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Wohin mit Abfällen rund ums Pflanzen?

Hobbygärtner haben auch solche Aufgaben: Aufräumen, Reste wegräumen - Tipps, worauf es ankommt.

Wohin mit Abfällen rund ums Pflanzen?

Ein Mitarbeiter eines Abfallbetriebs holt eine Biotonne zur Entleerung ab. Foto: dpa

Nach dem Pflanzen, Graben, Düngen oder Aufräumen des Balkons stellt sich unweigerlich die Frage nach der richtigen Entsorgung. Dabei landet schnell etwas in der falschen Tonne – oft aus gut gemeinter Logik heraus. Denn anders, als viele vermuten, gehören ausrangierte Übertöpfe aus Kunststoff beispielsweise nicht in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Darauf weist die Initiative „Mülltrennung wirkt“ hin.

Der Grund liegt im deutschen Abfallrecht: Die Gelbe Tonne ist ausschließlich für Verpackungsabfälle vorgesehen. Gegenstände aus Kunststoff, die keine Verpackung sind - etwa Pflanztöpfe, Spielzeug oder Haushaltsartikel – dürfen dort grundsätzlich nicht entsorgt werden. Stattdessen gehören sie, je nach kommunaler Regelung, in den Restmüll, auf den Wertstoffhof oder in eine vorhandene Wertstofftonne.

Ein Fall für den Restmüll sind auch beschädigte Blumentöpfe aus Ton oder Holz, ebenso Blumendraht, Pflanzenclips oder andere Kleinteile aus Mischmaterialien. Sehr große Pflanzgefäße und Blumenkästen aus Kunststoff oder Metall zählen hingegen häufig zum Sperrmüll oder sollten direkt beim Wertstoffhof abgegeben werden. Gleiches gilt für defekte Gartengeräte wie zahnlose Rechen, löchrige Schubkarren oder verbogene Schaufeln, da sie wertstoffhaltige Materialien enthalten, die getrennt erfasst werden können.

Bei Verpackungen von Flüssigdüngern ist die Lage differenzierter: Sie dürfen grundsätzlich in die Gelbe Tonne – allerdings nur, wenn sie vollständig entleert sind. Selbst geringe Restmengen von Düngemitteln oder Pflanzenschutzmitteln können Umwelt und Gewässer belasten und gehören daher keinesfalls ins Abwasser. Solche Rückstände sollten immer in der Originalverpackung bei kommunalen Schadstoffsammelstellen abgegeben werden. Diese Problemstoffsammlungen sind ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft, da sie gefährliche Stoffe kontrolliert erfassen und entsorgen.

Unternehmen aus der Region

Auch bei organischen Gartenabfällen ist Sorgfalt gefragt: Zurückgeschnittene Triebe, Laub oder verwelkte Pflanzen gehören in die Biotonne oder auf den Kompost. Entscheidend ist dabei, dass keine Fremdstoffe wie Kunststofftöpfe, Folien oder Drahtreste enthalten sind. Bereits geringe Verunreinigungen können dazu führen, dass Mikroplastik in Kompost und damit in Böden gelangt. Was bedeutet: Mülltrennung ist mehr als Alltagsroutine, sie ist Voraussetzung für funktionierendes Recycling und den Schutz natürlicher Ressourcen. Nur sauber getrennte Abfälle können effizient wiederverwertet werden und tragen dazu bei, Umweltbelastungen zu reduzieren. red