In 25 Jahren hat Markus Stiegler viel aufgebaut: 14 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt er in seiner Markus Stiegler GmbH. Das Team des Fachbetriebs mit Sitz in Erdmannhausen plant, installiert und wartet Heizungen, Solar- und Sanitär-Anlagen, renoviert und saniert Bäder und bietet Kundendienst und Services rund um Heizung, Sanitär und Solar an. In den zweieinhalb Jahrzehnten hat sich viel verändert, berichtet Markus Stiegler, Geschäftsführer des Meisterbetriebs.
Mut gezeigt und sich selbstständig gemacht
"Insbesondere bei der Heiztechnik hat sich einiges getan“, sagt der Experte, der studierter Techniker ist und den Meistertitel als Installateur und Heizungsbauer hat. Mit einem blauen Bussle fing vor 25 Jahren alles an, Markus Stiegler kaufte den VW T4 von der Landeswasserversorgung Schwäbisch Hall. „Unser Logo gab es damals schon, das wurde auf den Bus geklebt“, erinnert er sich.
Nach dem Studium hatte er zunächst bei der Baugenossenschaft Zuffenhausen gearbeitet, der Job am Schreibtisch war aber nichts für ihn: „Ich habe meinen Mut zusammengenommen und mich selbstständig gemacht. Mit einem mulmigen Gefühl am Anfang, aber es lief schnell ziemlich gut und so kamen nach und nach immer mehr Mitarbeiter dazu.“ Heute leuchtet die Fahrzeugflotte in einem freundlichen Gelb und noch immer prangt das charakteristische Logo, das mit Rohrleitungen die Initialen MS nachbildet, auf den Autos.
Gute Beratung ist das A und O
Angebot und Kundenkreis des Heizungs- und Sanitär-Betriebs sind groß: „Wir reparieren den defekten Spülkasten im Privathaushalt, betreuen aber auch komplexe Anlagen wie die Wärmerückgewinnung in größeren Bäckereien“, beschreibt Markus Stiegler. Rund 70 Prozent seiner Aufträge kommen von Privatkunden, das Einzugsgebiet umfasst Marbach und das Bottwartal, teilweise auch bis Ludwigsburg und Kornwestheim.
„Früher waren wir auch viel in Stuttgart unterwegs,“ berichtet Markus Stiegler. Heute lohne sich das nicht mehr, weil zu viel Zeit auf der Straße und im Stau verloren geht. Seinen Kunden rät er bei größeren Projekten wie einer neuen Heizung oder einem neuen Badezimmer, gut zu überlegen und Vor- und Nachteile abzuwägen: „Bloß keine Schnellschüsse! Denn die Trends werden immer kurzlebiger.“
Deshalb gehört für ihn eine fundierte Beratung ganz selbstverständlich dazu. „Ganz besonders im Hinblick auf staatliche Förderungen muss man gut aufpassen und immer auf dem Laufenden bleiben - zum Beispiel, wenn es darum geht, eine in die Jahre gekommene Heizanlage auszutauschen.“
Ein echter Familienbetrieb mit Sohn und Tochter
Auch der Umbau eines Badezimmers will gut überlegt sein, der Fachbetrieb bietet clevere Lösungen auch für kleine Bäder im Altbau und berät zu Themen wie Barrierefreiheit und seniorengerechten Badezimmern und Toiletten. Die Stiegler GmbH ist ein echter Familienbetrieb. Sohn Max, gelernter Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik arbeitet im elterlichen Betrieb im Kundenservice. Tochter Marie unterstützt die Buchhaltung neben ihrem Studium in Teilzeit.
„Es gibt halt wie überall Höhen und Tiefen in der Zusammenarbeit“, berichtet Max Stiegler mit einem Grinsen.
Seine Zukunft sieht er in Erdmannhausen, der Fachbetrieb bleibt in Familienhand: Geplant ist, dass Max den Betrieb vom heute 55-jährigen Chef Markus Stiegler in sieben bis zehn Jahren übernimmt. „Ich will erhalten, was mein Vater aufgebaut hat, es wäre eine Schande, wenn es das alles hier nicht mehr gäbe“, sagt der Junior.
Markus Stiegler bildet Nachwuchs aus
Zu den Angestellten gehören auch drei Auszubildende. In diesem Jahr kommt ein neuer Lehrling dazu, in 25 Jahren hat er elf junge Leute ausgebildet, die heute als Geselle arbeiten oder studieren. „Ich arbeite gerne mit jungen Leuten“, berichtet Markus Stiegler. „Und Branche braucht Nachwuchs. Wo soll der herkommen, wenn wir ihn nicht selbst ausbilden?“ Deshalb ist ihm wichtig, sein Wissen weiterzugeben. Ebenso wichtig ist ihm, sich für seinen Heimatort zu engagieren.
Er ist aktiv im Verein Schlepper- und Oldtimerfreunde Erdmannhausen und gehört zum Organisationsteam der jährlichen Maibaumhocketse, dem Straßenfest und dem Oldtimertreff, die jährlich im Wechsel stattfinden. „Es ist für mich ganz selbstverständlich, mich einzubringen. Ich bin hier verwurzelt. Erdmannhausen ist ein toller Ort zum Wohnen, wir haben hier einen lebendigen Flecken mit Einkaufsmöglichkeiten und vielen Veranstaltungen“, sagt er.
Dass er sich in seiner Heimat wohlfühlt, sieht man auch daran, dass der gebürtige Marbacher dem Ort, in dem er aufgewachsen ist, bis heute immer treu geblieben ist.
Von Andrea Veyhle