@endpushdpush Eine Tätowierung ist heute fast Standard – aber was ist, wenn man sich von ihm trennen will? Auf das Bedauern folgt oft eine aufwendige Laserbehandlung.

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Wenn die Reue übers Tattoo kommt...

Eine Tätowierung ist heute fast Standard – aber was ist, wenn man sich von ihm trennen will? Auf das Bedauern folgt oft eine aufwendige Laserbehandlung.

Wenn die Reue übers Tattoo kommt...

Zuerst schön, irgendwann blöd: Manche Tattoos würde man gern loswerden. Foto: Getty Images

Immer mehr Menschen sind tätowiert – und immer mehr bereuen es irgendwann. So gab bei einer Umfrage eines Männermagazins jeder fünfte Befragte zwischen 31 und 45 Jahren an, mindestens ein Tattoo gerne wieder loswerden zu wollen. Und auf TikTok teilen unzählige, meist jüngere Menschen ihre Erfahrungen mit „Tattoo Regret“ (Tattoo-Reue ). Vom Bedauern bis zum Wunsch nach der Entfernung des ungeliebten Bildes ist es dann oft nur ein kleiner Schritt. Das machten in den vergangenen Jahren auch viele Promis vor, darunter „Saturday Night Live“-Comedian Pete Davidson, der bereits einen großen Teil seiner rund 200 Tattoos entfernen ließ und langfristig fast alle loswerden möchte. Auch Rapper 50 Cent, Reality-Star Khloé Kardashian und Schauspielerin Angelina Jolie ließen sich Tätowierungen entfernen.

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Tattoo-Entfernung: effektiv, aber langwierig

Das Entfernen der Tätowierung braucht Zeit und ist unangenehm. Foto: Getty Images
Das Entfernen der Tätowierung braucht Zeit und ist unangenehm. Foto: Getty Images

Steht die Entscheidung für eine Tattoo-Entfernung fest, fällt die Wahl meist auf eine Laserbehandlung. Dabei werden die Farbpartikel in der Haut mit energiereichen Lichtimpulsen behandelt, sodass sie zerfallen und vom Körper über das Lymphsystem abtransportiert werden können. In Deutschland dürfen solche Eingriffe nur Ärztinnen und Ärzte mit einer speziellen Fortbildung durchführen. Bis ein Tattoo verblasst oder endgültig verschwunden ist, braucht es mehrere Sitzungen. Zwischen den Terminen braucht die Haut jeweils mehrere Wochen zur Regeneration, denn das Verfahren ist zwar effektiv, aber belastend und es tut weh. Wie beim Tätowieren selbst lässt sich der Schmerz meist gut mit einer örtlichen Betäubung kontrollieren. Dafür kommen häufig Cremes mit dem Wirkstoff Lidocain zum Einsatz. Beispiele sind Präparate wie LidoGalen, die vor der Behandlung aufgetragen werden. Der Wirkstoff blockiert die Schmerzrezeptoren in den obersten Hautschichten für circa zwei Stunden und kann so die Lasersitzung erleichtern.

Gute Nachsorge ist wichtig

Dank der Betäubung lässt sich die Sitzung meist entspannter überstehen, und auch die Gefahr von unkontrollierten Bewegungen wird verringert. Damit die rezeptfreien Präparate während der Laserbehandlung optimal wirken, sollte man sie mindestens 30 Minuten vorher gleichmäßig und dünn auf die tätowierte Hautstelle auftragen . Im Anschluss an die Laserbehandlung kann vorsichtiges Kühlen die gereizte Haut beruhigen. Außerdem sollte die Stelle für einige Tage trocken gehalten und während der gesamten Behandlung vor UV-Licht geschützt werden. Wer dranbleibt, kann sich am Ende über ein wieder (weitgehend) natürliches Hautbild freuen und die Tattoo-Reue bald vergessen.

Und das sei auch nochmals betont: Für die vollständige Entfernung eines Tattoos sollte man mit sechs bis zehn Sitzungen rechnen. Auch die Kosten dafür sind nicht unerheblich und liegen in der Regel deutlich über dem „ Anschaffungswert“. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Laser-Tattooentfernung in der Regel nicht; Ausnahmen kommen nur bei klarer medizinischer Indikation in Betracht. red/djd