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Gut vorbereitet im Winter

Kälte, Eis und Schnee fordern ihren Tribut – vor allem vom Auto. Diese Punkte sollten Sie unbedingt beachten, um sicher durch den Winter zu kommen.

Gut vorbereitet im Winter

In der dunklen und kalten Jahreszeit stellt das Autofahren uns vor besondere Herausforderungen. Foto: dpa-tmn

Die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer: Für Autofahrer ist das ein deutliches Signal: Höchste Zeit, das Fahrzeug winterfit zu machen. Ein gründlicher Wintercheck kann nicht nur teure Reparaturen und ärgerliche Pannen verhindern, sondern im Ernstfall sogar Leben retten.

Die kalte Jahreszeit stellt besondere Anforderungen an Fahrzeug und Fahrer: Rutschige Straßen, schlechte Sichtverhältnisse und extreme Temperaturen setzen der Technik zu. Wer rechtzeitig vorsorgt, fährt sicherer durch den Winter und spart sich böse Überraschungen. Diese fünf Punkte gehören auf Ihre Checkliste:

→ Reifen: Der wichtigste Kontakt zur Straße

Winterreifen sind bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius ein Muss – nicht nur bei Schnee und Eis. Die weichere Gummimischung sorgt auch auf trockener, kalter Fahrbahn für besseren Grip. Alternativ können Ganzjahresreifen (Allwetterreifen) eine Lösung sein, die das Alpine-Symbol (Schneeflocke im Berg) tragen müssen. Diese sind besonders für Wenigfahrer oder in milderen Klimazonen eine Option. Prüfen Sie die Profiltiefe der Reifen – mindestens 1,6 Millimeter sind gesetzlich vorgeschrieben, für optimale Sicherheit sollten es jedoch vier Millimeter sein. Ein einfacher Test: Stecken Sie eine Zwei-Euro-Münze in das Profil. Verschwindet der silberne Rand vollständig, ist das Profil noch ausreichend. Kontrollieren Sie auch den Reifendruck, da dieser bei sinkenden Temperaturen um etwa 0,1 bar pro zehn Grad abnimmt.

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→ Batterie: Schwachstelle bei Kälte

Die Starterbatterie im Auto leidet unter Kälte und sollte daher vor dem Winter unbedingt überprüft werden. Wer sich nicht selbst mit dem Multimeter rantraut, kann einen Batterietest in der Werkstatt durchführen lassen.

Ein einfacher Test, im Dunkeln vor einer Mauer liefert ebenfalls wichtige Indizien für eine nicht mehr ausreichende Leistung. Eine schwache Batterie zeigt sich sonst oft erst bei den ersten frostigen Nächten – dann ist es meist zu spät.

→ Beleuchtung: Sehen und gesehen werden

In der dunklen Jahreszeit ist funktionierende Beleuchtung überlebenswichtig. Die Tageslichtdauer verkürzt sich drastisch, schlechte Witterung verschlechtert die Sicht zusätzlich.

Testen Sie alle Lichter: Abblend- und Fernlicht, Blinker, Brems- und Rücklichter sowie Nebelscheinwerfer.

Sehr wichtig: Defekte Leuchtmittel sollten umgehend ersetzt werden. Vergessen Sie nicht, verschmutzte Scheinwerfer zu reinigen – bereits eine dünne Schmutzschicht reduziert die Lichtausbeute deutlich.

→ Scheibenwischer und Frostschutz

Verschlissene Wischerblätter hinterlassen Schlieren und beeinträchtigen die Sicht erheblich. Tauschen Sie sie bei nachlassender Leistung rechtzeitig aus. Füllen Sie Frostschutzmittel in die Scheibenwaschanlage – bis minus 20 Grad sollte es ausgelegt sein. Prüfen Sie auch den Frostschutz im Kühlsystem – ein Frostschaden am Motor kann mehrere tausend Euro kosten. Die richtige Mischung können Sie mit einem Prüfgerät testen lassen.

→ Notfallausrüstung: Für den Ernstfall gerüstet

Packen Sie eine Winternotfallausrüstung zusammen: Eiskratzer, Schneebesen, warme Decke, Taschenlampe, Starthilfekabel und warme Kleidung gehören in jeden Kofferraum.

Zusätzlich empfehlen sich Handschuhe und eine kleine Schaufel. Ein Schale Katzenstreu, eine mit Salz gefüllte Socke oder altes Zeitungspapier helfen Feuchtigkeit aus der Luft zu ziehen und beschlagene Scheiben zu vermeiden.

Ein gründlicher Wintercheck dauert zwar etwas, kann aber vor bösen Überraschungen und Pannen bewahren.

Ein gründlicher Wintercheck dauert zwar etwas, kann aber vor bösen Überraschungen und kostspieligen Pannen bewahren. Wer unsicher ist, sollte eine Fachwerkstatt aufsuchen - die Investition lohnt sich allemal. reda

Von der Redaktion