ein solches Angebot, das Raum für gemeinsame Aktivitäten, bürgerliches Engagement, Unterstützungsangebote und mehr für EWB-Mieter und alle Menschen im Quartier bietet. 2014 folgte der Nachbarschaftstreff Zollberg, 2019 der „Am Schönen Rain“ und 2021 wurde die Gemeinwesenarbeit auch in Zell eingeführt. Alle Menschen im Quartier finden dort laut EWB Unterstützung sowie Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten und gesellschaftliches Engagement. Und damit schafft die EWB nach eigener Einschätzung die Voraussetzung für mehr Lebensqualität, mehr Zufriedenheit und sorgt so für ein stabiles Wohnumfeld.

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Mit der Gästewohnung, die die EWB seit geraumer Zeit im Esslinger Stadtteil Zollberg anbietet, hat die EWB ein weiteres spannendes Angebot für die EWB-Gemeinschaft geschaffen. Das mit 52 Quadratmetern großzügig bemessene Einzimmer-Appartement kann gemietet werden, wenn sich mehr Besuch angekündigt hat oder einfach mehr Komfort gewünscht wird, als ihn beispielsweise die eigene Wohnzimmercouch zu bieten hat. Die kleine Wohnung im fünften Stock, die mit dem Aufzug barrierearm erschlossen ist, bietet einen Ausblick bis zur Schwäbischen Alb, eine vollausgestattete Küche und ein Duschbad. Die laut EWB kostengünstige Alternative zum Hotel kann tageweise oder auch für einen längeren Aufenthalt gebucht werden und für Handtücher und Bettwäsche ist auch gesorgt.

Von Corinna Meinke