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Vielfalt im Herbst pflanzen

Englischer Lavendel ist ein echter Hingucker.

Vielfalt im Herbst pflanzen

Lavendel gibt es in zahlreichen Variationen und Farben. Foto: GPP/Helix

Echter Lavendel duftet herrlich, erfreut mit intensiver Farbe, ist eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge und übersteht auch ohne häufiges Gießen heiße, trockene Sommer gut. Durch all diese hervorragenden Eigenschaften wurde der graublättrige, krautige Halbstrauch in den letzten Jahren zum Liebling zahlreicher Gartenbesitzer.Interessanterweise ist seine enorme Vielfalt dennoch bei den meisten bisher relativ unbekannt. Tatsächlich gibt es nämlich nicht nur „den“ klassischen, dunkelvioletten Lavendel, auch bekannt als Lavandula angustifolia, sondern viele verschiedene Varianten. So findet man heute auch welche in diversen Blautönen, in Rosa oder in Weiß, es gibt sowohl Lavendel-Minis, die nur etwa 40 Zentimeter groß werden, als auch richtige Riesen, die eine Höhe von über 120 Zentimetern erreichen. Während die einen sich eher kissenbildend ausbreiten, entwickeln die anderen sich zu stattlichen Büschen. Entscheidend zu dieser Vielfalt beigetragen hat die berühmte Downderry Nursery, eine Gärtnerei in der südenglischen Grafschaft Kent, in der seit Jahrzehnten Lavendel gesammelt, gezüchtet, selektiert und kultiviert wird. Mehr als 350 verschiedene Arten und Sorten hat die Nursery derzeit im Sortiment.

Im eigenen Reich

Gartenbesitzer, die Interesse an Englischer Lavendelvielfalt haben, haben eine große Auswahl. Gepflanzt werden kann im Topf gezogener Lavendel übrigens das ganze Jahr über, mit Ausnahme des Winters.

Im Garten ist Echter Lavendel ein recht pflegeleichtes Gewächs, an dem man viele Jahre Freude hat. „Gegossen werden muss eigentlich nur, wenn er frisch gepflanzt wurde und sich seine Wurzeln noch nicht ausgebreitet haben“, erläutert Susan Seidel, Gartenbauingenieurin bei Helix. „Deshalb bietet sich auch gerade der Herbst als Pflanzzeit an. Dann ist es nicht mehr so heiß und der Boden hält länger die Feuchtigkeit.“ Danach mag der immergrüne Halbstrauch es vor allem trocken; Staunässe ist überhaupt nichts für ihn. Sehr lehmiges und schweres Erdreich sollte daher möglichst mit dem Einarbeiten von Sand oder Kies lockerer und durchlässiger gemacht werden. Als Standort wählt man am besten ein sehr sonniges Plätzchen. Da zeigt Lavendel seine ganze Blütenpracht. In eher schattigen Bereichen entwickelt er sich dagegen nicht so gut. „Wenngleich der in Deutschland angebotene Englische Lavendel winterhart ist, kann es in Regionen, in denen es üblicherweise sehr frostig wird, sinnvoll sein, die jungen Pflanzen in ihrem ersten Winter draußen vor der Kälte zu schützen“, so die Gartenbauingenieurin. „Es genügt schon, wenn man sie mit einer dicken Schicht aus Reisig, welken Blättern oder Rindenmulch abdeckt.“ GPP