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Den inneren Akku wieder aufladen

Nach viel Socializing fühlen sich viele Menschen ein wenig „alle“. Warum selbst Extrovertierte Auszeiten brauchen.

Den inneren Akku wieder aufladen

Zeit für sich und entspanS nender Ausgleich können bei der Regeneration helfen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Nach einem vollen Wochenende mit vielen Gesprächen und Termineneinfach mal die Tür hinter sich schließen - dieses Bedürfnis kennen viele. Dahinter steckt oft, dass die „Soziale Batterie“ leer ist.„Je mehr wir uns in großen Gruppen bewegen, Gespräche führen oder Konflikten ausgesetzt sind, desto mehr sinkt der Energiepegel, ähnlich wie bei einem Smartphone-Akku bei vermehrter Nutzung“, sagt Steffen Häfner, ärztlicher Direktor der Klinik am schönen Moos in Medizin Bad Saulgau. Er ist Facharzt für Psychosomatische und Psychotherapie.

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Was kann man tun, um die soziale Batterie wieder aufzuladen? Fest steht für Experten: Alle, auch extrovertierte Menschen, die oft Energie aus sozialem Austausch ziehen, brauchen Auszeiten, um sich zu erholen. „Entscheidend ist das Gleichgewicht zwischen Aktivität und Erholung“, erklärt Häfner. Nur durch Rückzug, Ruhe oder entspannende Tätigkeiten könne sich die soziale Batterie wieder aufladen.

Gute Strategien zur Regeneration sind laut Häfner:
• Erholsamer Schlaf: Ausreichend schlafen ist die Basis für die Erholung der sozialen Batterie.
• Bewegung in der Natur: Spaziergänge helfen dabei, den inneren Akku wieder aufzufüllen. 
• Kreative Aktivitäten: Malen, Musizieren oder andere kreative Tätigkeiten wirken entspannend und regenerierend.
• Qualitative Gespräche: Ein gutes Gespräch, in dem man sich verstanden fühlt, kann auch zur Erholung beitragen.

Wenn die Erschöpfung trotz Ruhe und Ausgleich bleibt, kann das auch ein Hinweis auf eine psychische Erkrankung sein, erklärt Steffen Häfner. Auch Menschen mit Burn-out berichten davon, dass sie sich kaum noch erholen, selbst nach längeren Pausen als wäre ein Smartphone zwar an eine Steckdose angeschlossen, aber das Ladekabel ist defekt“.

Warnsignale, die man ernst nehmen sollten:
• Permanente Überforderung: Das Gefühl, dauerhaft überfordert zu sein, verschwindet nicht.
• Sozialer Rückzug: Man zieht sich zunehmend aus sozialen Kontakten zurück.
• Ausbleibende Erholung: Selbst nach Pausen stellt sich keine Erholung ein.

Bemerkt man diese Anzeichen oder Warnsignale, könne es sein, „dass möglicherweise mehr dahintersteckt als bloße Alltagserschöpfung“, so Häfner. In solchen Fällen ist es ratsam, professionelle Unterstützung zu suchen“ und mit deren Hilfe daran zu arbeiten, Ressourcen zu stärken, Stressreaktionen abzumildern und wieder eine gesunde Balance zwischen Rückzug und sozialer Aktivität zu finden.
dpa