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Stuttgart lokal

Es gibt noch Luft nach oben

Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher sind gefragt wie nie - und trotzdem kann man mehr tun.

Ganz gleich, ob in der Stadt oder in ländlichen Regionen: auf den Hausdächern in Deutschland boomen die Photovoltaikanlagen. Foto: Fotolia/Simon Kraus
Ganz gleich, ob in der Stadt oder in ländlichen Regionen: auf den Hausdächern in Deutschland boomen die Photovoltaikanlagen. Foto: Fotolia/Simon Kraus

Die Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer in Deutschland setzen auch in einem schwierigen Marktumfeld verstärkt auf grüne und nachhaltige Technologien zur Energieerzeugung. Vor allem Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher waren im vergangenen Jahr stark nachgefragt. Messbar sind diese Zuwächse im sogenannten Prosumer-Report, der von EUPD Research im Auftrag des Ökostromanbieters Lichtblick ermittelt wird. Der entsprechende Index stieg im Jahre 2024 um 30 Prozent auf 21,9 Punkte.

Die tragenden Säulen der Energiewende

Wer als Hausbesitzerin oder Hausbesitzer Solarstrom auf dem Dach erzeugt und damit einen Großteil des Energiebedarfs selbst deckt, wird als Prosumer bezeichnet. 11,1 Millionen Häuser in Deutschland gelten als wirtschaftlich geeignet für eine Solaranlage, sie bilden das Prosumer-Potenzial. Dem aktuellen Prosumer-Report zufolge bleiben Photovoltaikanlagen die tragende Säule der Energiewende im Eigenheim, im vergangenen Jahr wurden bereits vier Millionen Solaranlagen mit einer Leistung bis 20 Kilowatt Peak (kWp) registriert, damit nutzen bereits gut ein Drittel der Prosumer-Häuser Solarstrom vom eigenen Dach.

Läuft: Batteriespeicher und Smart Meter

Insgesamt haben die Prosumer 30 Milliarden Kilowattstunden Strom im vergangenen Jahr erzeugt – sechs Milliarden mehr als in 2023 noch. Auch Batteriespeicher sind den Zahlen zufolge auf dem Vormarsch: Man findet sie in knapp 17 Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser, seit 2020 hat sich die Zahl der neu installierten Speicher damit mehr als versechsfacht. Der Anteil der Haushalte mit Smart Meter, der Grundlage für die flexible Nutzung von Strom, konnten sich im vergangenen Jahr verfünffachen.

Wie ist es mit der Kombination aus Wärmepumpen und Elektro-Autos

Nach zwei Rekordjahren brach der Wärmepumpenmarkt dagegen im vergangenen Jahr um 46 Prozent ein, der Anteil der Prosumer-Häuser mit eingebauter Wärmepumpe stieg daher nur leicht an. Auch bei E-Autos und privaten Ladestationen verlangsamte sich das Wachstum erheblich.

Aktuell decken Prosumer im Schnitt neun Prozent ihres Energiebedarfs selbst. „Das Potenzial liegt jedoch deutlich höher: Wären alle geeigneten Häuser mit Solaranlagen ausgestattet, könnten 64 Prozent des Gesamtbedarfs an Strom, Wärme und Mobilität bilanziell selbst erzeugt werden - das entspricht 69 Milliarden Kilowattstunden jährlich beziehungsweise 14 Prozent der heutigen Nettostromerzeugung in Deutschland“, erklärt Anja Fricke vom Energieversorger LichtBlick.
red


Raus aus der Hitzefalle

Eine Wärmedämmung verbessert das Raumklima zu jeder Jahreszeit, auch im Sommer.

Die Sommer hierzulande werden tendenziell immer heißer und trockener. Was Sonnenanbeter freut, kann in den eigenen vier Wänden schnell zur Belastung werden. Überhitzte Innenräume können das Wohlbefinden beeinträchtigen und den erholsamen Schlaf stören. Ventilatoren bringen nur wenig Entlastung, Klimaanlagen verursachen hohe Energieverbräuche.

Was viele nicht wissen: Die Wärmedämmung an der Fassade, die im Winter die Heizwärme besser im Haus hält, trägt auch an heißen Tagen zu einem ausgeglichenen Raumklima bei und ist somit eine nachhaltige Maßnahme gegen den Hitzestau.

Die Sommerhitze einfach aussperren

Klamme Räume im Winter trotz voll aufgedrehter Heizung und permanente stickige Verhältnisse an heißen Tagen sind deutliche Hinweise dafür, dass man die energetische Effizienz des Zuhauses unter die Lupe nehmen sollte. Häufig liegt die Ursache in einer mangelhaften oder fehlenden Dämmung.

So kann im Winter teure Heizenergie nach draußen entweichen, während in der warmen Jahreszeit die Hitze ungehindert ins Gebäude eindringen kann. „Eine gut gedämmte Fassade spart bares Geld, trägt zum Klimaschutz bei und sorgt zu jeder Jahreszeit für ein angenehmes Raumklima“, erklärt Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung beim Industrieverband Hartschaum (IVH). Zudem sind die warmen Monate der passende Zeitpunkt, um Modernisierungen umzusetzen. Energieberater und erfahrene Fachhandwerker vor Ort sind dafür die richtigen Ansprechpartner für eine individuelle Planung. Serena Klein: „Wer in den Sommermonaten die energetische Qualität des Hauses verbessert, profitiert im kommenden Winter bereits von niedrigeren Heizkosten.“ Eine effektive Fassadendämmung empfiehlt sich zudem vor weiteren Modernisierungen wie dem Umstieg auf eine Wärmepumpe.

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Das passende Dämmmaterial finden

Eine große Rolle spielt die Wahl des geeigneten Dämmmaterials. Bewährte Lösungen wie EPS, auch bekannt unter dem Markenbegriff Styropor, durch hohe überzeugen Dämmwerte, lange Haltbarkeit und eine einfache Verarbeitung Vorteile, die besonders bei Sanierungen zählen. Ein wichtiger Aspekt ist zudem die Nachhaltigkeit: Nach Jahrzehnten im Einsatz kann das Material recycelt werden.

Weitere Informationen rund um die Themen Dämmung finden sich etwa unter www.ivh.de .

Übrigens: Eigenheimbesitzer profitieren von staatlichen Zuschüssen, beispielsweise aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Auch hier hat der IVH mehr Infos.