Präsentiert von

Anzeige

Stuttgart lokal

Mehr als nur Wohnraum

Immobilien mit Stil sind einzigartige Lebenswelten, die etwas über die Bewohnerinnen und Bewohner aussagen.

Mehr als nur Wohnraum

Wichtig ist der Gesamteindruck Foto:: Tubesradiatori.com/Beppe Brancato Adstudio MiLo/BHW Bausparkasse

Zeig mir, wie du wohnst und ich sage dir, wer du bist“... soll man ein schlauer Mann gesagt haben. Oder eine schlaue Frau. So genau weiß man das nicht mehr. Wie bei manchen schlauen Sprüchen. Klar ist, das Konzept des Wohnens, des irgendwo seine Zelte aufschlagens, ist so individuell wie der Mensch, der das tut. Und auch wenn das Zelt vom mobilen Haus zu „My home is my castle“ wird, so war es doch schon für die Person einzigartig, als es mit ihr nomadisch durch die Lande zog. Die eigenen vier Wände, ob Haus oder Wohnung, stellen nicht nur Raum zum Wohnen, sondern Raum zum Leben dar, die von dem Selbst, dessen Atmosphäre und Ästhetik, der eigenen Ausdrucksart erzählen.

Unternehmen aus der Region

Wie sagte die amerikanische Architektin Julia Morgan, die mehr als 700 Gebäude entwarf, erste lizenzierte Architektin des Bundesstaates Kalifornien war und als erste Frau mit der AIA Gold Medal ausgezeichnet wurde? „Meine Gebäude werden mein Erbe sein... Sie werden für mich sprechen, auch lange nachdem ich fort bin.“

Aber man muss keine Architektin sein. Mag sich so manches zunehmend schneller drehen in einer sich ständig wandelnden Welt, in jedem Dasein ist eine Konstante, trotz Irrungen und Wirrungen. Trends kommen und gehen, der eigene Stil bleibt der Faden, der sich durchzieht, manchmal gar durch Generationen, einen Eindruck hinterlässt, von Selbstbewusstsein erzählt. Das gilt für Mode, Möbel und Immobilien - je nachdem, was man sich leisten kann. Neuschwanstein ist nur für die wenigsten, davon abgesehen, dass es wohl auch die wenigsten wollten, selbst wenn sie es sich leisten könnten. Hat doch jeder und jede seine eigene Idee von Neuschwanstein, eben seinen Charakter.

Bleibt - jenseits finanzieller Möglichkeiten die Frage, hat nun jemand ein Säulenportal am Eingang, weil er Fan der Antike oder des Films „Vom Winde verweht“ ist? Weil er protzen will? Oder Architekturzitate neu interpretieren? Erzählt ein Reetdach nun vom Norden oder geht es um Ökologie? Klar ist, Immobilien mit Stil, wo Form, Funktion, Narrativ und Nachhaltigkeit stimmen, ob nun modern, klassisch oder avantgardistisch, sind begehrt.

Eine Immobilie ist mehr als Schutz vor Schaden und Bedrohung Foto: studio ruim /Floris Versterstraat/BHW Bausparkasse
Eine Immobilie ist mehr als Schutz vor Schaden und Bedrohung Foto: studio ruim /Floris Versterstraat/BHW Bausparkasse

Eine Immobilie ist mehr als Schutz vor Schaden und Bedrohung, sie gibt Raum für Individualität, sie ist ein Ort der Selbstbestimmung. Wohnen beeinflusst das gesamte Leben. Das Individuum kann - in der Regel - entscheiden, wie seine persönlichen vier Wände aussehen, welchen Hobbys man dort ungestört nachgeht, wer die Schwelle übertreten darf. Und es entscheidet, was Gäste dort zu sehen kriegen oder auch nicht.

Betreiben doch manche „Snoopology“, also Schnüffelei. „Man lebt so, wie man wohnt - man wohnt so, wie man lebt“, meint der amerikanische Persönlichkeitspsychologe Samuel Gosling, ein „Snoopologist“. Er versucht sich an der Fähigkeit, aus hinterlassenen Spuren Informationen abzulesen. Jeder könne das, so Gosling. Doch statt sich nur auf eigene Intuition zu verlassen, gehe es bei guten„Schnüfflern“ durchaus wissenschaftlich zu. Es gebe zwar keine benennbaren Gegenstände, die etwa auf Persönlichkeitsmerkmale wie eine hohe Geselligkeit schließen ließen.

Wichtiger sei der Gesamteindruck und die Frage, ob Haus, Hof und Herd alias Einrichtung absichtlich oder unabsichtlich so aussehen wie sie aussehen. In jedem Fall sei es eine Aussage. Laut Gosling unterscheidet zwei Objekttypen: „Identitätskörper“, also absichtlich Hinterlassenschaften wie Fotos einer geliebten Person auf dem Schreibtisch oder „Verhaltensrückstände“, Gegenstände, die unbedacht zurückbleiben. Kurz, es kommt also nicht nur darauf an, wie die Umgebung uns widerspiegelt, sondern auch, wie sie arrangiert ist. Und auch da spielt er wieder mit rein, der Stil.

Wie schrieb noch der römische Architekt, Ingenieur und Architekturtheoretiker Vitruv, dessen „Zehn Bücher über Architektur“ aus dem im 1. Jahrhundert v. Chr. das einzige erhaltene antike Werk zum Thema sind? „Architektur beruht auf drei Prinzipien: Firmitas (Festigkeit, Stabilität), Utilitas (Zweckmässigkeit, Nützlichkeit) und Venustas (Anmut, Schönheit).“