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Der erste Eindruck entscheidet

Auch die Bewerbung ist im digitalen Zeitalter angekommen. Was sich nicht geändert hat: der erste Eindruck ist fast immer der entscheidende. Sorgfalt ist nach wie vor oberstes Gebot.

Der erste Eindruck entscheidet

Dass der erste Eindruck fast immer der wichtigste ist, der über„hop oder top“ entscheidet, ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Foto: dpa-tmn

Warum sollte sich ein Unternehmen dazu entscheiden, ausgerechnet mich einzustellen? Das ist die wichtigste Frage, auf welche die Bewerbungsmappe, egal ob per Post oder per E-Mail verschickt, eine überzeugende Antwort geben muss. Über das Motivationsschreiben, die Zeugnisse und den Lebenslauf erfolgt das erste Kennenlernen zwischen denen, die sich bewerben, und jenen, die über die Besetzung der Position entscheiden. In der Regel möchten die Unternehmen eine Bewerbung in digitaler Form, einige bevorzugen sogar sogenanntes „Slim Recruiting“, also eine Kontaktaufnahme, bei der nur der Lebenslauf und die Zeugnisse hochgeladen werden. Die Motivation wird dann im persönlichen Gespräch gecheckt, wobei es auch hier auf jeden Fall sinnvoll ist, sich im Vorfeld Notizen zu machen, warum man sich für die ausgeschriebene Stelle interessiert. Schriftlich sollte eine Bewerbung nur eingereicht werden, wenn das ausdrücklich gewünscht wird.

Das Gegenüber überzeugen

Üblich ist meist die klassische Variante, bei der man, je nach Branche, sein Interesse und die Eignung für die ausgeschriebenen Stelle über ein Motivationsschreiben oder ein Bewerbungsvideo erläutert. Immer kommt es dabei darauf an, die Angesprochenen davon zu überzeugen, dass und warum man sich wirklich genau für ihr Unternehmen und die ausgeschriebene Position interessiert – und warum dieses kaum jemand Besseren finden kann, als einen selbst. Um diese erste Hürde gut zu meistern, ist es wichtig, genügend Zeit und Mühe zu investieren. Dass der erste Eindruck fast immer der wichtigste ist, der über „hop oder top“ entscheidet, ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Was Arbeit macht, dafür aber umso wichtiger ist: Wie eh und je müssen die Bewerbungsunterlagen fehlerfrei sein. Hilfreich ist es hier, am Ende noch einmal jemand anderen einen Blick darauf werfen zu lassen, weil man die eigenen Fehler irgendwann selbst überliest.

Unternehmen aus der Region

Bewerben per Smartphone

Literarische Höhenflüge erwartet niemand, aber flapsige Anschreiben sind tabu – dasgilt auch für Videobewerbungen oder Selfies, die oft bei kreativen Berufen oder in der Medienbranche erwünscht sind. Bei der im Trend liegenden sogenannten One-Klick Bewerbung kann man sich sogar ganz einfach von unterwegs per Smartphone bewerben. Das dauert höchstens fünf Minuten. Dabei werden die Daten automatisch aus dem bei Xing oder Linked-In hinterlegten Profil an Wunsch-Arbeitgeber übertragen. Wichtig ist hier, dass der Steckbrief, also die persönlichen Daten und die bisherigen Karriereschritte (Schulbildung und Praktika), lückenlos und auf dem aktuellen Stand sind.

Was steht über mich im Netz?

Schutz vor unliebsamen Überraschungen gewährleistet ein Suchlauf im Internet, um zu prüfen, was hier über einen selbst zu finden ist. Dazu gehört auch das Checken der eigenen Social-Media-Profile. Umgekehrt lässt sich die eigene Online-Präsenz natürlich auch geschickt und kreativ als Tool einsetzen, um positiv auf Zufallen.

Auf Keywords achten

Eine Vorauswahl bei klassischen Bewerbungen treffen bei großen Unternehmen häufig spezielle Algorithmen, welche die eingereichten Unterlagen gezielt nach Keywords durchforsten – stets auf der Suche nach Begriffen, die für das Unternehmen relevant sind sich genau auf die zu besetzende Stelle beziehen. Deshalb sollte nicht nur das Anschreiben, sondern auch der Lebenslauf immer an die entsprechende Position angepasst werden. Und: nicht jedes Hobby ist unbedingt für die Personalabteilung wichtig. Gut ist es, wenn es eine Verbindung zwischen privaten Interessen und der ausgeschriebenen Stelle gibt. Wer zum Bei-spiel ein Instrument spielt, kann damit eventuell bei kreativen Jobs punkten.

Wer einen Mannschaftssport betreibt, zeigt sich als teamfähig. Soziales oder ehrenamtliches Engagement kommt auf jeden Fall immer gut an.

Ins rechte Licht setzen

Wird vom Unternehmen der Wahl Bewerbungsvideo gewünscht? Und soll es gut werden? Dann steht an erster Stelle das Drehbuch.

1 Wie beim klassischen Motivationsschreiben geht es auch hier darum, sich vorzustellen und knapp und überzeugend deutlich zu machen, wofür man sich bewirbt, warum man für das Unternehmen arbeiten möchte und warum man ein geeigneter Kandidat oder eine geeignete Kandidatin ist, die ʼn das Unternehmen auf jeden Fall kennenlernen sollte. Wenn keine Vorgaben über die Länge des Videos gemacht werden, sind zwei bis drei Minuten in der Regel eine gute Dauer.

Wichtig: Man sollte sich in jeder Hinsicht ins rechte Licht setzen. Das beginnt damit, dass man gut im Bild zu sehen ist und Schatten vermeidet. Der Hintergrund sollte neutral sein. Ein wichtiges Kriterium ist zudem eine gute Tonqualität. Hintergrundgeräusche haben in einem Bewerbungsvideo nichts zu suchen. Gut ist es, wenn man das Fenster schließt, damit Straßenlärm oder Vogelgezwitscher draußen bleiben. Damit man ungestört bleibt, ist es hilfreich, auch der Familie Bescheid zu sagen. Damit die Botschaft gut beim Gegenüber ankommt, ist es unabdingbar, verständlich, laut genug und freizusprechen. Dann hinterlässt der Bewerbungsclip bei allen Beteiligten einen positiven Eindruck. eru, red