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"Der Schwabe war schon vor der Energiekrise sparsam"

Interview mit Matthias Forster von FE-Elektroservice

"Der Schwabe war schon vor der Energiekrise sparsam"

Matthias Forster. Foto: z

Nachgefragt bei Matthias Forster

Alle sollen, viele wollen Energie sparen: Was hat das aktuell für Auswirkungen auf Ihren Betrieb?

Es hat deutliche Auswirkungen, die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen ist um rund 80 Prozent gestiegen. Die Hintergründe sind aber natürlich vielseitig: Die Menschen möchten einerseits Kosten sparen aber natürlich auch einem gefürchteten Blackout etwas entgegensetzen können. Natürlich spielen auch die Aspekte Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Für uns als Betrieb ist eine solche Auftragslage natürlich eine gute Sache. Gleichzeitig sorgt die große Nachfrage aber auch für Probleme, was die Verfügbarkeit und damit natürlich auch, was die Kosten angeht.

Gibt es dann aktuell Förderungen?

Die Stadt Stuttgart fördert mit ihrer Solaroffensive aktuell den Ausbau der Stromerzeugung durch Solarenergie. Allerdings bezieht sich das dann natürlich nur auf Stuttgarter Gemarkung. Wer in Ditzingen eine Solaranlage bauen will, geht leer aus.

Möchte Ihre Kundschaft denn aktuell tatsächlich vorrangig austauschen und erneuern oder eher Energiespartipps?

Es sind schon viele Fragen zum Verhalten dabei. Welche aktiven Geräte kann ich beispielsweise nachts abschalte? Was die Umrüstung vor allem im Privaten angeht, war der Schwabe natürlich schon vor der Energiekrise sparsam. Beispielsweise der Wechsel auf LED hat vielerorts schon stattgefunden.

Geht denn bei anderen Themen die Nachfrage auch zurück: Beispielsweise bei aufwendiger Beleuchtung für Deko- oder Werbezwecke?

Auch hier ist es so, dass vielerorts schon umgerüstet wurde auf energiesparende Leuchtmittel. Viele Produkte werden von den Herstellern ja überhaupt nicht mehr gebaut. Sodass sich eher die Technik ändert, als das die Deko-Mittel ganz verschwinden.

Was ist denn die größere Einsparquelle: Das Erneuern der Technik oder einfach nur das Verhalten der Nutzer?

Pauschal ist das schwer zu beantworten, ich muss mir selbst schon klar machen: Welche Geräte müssen tatsächlich immer aktiv sein und welche kann ich beispielsweise nachts abschalten? Denn Investitionen in die Technik sind teilweise teuer und sollten sich am Ende auch rechnen. Es werden ja nicht nur die Materialien teurer, sondern in immer teurer werdenden Zeiten wie heute, muss ich auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch mehr Lohn zahlen.

Ein konkreter Tipp?

Die weihnachtliche Gartenbeleuchtung: Warum soll ich es die ganze Nacht leuchten lassen, wenn es sowieso von niemanden wahrgenommen wird? Da reicht es doch früh am Morgen einzuschalten und dann wieder am frühen Abend für wenige Stunden. Das Gespräch führte Thomas Graf-Miedaner