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So werden Sie Schnecken los

Gartenbesitzer sind nicht machtlos gegen die Tiere - Wie man eine Plage vermeiden kann, erläutern Experten.

So werden Sie Schnecken los

Vor allem Nacktschnecken sind ein Problem im Garten. Foto: dpa-tmn/Hildenbrand

Ist es drauẞen nass, sind Schnecken besonders aktiv - sehr zum Unmut vieler Gartenbesitzer. Ganz machtlos ist man aber nicht. Die BUND-Expertin Corinna Hölzel verrät, wann man gegen Schnecken vorgehen sollte, welche Maßnahmen am wirksamsten sind und wie man vermeidet, dass es zu einer Plage kommt.

Wann werden Schnecken zum Problem?

Wenn ein Großteil der Pflanzen angeknabbert oder komplett weggefressen wird. Die Schnecken sieht man dann überall - auf den Pflanzen, den Wegen und den Beeten, besonders in den frühen Morgenstunden und am Abend. Jungpflanzen haben dann auch fast gar keine Chance mehr, da sie sofort angefressen werden. Die Schnecken sitzen etwa auf den Blättern des Salats und fressen sich systematisch vor. Da denkt man am Vortag noch „Morgen kann ich Salat ernten“ und dann kommt man früh in den Garten und es ist nichts mehr übrig. Entdeckt man vereinzelt mal ein Loch im Blatt, ist das nicht so schlimm. Ist aber nur noch der Strunk da, sollte man aktiv werden. Die spanische Wegschnecke etwa ist eine invasive Art und hat sich hierzulande sehr stark vermehrt. Wenn die Bedingungen stimmen, der Boden feucht ist, tritt sie sehr häufig auf. Sie frisst fast alles.

Unternehmen aus der Region

Was kann man gegen Schnecken tun?

Zunächst einmal versuchen, die Schnecken von den jungen Pflanzen oder den besonders gefährdeten Pflanzen fernzuhalten. Dafür gibt es bestimmte Schneckenzäune oder Schneckenkragen, die die Schnecken nicht überwinden können.

Gefährdete Pflanzen kann man auf dem Hochbeet anpflanzen. Da sind sie für die Schnecken schlechter zu erreichen. Selbst gebaute Schneckenfallen wie die bekannten Bierfallen sind nicht zu empfehlen, da die Tiere qualvoll verenden. Wenn viele Schnecken an den Pflanzen sitzen, sollte man sie händisch absammeln, früh am Tag oder am Abend. Man bringt sie dann am besten in die hinteren Ecken des Gartens oder auf den Kompost.

Auf Schneckenkorn sollte man verzichten, denn das ist auch für Hunde, Katzen und Igel giftig. Schneckenkorn auf Eisenbasis ist zwar weniger gefährlich für Wild- und Haustiere, es tötet aber auch nützliche Schnecken wie Gehäuseschnecken und Weinbergschnecken. Oder auch den Tigerschnegel, der die Eier der Wegschnecke frisst. Die Schneckenpopulation im Garten lässt sich eindämmen, indem man auf Schneckeneier achtet - die sehen ein wenig aus wie Schaumblasen - und sie zerstört. Oft findet man sie an dunklen, feuchten Stellen, etwa unter Trittbrettern oder umgedrehten Blumentöpfen, wo sich Feuchtigkeit sammelt.

Wie kann man eine Schneckenplage verhindern?

Indem man Pflanzen im Garten hat, die Schnecken gar nicht schmecken. So etwa Rote Bete, Zwiebeln, Lauch, Mais und Tomaten. Sehr junge Tomaten oder auch Mangoldpflänzchen sollte man dennoch schützen.

Gießen sollte man in den frühen Morgenstunden, wenn die Schnecken sich in ihre Schattenbereiche zurückziehen - nicht am Abend, da dann Feuchtigkeit herrscht.


Tage der offene Tür

Für Gartenfreunde ist der Herbst eine angenehme Jahreszeit, dann kann man in der eigenen Naturoase wieder Hand anlegen und die Ernte des Jahres einsammeln. Die Baumschule Nisi in Remseck lädt zu ihren Tagen der offenen Tür am 27. und 28. September in die Baumschule ein. Das Sortiment an Heckenpflanzen, Sträuchern, Hausbäumen und Obstpflanzen ist aufgefüllt. Außerdem bieten die Garten-Experten neben Stauden, Kräutern und Rosen auch saisonale Blumen. Um den Pflanzen die notwendigen Nährstoffe zu liefern, hat Nisi auch verschiedene biologische Dünger und bei Befällen durch Schädlinge/Pilze ebenfalls Hilfen dagegen. Das fachkundiges Personal berät Besucherinnen und Besucher gerne. Außerdem kann man sich mit einem reichhaltigen Angebot an Essen und Getränken stärken. Der KVA Remseck bewirtet die Gäste.