Während die Zahl der Baugenehmigungen bundesweit neue Tiefstände erreicht, zeigt sich die Immobilienwirtschaft in der Region Stuttgart von ihrer widerstandsfähigen Seite. Der IWS ImmobilienAward Metropolregion Stuttgart trotzt der allgemeinen Marktflaute und verzeichnet – zur zehnten Verleihung des Preises und dem über 20-jährigen Bestehen des IWS – eine außergewöhnlich hohe Beteiligung.
Investmentmarkt erholt sich leicht
Mit einem Transaktionsvolumen von rund 387 Mio. Euro bis Ende des dritten Quartals bleibt der Stuttgarter Investmentmarkt laut Analyse von BNP Paribas Real Estate hinter dem Vorjahr (-9 %) und dem langjährigen Durchschnitt (-60 %) zurück. Der weiterhin schwache Konjunkturverlauf und eine abwartende Haltung der Nutzer bremsen die Aktivität – dennoch zeichnet sich eine allmähliche Belebung ab. So erreichte das dritte Quartal mit rund 203 Mio. Euro das bislang höchste Jahresvolumen.
„Nachdem zu Jahresbeginn vor allem kleinere Deals um 10 Mio. Euro dominierten, nehmen inzwischen wieder Transaktionen im mittleren Segment von 25 bis 50 Mio. Euro zu“, sagt Philipp Fein, Leiter der Stuttgarter BNP-Paribas-Niederlassung. Die durchschnittliche Dealgröße habe sich auf 20 Mio. Euro verdoppelt. Abschlüsse im dreistelligen Millionenbereich blieben jedoch aus. Mit einem Anteil von 54 Prozent dominieren Logistiktransaktionen den Markt. Das Segment erreicht 208 Mio. Euro und übertrifft den langjährigen Schnitt deutlich. Rund 70 Prozent des Gesamtvolumens entfallen auf periphere Lagen. Büro- und Geschäftshäuser spielen dagegen eine untergeordnete Rolle. Die Spitzenrenditen zeigen sich stabil bei 4,4 Prozent für Büros.
red