150 Jahre sind auch für ein handwerkliches Familienunternehmen außergewöhnlich. Über fünf Generationen in Familienhand und dauerhaft marktfähig zu bleiben, macht die ARTA Gruppe zu einem besonderen Unternehmen der Region.
Begonnen hat alles 1876 in Ludwigsburg. Dort gründete Louis Kraft seinen Malerbetrieb. Aus diesem Anfang entwickelte sich über Generationen hinweg ein Unternehmen, das bis heute ununterbrochen von der Familie Kraft getragen wird. Nach Ludwig Kraft gewann das Unternehmen mit Otto Kraft in der Nachkriegszeit deutlich an Dynamik. Der Betrieb wuchs auf mehr als 50 Beschäftigte, engagierte sich stark in der Ausbildung und wirkte über das eigene Unternehmen hinaus in die Region hinein. Otto Kraft war Obermeister der Innung und erhielt für seine Verdienste in der Ausbildung das Bundesverdienstkreuz.
In der Vaihinger Straße in Ludwigsburg-Eglosheim entstand damals ein neuer Firmensitz mit einer für die Zeit hochmodernen Lackierwerkstatt. Später wurde das Gebäude erweitert, ehe die Zentrale an den heutigen Standort in Ludwigsburg-Pflugfelden wechselte.
Know-how, Weiterbildung, Baustellenprozesse, Kundenorientierung
Mit der vierten Generation kam ein deutlicher Modernisierungsschub. Ulrich Kraft brachte neben der handwerklichen Prägung auch betriebswirtschaftliches Wissen mit. Sichtbar wurde der Wandel zunächst in einem modernen Markenauftritt mit dem „fröhlichen Maler“ und roten, gelben und blauen Punkten. Entscheidender war jedoch die fachliche und organisatorische Erweiterung.
Parallel dazu verlagerte sich der Schwerpunkt des Unternehmens immer stärker in den Ballungsraum Stuttgart-Ludwigsburg, mit heute sieben Unternehmen in der Region. Stuttgart wurde zu einem wichtigen Standbein. Dort wurde mit der heutigen KRAFT GmbH Stuttgart früh ein erstes größeres Unternehmen in Vaihingen übernommen, später kamen weitere Betriebe hinzu, darunter in Bad Cannstatt die Kauderer GmbH & Co. KG sowie mit der Albrecht Fensterbau GmbH der erste Fensterbaubetrieb innerhalb der Gruppe. Auch Spezialthemen wie Flachdachmodernisierung oder Betoninstandsetzung wurden über eigene Gesellschaften aufgebaut.

1994 folgte mit der Gründung der ARTA Gruppe der nächste logische Schritt. Die Dachorganisation sollte eigene Betriebe, Übernahmen und selbstständige Partner unter einer gemeinsamen Marke zusammenführen, ohne deren Identität aufzugeben. Hintergrund war ein Handwerk, das immer technischer und organisatorisch anspruchsvoller wurde. Die ARTA Gruppe wurde damit zur Klammer für Know-how, Weiterbildung, Baustellenprozesse und Kundenorientierung. Heute ist die ARTA Gruppe weit mehr als ein traditionsreicher Malerbetrieb. Sie versteht sich als gewerkeübergreifender Komplettsanierer, der zugleich im Einzelgewerk stark ist. Die Leistungen reichen von Malerarbeiten innen und außen einschließlich Putzarbeiten über Ausbau mit Trockenbau, Brandschutz und Akustik, Fassadenarbeiten und Wärmedämmverbundsysteme bis hin zu Betoninstandsetzung an Hochbauten, Balkonen und Tiefgaragen. Hinzu kommen Flachdachsanierungen, Fenster- und Haustürentausch, Verglasungen, Bodenbeläge und Bodenbeschichtungen. Bei größeren Sanierungsvorhaben ergänzen Partnerunternehmen technische Gewerke wie Elektro, Heizung, Klima und Sanitär. ARTA arbeitet für Privatkunden, Wohnungseigentümergemeinschaften, die Wohnungswirtschaft, Industrie oder im Verwaltungsbau Im Mittelpunkt steht vor allem der Bestand. Genau dort, wo saniert, renoviert, modernisiert und technisch aufgewertet wird, sieht das Unternehmen seine Stärke. Für Kunden wird immer wichtiger, mit möglichst wenig Schnittstellen auszukommen. Genau darauf reagierte die Gruppe mit dem Ausbau ihrer gewerkeübergreifenden Strukturen – bis hin zur 2021 gegründeten ARTA Projektbau GmbH, die Modernisierungsvorhaben von der Beratung über Planung und Bau bis in die spätere Nutzung hinein begleiten kann.
Digitale Unterstützung, neue Technologien
Dazu passt auch das Selbstverständnis des Unternehmens. „Qualität in jeder Beziehung“ lautet das Leitmotiv, das im Wertebild der Gruppe ausdrücklich festgehalten ist. Gemeint ist damit nicht nur technische Qualität auf der Baustelle, sondern ebenso der Umgang mit Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten, Abläufen und Verantwortung. Langfristige Beziehungen, solides Wirtschaften, gesundes Wachstum, Weiterbildung und die Entwicklung von Führungskräften sind dort ebenso verankert wie der Anspruch, über Generationen hinweg zu denken.
Unter Sebastian Kraft, der 2021 in fünfter Generation die Gesamtverantwortung übernommen hat, geht es nun vor allem darum, das Geschaffene zu festigen, digital abzubilden und für die nächste Stufe vorzubereiten. Im Zentrum stehen durchgängige Informationsketten, digitale Unterstützung für Teams und Baustellen sowie neue Technologien. Gleichzeitig bleibt ein weiterer Punkt zentral: das Handwerk attraktiv zu halten. ARTA engagiert sich in Schulen, beteiligt sich am Girls' Day und bietet neben klassischer Ausbildung auch Ausbildung Plus, duale Studiengänge und Qualifizierungen wie den Ausbaumanager an.
So zeigt sich die ARTA Gruppe heute als Unternehmen mit langer Geschichte und klarer regionaler Präsenz. Ludwigsburg ist der Ursprung. Stuttgart, Bad Cannstatt und der gesamte Ballungsraum sind seit langem ein wesentlicher Teil der Gegenwart. Und die Zukunft soll daraus entstehen, dass handwerkliche Kompetenz, digitale Entwicklung und regionale Nähe weiter zusammengeführt werden.