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125 Jahre Stadtkapelle-Musikverein Marbach e.V.: Ein Klangkörper feiert seine Geschichte

Musikalisch fest verankert im Stadtgeschehen.

125 Jahre Stadtkapelle-Musikverein Marbach e.V.: Ein Klangkörper feiert seine Geschichte

Bewegte musikalische Zeiten: Oben sieht man eine Aufnahme des Jahreskonzert 2025, unten eine Aufnahme der Fahnenweihe aus dem Jahr 1025, das rechte Bild zeigt die Stadtkapelle in aktueller Besetzung. Fotos: Stadtkapelle Marbach

Lassen Sie uns eine kurze Zeitreise zum Anfang des vergangenen Jahrhunderts machen. Unglaubliche 125 Jahre ist es her, dass die Stadtkapelle Marbach am Neckar sozusagen das Licht der Welt erblickte.
Als am 11. November 1900 im Gasthaus "Hirsch“ in Marbach eine Musikkapelle gegründet wurde, ahnte wohl niemand, dass sich aus der kleinen, acht Mann umfassenden Bläsergruppe, einmal ein kulturelles Aushängeschild der Schillerstadt entwickeln würde, das bis heute fest verankert ist im Stadtgeschehen. Sei es bei offiziellen Festen, dem Volkstrauertag, der Schillerhuldigung oder auch dem Weihnachtskonzert auf dem Marktplatz. 

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Heute, 125 Jahre später, erfüllt das Orchester diesen musikalischen Anspruch eindrucksvoll - mit einem Jubiläumsjahr, das ebenso klangvoll ist wie seine Geschichte, die in der neu verfassten Festschrift nachgelesen werden kann. 

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Rückblick - ein beflügelndes erstes Halbjahr
Im Februar eröffnete die Stadtkapelle ihr Jubiläumsjahr mit einem festlichen Jahreskonzert in der Stadthalle. Unter dem Dirigat von Thomas Conrad und Tatiana Kuhnle spannte das Programm einen Bogen von klassischer Blasmusik bis zu sinfonischen Transkriptionen.

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Der Erfolg setzte sich im April fort: Drei Tage lang verwandelte das Frühlingsfest auf der Festwiese die Schillerstadt in ein klingendes Volksfest. Neben Auftritten befreundeter Kapellen aus Marbach an der Donau/ Österreich, Bittenfeld, Strümpfelbach und Erdmannhausen, lockten die Fahrgeschäfte und das gute Wetter zahlreiche Besucher zum Fest, das in diesem Jahr bereits am Freitagabend mit der Band Diagnostix ins Festwochenende startete. Doch damit nicht genug. Von Mai bis September finden an jedem letzten Mittwoch im Monat im Vereinsheim die inzwischen etablierten „Bergfeste“ statt. Zu diesem „Mitte-der-Woche-Fest“ sind Gastkapellen geladen, die die musikalische Bandbreite der Blasmusik abdecken. Gepaart mit einem leckerem Vesper aus der Vereinsküche, ein wahrer "Gipfel“ in der Woche. 

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Vorschau - Serenadenklänge und ein Abschied
Der musikalische Höhepunkt steht noch bevor: Am 19. Juli lädt die Stadtkapelle zum Serenadenkonzert auf die Schillerhöhe ein. Der Vorplatz des Schiller-Nationalmuseums bietet dafür eine stimmungsvolle Bühne unter freiem Himmel. Ein Ort, an dem die Stadtkapelle bereits im Jahr 1903 bei der Einweihung des heutigen Schillernationalmuseums, bei der auch das Königspaar Wilhelm II. und Charlotte anwesend waren, gespielt hat.

Besonderes Highlight wird die musikalische Unterstützung der Stadtkapelle: es kommt die Feldmusik aus Marbach/Schweiz. Die Freundschaft in die Schweiz besteht schon seit den 1960er Jahren und wird mit dem diesjährigen Besuch nochmals gefestigt. Gleichzeitig wird es ein Abend der Emotionen: Für Thomas Conrad ist es das Abschiedskonzert. Nach 14 erfolgreichen Jahren übergibt er den Taktstock. Wer seine Nachfolge antritt, wird der Verein erst nach dem Serenadenkonzert bekannt geben. 

"Damit die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden kann, setzt die Stadtkapelle auf ihren Nachwuchs. Rund 80 Kinder und Jugendliche sind dabei."

Fundament für die Zukunft - Jugendarbeit als Herzstück
Damit die Erfolgsgeschichte weitere 125 Jahre fortgeschrieben werden kann, setzt die Stadtkapelle stark auf ihren Nachwuchs. Rund 80 Kinder und Jugendliche musizieren in den Bläserklassen sowie in Vor und Jugendkapelle, bekommen Instrumentalunterricht, nehmen an D-Lehrgängen teil, spielen im Auswahlorchester des Landkreises Ludwigsburg und Heilbronn oder sammeln erste Erfahrung im Unterrichten und Dirigieren. „Wer bei uns im Grundschulalter anfängt, bleibt oft ein Leben lang - ob aktiv am Instrument oder später im Vorstand“, betont Vorsitzende Annette Greiner. 

Die Jugendarbeit sei „das Klangfundament“, auf dem die nächsten Jahrzehnte aufbauen. Nicht zuletzt sicherlich auch, weil nicht nur die musikalische Ausbildung im Mittelpunkt steht, sondern auch ein buntes Begleitprogramm für die Kinder und Jugendlichen angeboten wird. Gemeinsame Ausflüge, Übernachtungswochenenden oder auch Plätzchenbacken sind ein weiterer Baustein für das Gemeinschaftsgefühl im Verein.


Ausblick auf weitere Aktivitäten
Nach der kurzen Sommerpause wird Ende September bei „Marbach musiziert“ die Innenstadt musikalisch als Spielwiese benutzt, es werden aus allen Ecken Töne zu hören sein - und noch viel mehr. Von den ersten Posaunenklängen vom Torturm bis zu sinfonischen Klangwelten in der Stadthalle - die Stadtkapelle-Musikverein Marbach hat gezeigt, dass sie mit der Zeit geht, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Das Jubiläumsjahr klingt noch lange nach, doch eines ist sicher: Die nächsten Kapitel der Marbacher Musikchronik sind bereits in Vorbereitung.



red
www.stadtkapellemarbach.de