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Jazztage Stuttgart: Patrick Bebelaar - Wanderer zwischen den Welten

Patrick Bebelaar & Friends: Alte und neue Weggefährten eingeladen - Mit Frank Kroll, Michel Godard und Jarrod Cagwin verwischt er am 29. März Grenzen.

Jazztage Stuttgart: Patrick Bebelaar - Wanderer zwischen den Welten

Patrick Bebelaar Foto: Veranstalter

Wer in Stuttgart lebt und Jazz liebt, der ist auf jeden Fall schon einmal der Musik von Pianist und Komponist Patrick Bebelaar begegnet: Seit über 30 Jahren setzt er unterschiedlichste Projekte und Kompositionen um. Allerdings nicht nur im Schwäbischen, sondern auf der ganzen Welt. Die Bandbreite ist dabei enorm - sowohl was die Spielstätten als auch was die Formationen angeht. Nur die Qualität dessen, was er macht, bleibt immer hoch.

Die Liste der Stipendien, die der ehemalige Schüler von Richie Beirach früher erhalten hat, ist lang. Schon im Jahr 2000 wurde der 1971 in Trier geborene Pianist mit dem Jazzpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet, weitere internationale Preise folgten. Sein Wissen gibt er an Jüngere weiter: in Südafrika, wo er auch seit 2000 ehrenamtlich in den Townships arbeitet – und in Tübingen als Professor für Jazz/Pop an der Hochschule für Kirchenmusik. Das erstaunt insofern nicht, als er unter anderem schon etliche Auftragskompositionen für die Internationale Bachakademie Stuttgart realisiert hat, darunter „Pantheon“. Darin bezieht er sich auf Johann Sebastian Bachs h-Moll Messe, deren Struktur und Stilmittel er übernimmt, musikalisch dann allerdings eigene Wege geht. Bebelaar nutzt, einem Cantus Firmus vergleichbar, Melodien aus anderen Weltreligionen. So entsteht ein friedliches Miteinander verschiedener Religionen und Kulturen. Schon bei der Uraufführung waren seine langjährigen musikalischen Weggefährten Frank Kroll (Saxofon, Klarinette) und Michel Godard (Tuba, Serpent) an seiner Seite. Beim Abend im Theaterhaus kommen nun noch der amerikanische Percussionist Jarrod Cagwin und der Saxofonist und Klarinettist Christoph Beck hinzu.

„Pantheon“ erklingt im zweiten Konzertteil. Im ersten darf sich das Publikum über Ohrgenüsse in verschiedenen Konstellationen freuen: vom Solo über Duo bis hin zum Quartett mischen Frank Kroll, Michel Godard und Christoph Beck die Stimmen ihrer Instrumente, wobei der Charakter der Kompositionen sich zwischen romantischen Balladen und freien ekstatischen Klängen des europäischen Jazz bewegt. gab

Patrick Bebelaar & Friends: 29. März, 19.30 Uhr