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Umwelt

Textilien systematisch sortieren und aufbereiten

Mit Pick4Crcl verbessern das Fraunhofer IPA und Polysecure GmbH das Recycling von Altkleidern.

Textilien systematisch sortieren und aufbereiten

Im Projekt »Pick4Crcl« entsteht ein Demonstrator für das roboterbasierte Erkennen und Sortieren von Textilien. Foto: Fraunhofer IPA/Foto: Florian Jordan

Was es nicht alles gibt: Mit Pick4Crcl Fraunhofer IPA und Polysecure GmbH das Recycling von Altkleidern. Das Fraunhofer-Institut gehört deutschlandweit zu den führenden Forschungszentren, die immer wieder für Schlagzeilen sorgen und gute Nachrichten in Sachen Fortschritt liefern. Jetzt lässt ein neues Recycling-System aufhorchen. Es funktioniert so, dass Technologien für das roboterbasierte Erkennen und Handhaben von Textilien sowie für das messtechnisch hochwertige Identifizieren der Materialien und Materialmischungen entwickelt worden sind. Das Ziel ist, ein automatisiertes Sortieren zu ermöglichen, das skalierbar und wirtschaftlich ist und entsprechend der neuen EU-Pflicht agiert. verbessern das

Der Automatisierungsbedarf im europäischen Raum steigt rund um das Recycling von Altkleidern kontinuierlich. Weltweit fallen jährlich mehr als 92 Millionen Tonnen Textilabfälle an, während in der EU bislang weniger als ein Prozent der Post-Consumer-Alttextilien automatisiert sortiert wird. Manuelle Prozesse sind personalintensiv, schwer skalierbar und stoßen insbesondere bei Mischtextilien, die die Regel sind, bei dunklen Stoffen und ungeordnet angelieferten Textilströmen an Grenzen. Nicht zuletzt gilt seit 2025 in der EU die Pflicht, Alttextilien getrennt zu sammeln.

E Pick4Crcl setzt genau hier i an. Im InvestBW-Forschungsprojekt entwickeln das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA und die Polysecure GmbH Lösungen für das automatisierte Vereinzeln und Sortieren von Textilabfällen. Im Mittelpunkt stehen KI-gestützte, modellfreie Greifplaner, mit denen ein Roboter ungeordnet angelieferte Textilstücke erkennen, gezielt greifen, ausbreiten und für die anschließende Materialanalyse auf einem Förderband ablegen kann. Parallel entwickelt Polysecure eine multimodale Materialklassifizierung, die in einem Schritt das Objekt auf Basis verschiedener Sensoriken analysiert. Beide Technologien in einer Logie werden in der Sort4Circle-Pilot-Sortieranlage zusammengeführt und unter praxisnahen Bedingungen validiert. Ziel ist eine effiziente, wirtschaftliche und gut skalierbare hochwertige Sortierung. Textilien gehören zu den schwierigsten Objekten für die Robotik, da sie flexibel sind, sich verformen und oft ineinander verschlingen oder gegenseitig verdecken. Dadurch ist das zuverlässige Vereinzeln für Robotersysteme besonders anspruchsvoll. Für ein hochwertiges Recycling ist dieser Schritt jedoch entscheidend.

Unternehmen aus der Region

Denn nur wenn einzelne Textilstücke geordnet zugeführt werden, kann die nachgelagerte Sensorik das Material präzise erkennen. Das Fraunhofer IPA entwickelt hierfür KI-gestützte, modellfreie Greif- und Segmentierungsalgorithmen. Ziel ist es, dass der Roboter einzelne Textilien in chaotischer Andienung identifiziert, geeignete Greifpunkte bestimmt und die gegriffenen Stücke anschließend so auf der Fördertechnik ablegt, dass sie optimal für die weitere Materialdetektion vorbereitet sind. Ein weiterer Baustein des Projekts ist der Aufbau eines öffentlichen Datensatzes mit Bild- und Sensordaten textiler Abfälle. Damit sollen die entwickelten KI-Verfahren auch für die weitere Forschung nutzbar gemacht werden. pm